AUSG. 2/2026 • 33. JHG • VERLAG SCHENSINA • KOSTENLOS www.fdf-dach.de Höchstleistung für Spitzenkräfte. Handwerklich excellent, wirtschaftlich gescheitert? So klappt es besser. Seite 6+7 0000 000 Hochhaus mit Satteldach DACH NEWS Ein Satteldach auf ein Hochhaus? Im Magdeburger Industriehafen wurde genau das durch eine Konstruktion in Stahlbauweise umgesetzt. Trotzdem waren die praktischen Arbeiten in 40 Meter Höhe eine Herausforderung: Für das Einbringen der Dämmung und die Ausführung der Abdichtung mussten wegen der hohen Windlasten in der Höhe Sonderlösungen gefunden werden. „Niemand würde heute auf ein Hochhaus ein Satteldach setzen, aber hier ging es ja um den Erhalt einer historischen Gebäude- und Stadtansicht“, erklärt Dipl.-Ing. Architekt Uwe Thal, der das Konzept für Ausbau, Sanierung und Brandschutz entwickelt hat. Entstanden ist ein Dachstuhl aus verzinktem Stahl mit der ursprünglichen Neigung von 57°, auf dem eine Dämmlage aus 180 mm dicker Steinwolle verlegt wurde. Für die verwendeten Nelskamp Ziegel wurde eine spezielle Klammerung entwickelt. Wie genau die Ausführung erfolgte, lesen Sie in unserem Bericht auf Seite 5. Außerdem lesen Sie in dieser Ausgabe ein ExklusivInterview mit der Velux Deutschland-Chefin Silke Stehr. Sie spricht über Chancen und Risiken in der Bedachungsbranche, gute Dachfensterplanung und die strategische Ausrichtung bei Velux. Sie sagt: “Für uns ist es eben nicht nur ein Fenster, sondern Lebensqualität – es geht um nachhaltige, gesunde Wohnräume. Das ist tief in der VELUX-DNA verankert.”. Das ganze Interview finden Sie auf Seite 2 und 3. BMI-Chef Marco Falco stellt sich im DachNews Fragebogen vor. Seite 23 Trendwende: Immobilienpreise steigen wieder In den sieben Metropolen entwickelten sich die Preise unterschiedlich. In Berlin und Stuttgart sanken sie real im Vergleich zum Vorjahr. In Frankfurt am Main blieben sie real nahe zu unverändert. Den höchsten inflationsbereinigten Anstieg verzeichneten Hamburg und München mit 1,0 Prozent. Die Tabelle rechts zeigt den jeweiligen Quadratmeterpreis von Eigentumswohnungen im Bestand. Nachdem die Immobilienpreise in Deutschland drei Jahre lang inflationsbereinigt gesunken sind, zogen sie 2025 wieder leicht an: Im Durchschnitt stiegen die Preise für Eigentumswohnungen im Bestand gegen über dem Vorjahr real, also nach Abzug der Inflationsrate von 2,2 Prozent, um 0,6 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 lagen die Preise real noch 2,8 Prozent, 2023 sogar 10,1 Prozent unter dem jeweiligen Vorjahresniveau. Dies sind zentrale Ergebnisse der Studie „Postbank Wohnatlas 2026“. Im Auftrag der Postbank berechneten Experten des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), in welchen Regionen die Preise besonders stark gestiegen beziehungsweise gefallen sind und wie hoch der durchschnittliche Quadratmeterpreis im Jahr 2025 war. „Wir sehen aktuell eine Trendwende auf dem deutschen Immobilienmarkt. In vielen Regionen sind die Preise für Eigentumswohnungen im vergangenen Jahr inflationsbereinigt erstmals seit 2021 wieder gestiegen“, sagt Manuel Beermann, Leiter Produktmanagement Immobilien der Privatkundenbank in Deutschland. Datenbasis: VALUE Marktdatenbank (2026), Berechnungen HWWI, Quelle: Postbank - eine Niederlassung der Deutsche Bank AG Spezialisten für Spezialisten: Darum braucht es den spezialisierten Dachbaustoffhandel fürs Handwerk. Seite 4 Der “Pick-Nick”-Neubau in Dresden begeistert mit einer Aluminium Fassade aus 8.000 Rauten in Form eines Reisfelds. Seite 9 Der Fillbach Dachhandel aus Heistenbach im Rhein-Hahn-Kreis feierte im Juli sein 50-jähriges Jubiläum. Seite 8 Der Herz Bedachungshandel aus Neuwied bei Koblenz wird 90 Jahre. Bekannt ist man in der Branche auch durch Dachschweißautomaten der Herz GmbH. Seite 15 Flachdach: So funktioniert die Schwammstadt. Ein Hotel-Neubau mit zwei Flachdächern in Villingen-Schwennigen verbindet Gründach mit Drossel und 20 cm hohem Retentionsaufbau. Seite 16 Flying Cube: Große Glasflächen treffen auf eine schiefergedeckte Fassade. Die Verlegung der 2.700 Schiefersteine erfolgte CAD-gestützt. Seite 19 Sonnen-Ernte auf Sylt: 260 Solar-Trägerpfannen halten 142 Solarmodule, die bis zu 60.000 kwh Strom liefern. Seite 22 Bild: Deutsche Rockwool GmbH & Co. KG
NEWS DACH 2/26 3 Durch den Irankrieg hat das Thema Energiepreise den Bedachungsmarkt in diesem Jahr mal wieder im Griff. Verarbeiter ächzen unter Preissteigerungen. Wie sehen Sie die Branche aktuell? Stehr: Unsere Branche hat zurzeit einige Herausforderungen – steigende Energiekosten, steigende Materialpreise, die Konsumbereitschaft ist auf historisch niedrigem Niveau, die Bautätigkeit im Neubau ist schwach. Das stellt uns und alle Akteure – Handwerk, Handel, Industriepartner – vor Herausforderungen. Dazu kommt Unsicherheit über die politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen. Trotzdem gibt es bei aller Unsicherheit auch positive Impulse. Für VELUX gesprochen – der Bedarf an nachhaltigem, gesundem Wohnraum ist ungebrochen und wird eher noch zunehmen. Ich glaube, gerade in solchen Zeiten, ist es wichtig, Gestaltungswillen zu haben, positiv zu bleiben und zu sehen, welche neuen Ideen es in der Branche gibt. Wie würden Sie die Konjunkturlage bei VELUX in diesem Jahr einordnen, auch im Vergleich zu Krisen wie Corona? Stehr: Die Konjunktur lässt sich in unserem Fall nur bedingt mit der Corona-Krise vergleichen. So furchtbar wie die Zeit damals in vielerlei Hinsicht war, hat sie für uns rein wirtschaftlich tatsächlich wie ein Katalysator gewirkt: Die Leute haben viel in ihre Immobilien investiert, ins Homeoffice, in den Ausbau. VELUX hat davon profitiert. Blickt man auf die letzten anderthalb Jahre, glauben wir nach wie vor an Wachstum, aber das Marktumfeld ist deutlich schwieriger geworden. Wenn weniger gebaut und saniert wird, spüren wir das natürlich auch. Nichtsdestotrotz ist die Nachfrage nach energieeffizienten Gebäuden und nachhaltigem Wohnraum nach wie vor hoch – das stimmt uns optimistisch. Wie messen Sie Erfolg – in Anzahl verkaufter Fenster? Stehr: Die Stückzahl verkaufter Fenster ist ein wichtiger Indikator. Sie ist aber nur ein Teil unserer gesamten Umsatzentwicklung. Wir haben zum Beispiel ein umfangreiches Zubehörsortiment, das auch einen wichtigen Beitrag zum Umsatz leistet. Mit dem Zubehör erhöhen Sie Ihre ‘Umsätze pro Loch’ im Dach? Stehr: Das ist unbestritten nach wie vor ein ganz wichtiges Ziel. Sonnenschutz, Zubehör und auch Elektrifizierung sind wichtige Möglichkeiten, den Wert eines einzelnen Fensters zu steigern - beim Erstkauf oder bei der Nachrüstung. Mehr Umsatz pro Dachöffnung, das ist weiterhin ein wichtiger Teil unserer Strategie. Trotzdem muss man doch die Frage stellen, was kommt danach, um neues Wachstum zu generieren? Stehr: Da gibt es viele Ideen in der Entwicklung, die ich noch nicht alle teilen kann. Unser klarer Fokus bleibt Tageslicht und frische Luft - und die Frage, wie wir diese Vorteile für noch mehr Menschen zugänglich machen können. Dazu gehören größere Lösungen, mehr Fenster und auch passendes Zubehör. Wie unsere neue Rollladenplattform, auf die wir derzeit setzen, um den Markt stärker zu bearbeiten. Insgesamt gibt es in Deutschland eine Unmenge Fensterherstellern im Fassadenbereich. Beim Dachfenster sind es nur ganz wenige Hersteller. Warum gibt es nicht mehr Anbieter von Dachfenstern? Stehr: Das ist eine wirklich spannende Frage, die ich nicht beantworten kann. Ich kann nur sagen: Wir sind sehr stolz, dass wir als VELUX das Dachfenster erfunden haben und das sehen wir auch als Verantwortung. Für uns ist es eben nicht nur ein Fenster, sondern Lebensqualität – es geht um nachhaltige, gesunde Wohnräume. Das ist tief in der VELUX-DNA verankert. Wir denken nicht nur, wie generieren wir mehr Umsatz am Fenster, sondern das Gesamtkonzept dahinter ist uns sehr wichtig. Ihr Thema ist die Belichtung im Dach. Ist hier die Bedeutung in den letzten Jahren gewachsen? Stehr: Gesundes Wohnen und Wohnkomfort haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Die Sensibilität dafür, was Tageslicht mit der Gesundheit macht, ist gestiegen – es gibt inzwischen viele Studien dazu. Wir hatten vor einigen Jahren die Kampagne „The Indoor Generation”, die gut auf den Punkt gebracht hat, wie viel Zeit wir in Innenräumen verbringen. Umso wichtiger sind gutes Tageslicht und frische Luft, z. B. für Konzentrationsfähigkeit und gesunden Schlaf. VELUX ist wahrscheinlich die bekannteste Marke am Dach in Deutschland und gilt weltweit als wichtigster Hersteller von Dachfenstern. Aber wie erfüllt man weiterhin die hohen Erwartungen und schafft neue Erfolge? In unserem Exklusiv-Interview stellt sich die Deutschland-Chefin Silke Stehr den Fragen zu Markt, Handwerk und Produkten. Und sie erklärt, was gute Lichtplanung unterm Dach ausmacht. menkommen, sind wir sehr zufrieden. Bei der Ausführung gibt es viele Dachdecker, die den einfachen Eins-zu-eins-Austausch bevorzugen, weil er schnell und einfach ist. Aber wir haben auch viele Dachhandwerker, die wirklich Spaß daran haben, tolle Lösungen und Lichtkonzepte zu entwickeln – mit echtem Interesse an dieser Transformation der Wohnräume, in der sie auch Umsatzpotenzial sehen. Sie hatten vorhin über Ihr Weiterbildungsprogramm gesprochen. Was können Handwerker bei Ihnen lernen? Stehr: Fachseminare und Trainings sind ein langjähriges Lieblingsthema von mir. Seit über 20 Jahren investieren wir da kontinuierlich. Das ist ein essenzieller Bestandteil unserer Partnerschaft. Im Fokus stehen Produktwissen und Einbau, aber genauso vertriebliche Themen und Marketing – etwa, wie man sich bei Social Media besser aufstellt. Es geht also nicht nur um Qualifizierung für den Einbau, sondern auch darum, Markt zu machen und Umsatzpotenziale zu erschließen. Wir trainieren im Schnitt bis zu 19.000 Teilnehmende pro Jahr in mehr als 700 Terminen in ganz Deutschland. Darauf bin ich sehr stolz. Letztes Jahr haben wir unsere Standorte weiter ausgebaut - mit einer Neueröffnung in Düsseldorf, der Erweiterung in Garching bei München. Wir schulen auch direkt an Meisterschulen und überbetrieblichen Ausbildungszentren. Produktschwerpunkt in 2026 ist Ihr neuer Rollladen. Wie ist der angelaufen? Stehr: Da sind wir schon sehr zufrieden. Für eine vollständige Bilanz ist es nach zwei Monaten aber noch zu früh. Wir haben schon viel geschult und tolles Feedback von den Handwerkern bekommen – der Einbau sei noch komfortabler, einfacher und schneller, die Produkteigenschaften sprächen für sich. Spannend sind auch Ihre elektrisch gesteuerten Fenster, die stark zugenommen haben. Wie ist die Entwicklung? Stehr: Elektrische Dachfenster haben wir in den letzten Jahren deutlich mehr verkauft. Beim Handwerk steigt die Akzeptanz – der Umgang mit den Elektrokomponenten muss häufig erst geschult werden, weil er neu ist. Aber wir sehen eine positive Entwicklung, etwa mit unserem neuen 230-Volt-Fenster, das die Integration für unsere Profi-Partner noch einfacher macht. Das Thema VELUX Active – automatisierte Raumklimasysteme, Smart Home – bespielen wir schon seit Jahren. Es nimmt weiter zu, ist in Deutschland aber noch nicht so stark wie zum Beispiel in Dänemark. Ich gehe davon aus, dass es weiter steigen wird. Elektrische Fensterlösungen werden vor allem bei schwer erreichbaren Fenstern, in großen Räumen, oder in Gebäuden mit Smart Home Steuerung relevant. Ein wichtiges Boom-Thema der letzten Jahre am Dach war Solar. Ist das bei Budget und Fläche nicht letztlich ein Konkurrent zu Ihren Fenstern? Stehr: Das kann man so sehen, wir betrachten es aber eher als sinnvolle Ergänzung – für beides ist Platz. Wir wollen natürlich nicht, dass alles nur noch Photovoltaik ist, aber das erleben wir auch nicht so. Letztlich haben beide ihre Berechtigung und tragen dazu bei, Gebäude zukunftsfähig zu machen. Wir haben sogar Dachfenster, die mit Aufdachlösungen kompatibel sind, und einen speziellen Eindeckrahmen dafür entwickelt. Wir sehen das eher als Kombination denn als Widerspruch. Für uns entwickelt sich das Geschäft hier noch ohne große Wachstumssprünge. Im gesamten Photovoltaik-Bereich gibt es momentan durch politische Rahmen- und Förderbedingungen noch viel Unsicherheit. Da versuchen wir zu unterstützen, etwa mit Informationen dazu, welche Maßnahmen förderfähig sind und wann sich ein Energieberater lohnt – wir wollen helfen, Hürden abzubauen. Es ist aber ein wachsendes Segment. Wo sehen Sie VELUX in fünf Jahren? Was macht VELUX aus und unterscheidet das Unternehmen von anderen? Stehr: Ich glaube, keiner kann seriös sagen, was in fünf Jahren ist. Aber wenn Sie mich fragen: Wir werden noch moderner und digitaler sein und mit neuen Technologien weiter am Markt aktiv sein. Unsere Kern-DNA – Tageslicht und frische Luft – wird unverändert bleiben. Es gibt einen VELUX Leitsatz, den ich gern zitiere: „One experiment is better than a thousand experts views.” Diese Neugier, Dinge auszuprobieren und den Markt mitzugestalten, wird VELUX weiter antreiben. Ich bin überzeugt, dass in fünf Jahren noch viele spannende Themen anstehen. KI wird dabei natürlich auch eine Rolle spielen – wir haben schon einige Use Cases, die wir uns anschauen oder bereits umgesetzt haben. Als dänisches Familienunternehmen denken wir weiterhin langfristig und nicht nur in kurzlebigen Quartalen. Im Jahr 1941 gründete der dänische Ingenieur Villum Kann Rasmussen mit 32 Jahren seine Firma V. Kann Rasmussen & Co. in Kopenhagen. Sein erster Großauftrag noch im selben Jahr ist die Ausstattung von Klassenzimmern einer Schule mit Dachfenstern. 1942 wird VELUX dann zur eingetragenen Marke. „VE“ steht für Ventilation und „LUX“ ist das lateinische Wort für Licht. Das entspricht dem Leitsatz von Gründer Rasmussen: „ Die wichtigste Voraussetzung für alles Leben und Arbeiten ist Licht.“ Schon 1952 expandiert VELUX auch nach Deutschland. Im Jahr 1956 wird Zubehör damals mit der ersten Markise angeboten. Heute umfasst das Produktprogramm Dachfenster, Flachdachlösungen, dekorative Rollos und Sonnenschutzprodukte, Rollläden sowie Zubehör für den Fenstereinbau und Silke Stehr ist seit 1993 bei der VELUX Deutschland GmbH in Hamburg. In dieser Zeit war sie in unterschiedlichen Bereichen in Leitungsfunktionen tätig – von Logistik über Sales Support & Controlling bis hin zur Direktorin Kunden Marketing/ Management. Seit September 2023 ist sie Mitglied der Geschäftsführung der VELUX Deutschland GmbH, seit Januar 2026 alleinige Geschäftsführerin. Die 55jährige hat ihren Master of Business Administration in Oxford abgeschlossen und lebt in Hamburg. Privat liebt sie Ballett und Interior Design. Zur Person Der neue Rollladen Hintergrund Unternehmen VELUX Smart Home Lösungen. VELUX gilt als der weltweit größte Hersteller von Dachfenstern. Die Velux Gruppe ist im Besitz der VKR Holding A/S, die wiederum in Gänze gemeinnützigen Stiftungen sowie Mitgliedern der Gründerfamilie gehört. ‘VKR’ im Namen der Holding steht für den Gründer Villum Kann Rasmussen, der 1993 verstorben ist. Heute ist VELUX mit 11.400 Mitarbeitern in über 37 Ländern vertreten. Erfolgs- und Absatzzahlen veröffentlicht das nicht-börsennotierte Stiftungsunternehmen kaum. Im Jahr 2025 erzielte die VELUX-Gruppe einen Umsatz von knapp drei Milliarden Euro. Im selben Jahr spendete die VELUX Foundation 306 Millionen Euro für wohltätige Zwecke. In Deutschland beschäftigt Velux über 1.000 Mitarbeiter, der deutsche Hauptsitz ist in Hamburg. Die VELUX-Deutschland-Chefin im Interview “Für uns ist es nicht nur ein Fenster, sondern Lebensqualität.” Seit Anfang Mai ist der neue Rollladen von VELUX erhältlich. Er ist die wichtigste VELUX-Neuheit in diesem Jahr. Das Design hat bereits zwei Red Dot Awards in der Kategorie „Innovatives Design“ und den „Red Dot: Best of the Best“ gewonnen. Im Vergleich zum bisherigen Velux Rollladen bietet das neue Modell eine verbesserte Leistung etwa beim Hitzeschutz, schlankere Aluminiumlamellen und eine deutlich geringere CO2-Bilanz bei gleichzeitig dezentem und zeitgemäßem Design. Wesentliche Änderung zur Vorgänger-Generation ist, dass der Rollladen jetzt direkt auf den Flügel des Dachfensters montiert wird. Dadurch lassen sich die Fenster unabhängig von der Ausfahrposition des Rollladens ohne Einschränkung bedienen. 2 “Bei einer gelungenen Dachsanierung sollte man das Dachfenster von Anfang an mitplanen, um Lüftung und Tageslichteinfall optimal zu gestalten. Also nicht einfach irgendwo hinsetzen, sondern planen und simulieren.” Silke Stehr Was würden Sie Freunden empfehlen, die eine Dachsanierung angehen? Stehr: Wir sind Verfechter von drei Empfehlungen. Erstens: Das Dach nicht nur als reines Sanierungsprojekt, sondern als Wohnraumprojekt betrachten – sich Gedanken machen, wie man den Raum nutzt. Zweitens: Das Dachfenster von Anfang an mitplanen, um Lüftung und Tageslichteinfall optimal zu gestalten – nicht einfach irgendwo hinsetzen, sondern planen und simulieren. Drittens: Die Sanierung ganzheitlich betrachten, denn gerade im Dachgeschoss ist die gesamte Dämmung ein wichtiger Teil der Sanierung. Beachtet man diese drei Punkte, bekommt man langfristig sehr zufriedenstellende Lösungen. Unsere Leser sind Deutschlands Dachdecker, geben die beim Thema Fenster im Dach ausreichend Gas oder werden Umsatz-Chancen liegen gelassen? Stehr: Ich habe vor dem Dachdeckerhandwerk wirklich großen Respekt, sie leisten hervorragende Arbeit. Wir sind froh und dankbar, so kompetente Partner im Markt zu haben – das sehen wir auch in Befragungen, etwa wie engagiert sie uns Feedback geben oder auf Messen auftreten. Auf die Partnerschaft sind wir stolz, sie ist eines unserer größten Assets im Markt. Klar geht immer noch mehr, aber wenn gute Beratung und gute Handwerkskunst zusamNeu im September Flachdach-Fenster im Mittelpreissegment Velux komplettiert sein Flachdach-Sortiment mit einer optisch attraktiven Lösung im mittleren Preissegment. Ab September bietet der Dachfensterhersteller das Basiselement seiner 2009 eingeführten Flachdach-Fenster-Generation auch mit einem hochwertigen Glas-Oberelement im robusten Aluminium-Design an. Damit lässt sich hochwertiges Design bei Oberlichtern im Flachdach auch abseits des Premium-Segments realisieren. Verfügbar ist sie als fix verglaste und zu öffnende Ausführung, wobei letztere im Markt durch die serienmäßige Ausstattung mit Regensensor und den im Rahmen integrierten Motor heraussticht. Das unter dem Namen Velux FlachdachFenster Glas-Kuppel eingeführte neue Produkt ist mit einer flachen Glasscheibe als Oberelement ausgestattet. Damit eignet es sich hervorragend für den Einsatz in Dächern mit einer Neigung von 2°-15°. Es basiert auf der 2-fach-verglasten bestehenden Fenster-Generation und ist in acht Größen von 60x60 cm bis 120x120 cm verfügbar. Durch die 2-fach-Verglasung erreicht das Element einen sehr guten Wärmedämmwert von 0,75 W/(m²K). Bei Kauf eines Velux Solar-/Elektro-Flachdach-Fensters ist 2026 das Zubehör Velux App Control, das eine Steuerung über das Smartphone und damit auch per Sprachbefehl ermöglicht, kostenlos im Preis enthalten. Flachdach-Fenster für jeden Bedarf Mit den Premium-Lösungen FlachdachFenster Konvex- oder Flach-Glas zur Realisierung hervorragender U-Werte und größter Tageslichtflächen, den Flachdach-Fenstern der 2009er-Generation mit Glas- oder AcrylKuppel für gute U-Werte und große Tageslichtflächen sowie den Lichtkuppeln Kaltraum für die Erfüllung von Mindestanforderungen an Lichteinfall und Energieeffizienz bietet Velux nun für jede Anforderung zur Belichtung über das Flachdach die passende Lösung. Das beinhaltet auch Ausführungen für Spezialfunktionen wie Ausstieg und Rauchableitung, die seit September 2025 mit der Einführung des Velux Flachdach-Fensters CXU für Ausstieg und Rauchableitung in einem Produkt ermöglicht werden können.
4 Gemeinsames Ziel der Bauherren und des Architekten war es, den seit bald 90 Jahren in der Stadt bekannten Charakter der Gebäude zu bewahren und dennoch Raum für zeitgemäßes Wohnen zu schaffen. Wesentlich für diese Zielvorstellung war unter anderem der Erhalt der prägnanten Satteldächer auf beiden Gebäuden, der nur durch eine Konstruktion in Stahlbauweise zu gewährleisten war. Brennbare Holzdachkonstruktionen wären für die beiden Wohnhochhäuser nicht zugelassen worden. „Niemand würde heute auf ein Hochhaus ein Satteldach setzen, aber hier ging es ja um den Erhalt einer historischen Gebäude- und Stadtansicht“, erklärt Dipl.-Ing. Architekt Uwe Thal aus Gommern. Er entwickelte für seinen langjährigen Auftraggeber die Thomasblock eGbR ein Konzept für Umnutzung, Sanierung, Ausbau und Brandschutz. Gemeinsam mit Dr. Holger Keitel von den SGHG Ingenieuren entwarf er einen Dachstuhl aus verzinktem Stahl mit der ursprünglichen Neigung von 57°, auf dem eine Dämmlage aus 180 mm dicker Steinwolle verlegt werden sollte. Eine Konstruktion, die den Anforderungen an den Brandschutz in einem Hochhaus entspricht. Aufgrund der hohen Windlasten in dieser enormen Höhe war klar: Es muss eine Befestigungslösung gefunden werden, die Dämmung und Dichtbahnen unmittelbar nach der Montage gegen die Windlasten in 40 Metern Höhe sichert. Herausforderung Baudenkmal „Bei der Ausführung der Dachdämmung haben wir in den ersten Wochen so manche neue Erfahrung gemacht, die uns dazu brachte, den geplanten Ablauf anzupassen“, erinnert sich Razvan Gheorghe, Geschäftsführer der Constar GmbH aus Herborn, die als Generalunternehmer die Sanierung der beiden Speicher in Magdeburg verantwortet. Aber es habe sich, so resümiert Gheorghe weiter, dann doch relativ schnell abgezeichnet, wie Dämmung, Dichtung und Bekleidung des Dachstuhls effizient auszuführen sind. Die Verantwortlichen der Firma Constar hatten sich lange vor Baubeginn ausführlich mit den Eigenschaften verschiedener Dämmstoffe beschäftigt und für den Einsatz der „Masterrock 035“ von ROCKWOOL entschieden. Diese hochverdichtete Steinwolle-Dämmplatte mit extra harter Oberlage versprach eine Stabilität, die bei den zu erwartenden Windgeschwindigkeiten auf den Dächern der Silos die Verarbeitung erleichtern würde. „Da die Dämmung nicht auf einer durchgängigen Schalung, sondern direkt auf dem Stahlträgergerüst verlegt werden sollte, mussten die einzelnen Platten möglichst stabil sein“, fasst Razvan Gheorghe seine Überlegungen zusammen, die schließlich zur Wahl des Dämmstoffs führten. Zug um Zug Die „Masterrock“ Dämmplatten wurden paketweise – wie von den Dachdeckern angefordert und unmittelbar verarbeitbar – mit einem Kran in die oberste Etage eingehoben. Sie können dank hoher Festigkeit während der Bauarbeiten unter Einhaltung aller gebotenen Sicherheitsmaßnahmen betreten werden und sind wasserabweisend. Nach dem Einschieben der Platten in vormontierte U-Profile wurden sie mit speziell gefertigten Z-Winkeln aus Stahl in Breite der Sparren fixiert. Zusammen mit der unmittelbar aufgebrachten Dichtbahn „RockTect Drenatop“ wurden die Dämmplatten dann durch Konterlatten aus verzinktem Flachstahl final befestigt. Alle Befestigungselemente wurden passend zur gewählten Dicke der „Masterrock“ Dämmplatten von 180 mm gefertigt und nach Vorgabe des Statikers eingesetzt. Abschnittsweise erfolgte so die Dämmung und Abdichtung der Dächer der Silos jeweils von links nach rechts. Für die Sicherung der als Eindeckung ausgewählten Dachziegel auf der Metallunterkonstruktion hatte deren Hersteller, die Dachziegelwerke Nelskamp GmbH, spezielle Klammern entwickelt und bautechnisch prüfen lassen. Jeder einzelne Dachziegel ist mit einer Kopf- und Seitenklammer gesichert. Die Gesamtkonstruktion stellt aus Sicht aller Beteiligten ein Novum dar, das bei Hochhäusern zuvor nie in dieser Art und Weise umgesetzt wurde. Wohnungen für den Wissenschaftspark Errichtet wurden die beiden jetzt zu Wohngebäuden umgebauten Speichergebäude 1939 zur Lagerung von Gütern wie Getreide, Zucker, Salz und Futtermitteln. Inzwischen entsteht in der Umgebung auf dem ehemaligen Hafengelände der „Magdeburger Wissenschaftspark“. Das moderne Stadtquartier ist als Museums-, Wissenschafts- und Forschungsstandort gedacht, der neben vielen Arbeitsplätzen auch Wohnraum bieten muss. Über 200 Wohnungen hat allein die Thomasblock eGbR durch die Sanierung der Silos geschaffen. Im Einklang mit der historischen Substanz entstanden auf 15 Geschossen jeweils 116 Wohnungen und 15 Gewerbeeinheiten. Alle Wohnungen verfügen über voll verglaste Balkone, die sich trotz der modernen Ausführung perfekt in das historische Erscheinungsbild der Speicher einfügen. Dank der umsichtigen Sanierung und zeitgemäßen Dämmung erreichen die Gebäude heute Effizienzklasse EH 40. Geduld und Leidenschaft Auch die Wohnungen im von der Bauherrin „Silo A“ getauften Gebäude werden noch in diesem Jahr fertiggestellt, hofft Gerald Breschke, Geschäftsführender Gesellschafter der Thomasblock eGbR. Trotz der inzwischen 18 Jahre, die über Planung und Sanierung vergingen, habe er nie daran gedacht aufzugeben. „Die Reichseinheitsspeicher sind Landmarken mit einer besonderen, einmaligen Prägung. Auch stehen sie hier in Magdeburg an einem wunderschönen Standort“, erklärt er. Stahl und Steinwolle in 40 Meter Höhe Dacharbeiten am historischen Speicher Mit speziell gefertigten Stahlwinkeln wurden die „Masterrock“ Platten auf der Tragkonstruktion befestigt. Dämmung und Dichtbahnen wurden sofort nach der Verlegung mit Konterlatten aus verzinktem Flachstahl befestigt. Die „RockTect Drenatop“ Dichtbahnen wurden mit dem Klebeband „Twinline“ von ROCKWOOL verklebt. Rund 3.000 m2 Dachfläche galt es herzustellen und zu ertüchtigen. Seit den 1930er-Jahren prägt der ‘Reichseinheitsspeicher’ das Stadtbild des Magdeburger Industrie-Hafens. Nun wurden die ehemaligen SiloGebäude mit 15 Geschossen zu Wohnraum umgestaltet. Vor allem am Dach galt es den bekannten Charakter des Gebäudes mit prägnanten Satteldächern zu erhalten. Bei der Höhe der Gebäude und dem notwendigen Brandschutz kein einfaches Unterfangen. „Vor allem in der Breite und der Tiefe des Produktsortiments, das in großen Teilen direkt ab Lager verfügbar ist, unterscheidet sich der spezialisierte Bedachungshandel heute vom normalen Baustoffhandel. Und das muss natürlich auch mit entsprechendem Fachwissen zu Produkten und Fachregeln unterlegt werden. Sprich, wir setzen im Fachhandel für Dach und Fassade auf fundierte Beratung und sorgen so von Anfang bis Ende eines Projekts für eine fachkundige Begleitung als Erfolgsgarant.” Das erklärt Heinz Slink.. Er ist nicht nur im Vorstand des Zentralverbands des Deutschen Bedachungsfachhandels e.V., sondern seit 2001 auch Geschäftsführer der seit fast 40 Jahren erfolgreich am Markt agierenden FDF Fachhandelskooperation. Kooperation der Spezialisten Doch wie ist der Gedanke zur spezialisierten Gemeinschaft im Dachbaustoffhandel entstanden? Schon 1988 entschlossen sich damals eine Hand voll Gründungsmitglieder, die damalige allgemeine Baustoffkooperation als „Gemischtwarenhandel für Baustoffe“ zu verlassen und eine eigene Kooperation von Spezialisten für Dach- und Fassadenbaustoffe zu gründen. Einer von ihnen ist Edgar Juras, der bis heute den erfolgreichen Essener Dachbaustoffhandel Heinrich Obers in Essen führt. Über die damaligen Beweggründe erzählt er heute: „Unsere damalige Kooperation war einfach ein zu großes und vor allem auch ein zu heterogenes Gebilde. Nicht nur von der Größe, sondern vor allem von der Spezialisierung hatten die Mitglieder unterschiedliche Vorstellungen von der Marktbearbeitung. Als Spezialisten für Dach und Fassade fühlten wir uns nicht ausreichend gehört und vertreten. Unser Ziel war mehr fachliche Tiefe im Bereich Dach und Fassade und bessere persönliche Zusammenarbeit der Mitglieder. Eine Gemeinschaft, die den einzelnen Händler tatsächlich im täglichen Geschäft Rückendeckung und Rückenwind gibt“, erzählt Edgar Juras. Wir wissen, wovon wir sprechen Dieses Konzept der Kooperation der Spezialisten hat heute - 38 Jahre später - nichts an seiner Attraktivität eingebüßt. Heute steht die FDF für über 60 Unternehmen aus dem spezialisierten Dachbaustoffhandel in Deutschland, Österreich, Benelux und weiteren europäischen Ländern. „Das Fachwissen innerhalb der Bedachungsbranche ist gerade in den letzten Jahren nochmals deutlich gewachsen. Die immer dichtere Gebäudehülle an Dach und Fassade bedarf die genaue Kenntnis der entsprechenden Fachregeln, sonst wird aus dem Ziel des Energiesparens schnell ein Problem mit Schimmel oder Kältebrücken“, weiß Bedachungshändler Thomas Walter vom Dachbaustoffhandel Dach Walter aus Großschwabhausen in Thüringen zu berichten. Er ist seit 2007 in der FDF. „Als Kooperation von Fachhandels-Spezialisten fürs Dach wissen wir einfach, wovon wir sprechen und helfen so unseren Kunden im Fachhandwerk Fehler zu vermeiden. Dieses Expertenwissen und die aufgebaute Erfahrung bringen die Zeitersparnis, die heute auf der Baustelle überlebenswichtig ist. Gerade in noch jungen Geschäftsfeldern wie der Solartechnik sehen wir noch sehr oft unzureichende Kenntnisse bei der Planung im Handel“, schildert Thomas Walter seine Erfahrungen. Dem pflichtet auch sein FDF-Kollege Holger Schmitz vom Gelsenkirchener Dachbaustoffhandel H. P. Schmitz bei: „Der entscheidende Unterschied liegt in der Tiefe des Know-hows. Ein Spezialist beschäftigt sich jeden Tag ausschließlich mit dem Dach. Dadurch verfügt er über fundiertes Produktwissen, kennt die technischen Anforderungen und die aktuellen Regelwerke und kann Kunden auf Augenhöhe beraten. Generalisten bieten häufig ein breiteres Sortiment an, können aber naturgemäß nicht in jedem Bereich dieselbe fachliche Tiefe erreichen. Auch im Handwerk zeigt sich dieser Unterschied: Der Dachdecker ist Spezialist für die Gebäudehülle und erwartet von seinem Handelspartner dieselbe Kompetenz.“ Partner des Dachdeckers Spezialisierte Unternehmen sprechen also die gleiche Sprache wie ihre Kunden. Dadurch entstehen kurze Entscheidungswege, praxisnahe Lösungen und eine hohe Beratungsqualität. Zudem tauschen sich die Mitglieder der FDF regelmäßig aus, teilen Erfahrungen und entwickeln gemeinsam Lösungen für aktuelle Herausforderungen. Dieses Netzwerk stärkt jedes einzelne Unternehmen und kommt letztlich den Kunden zugute. Aber wie genau hilft das dem einzelnen Dachdecker? Dazu sagt Bedachungshändler Holger Schmitz: „Ein Dach ist ein technisch anspruchsvolles Gesamtsystem. Deshalb braucht der Dachdecker einen Partner, der nicht nur Produkte verkauft, sondern Lösungen bietet. Das beginnt mit technisch-kompetenter Beratung, einem auf das Dach abgestimmten Sortiment, hohe Warenverfügbarkeit und zuverlässiger Logistik und Baustellenbelieferung. Hinzu kommt Unterstützung bei Ausschreibungen und Objektgeschäften, Schulungen und Weiterbildung. Über allem steht der menschliche Faktor mit persönlichem Ansprechpartner und nicht zu vergessen auch mal freundschaftlicher Smalltalk unter Branchenkennern. Geschäfte werden letztlich immer noch unter Menschen gemacht“, so Holger Schmitz. Der spezialisierte Bedachungsfachhandel ist also weit mehr als reine Warenlogistik. Er bietet schnelle Lieferfähigkeit, digitale Prozesse, technische Beratung, Unterstützung bei komplexen Dachsystemen, Objektbetreuung, Lagerhaltung, Schulungen, Reklamationsmanagement sowie Nachhaltigkeits- und Recyclingkonzepte. Die FDF ist aus der Überzeugung entstanden, dass spezialisierte Bedachungsfachhändler gemeinsame Interessen haben und diese gemeinsam besser vertreten können. Im Mittelpunkt stehen der fachliche Austausch, die Förderung der Kompetenz im Bedachungsbereich und die Interessenvertretung des spezialisierten Fachhandels. Dachbaustoffhändler Holger Schmitz fasst das so zusammen: „Wir sind FDF Mitglied, weil wir davon überzeugt sind, dass Spezialisierung ein entscheidender Erfolgsfaktor ist. Die FDF bietet eine Plattform für Erfahrungsaustausch, gemeinsames Lernen und die Weiterentwicklung unserer Branche. Für uns ist die Mitgliedschaft Ausdruck unseres Anspruchs, unseren Kunden Kompetenz, Qualität und Verlässlichkeit zu bieten.“ Spezialisten für Spezialisten Vertriebs-Partnerschaft am Dach Bezugsquellen für Baustoffe gibt es viele, doch gerade bei Dachbaustoffen setzen Handwerks-Profis aus gutem Grund auf spezialisierte Handelspartner aus dem Dachbaustoffhandel. Diese stehen zumeist nicht allein im Markt, sondern setzen wieder auf die Stärke einer Kooperation mit anderen Spezialisten im Großhandel für Dach und Fassade. Am Ende entsteht unter der Maxime „Spezialisten für Spezialisten“ eine starke Vertriebspartnerschaft von Bedachungsprofis, die für mehr steht als eine Bezugsquelle. Es geht um Fachwissen, Service, zuverlässige Logistik und schlussendlich um ein erfolgreicheres Dachdeckerhandwerk. Heinz Slink ist seit 2001 Geschäftsführer der FDF. Edgar Juras ist Eigentümer und Geschäftsführer des Essener Bedachungshandels Heinrich Obers. Bilder: FDF Gesellschaftertreffen mit Fachvorträgen und Fachgesprächen. Thomas Walter ist Geschäftsführer des Bedachungshandel Dach Walter. Holger Schmitz ist Geschäftsführer des Bedachungshandels H. P. Schmitz aus Gelsenkirchen.
7 6 lenz führt, nicht über Führungserfahrung. Hinzu kommt die Nachfolge. Wenn ein Betrieb übergeben wird, wird Führung nicht übergeben, sie wird vererbt. Mitsamt den Mustern, den Gewohnheiten, den unausgesprochenen Regeln, die über Jahrzehnte gewachsen sind. Manche dieser Muster sind wertvoll. Manche begrenzen. Und die wenigsten werden je hinterfragt. Führung ist lernbar Doch Führung ist lernbar. Persönlichkeit allein erklärt Führungserfolg kaum. Was zählt, ist konkretes, beobachtbares Verhalten, und das lässt sich entwickeln. Führung ist ein Handwerk, mit Werkzeugen, die man lernen, üben und verbessern kann. Genau das ist die Botschaft, die im Handwerk oft fehlt. Der Meisterbrief prüft Fachkompetenz, betriebswirtschaftliches Grundwissen und pädagogische Eignung. Führung als eigenständige Kompetenz, als bewusstes Gestalten von Klarheit, Verantwortung und Orientierung, kommt darin kaum vor. Was ein Betrieb braucht, damit Führung funktioniert, ist keine Persönlichkeitsveränderung. Es sind klare Rollen, klare Regeln und klare Ergebnisse. Ein System, das dafür sorgt, dass Entscheidungen nicht von Beziehungen abhängen, sondern von Wirkung. Dass Leistung sichtbar wird. Dass der Blick immer wieder auf das gerichtet wird, worum es eigentlich geht: den Kunden und den Betrieb. Führung ist ein Handwerk, mit Werkzeugen, die man lernen kann. Und die man lernen muss. Nähe und Maßstäbe Handwerksbetriebe werden familiär geführt. Das ist ihre Stärke und zugleich ihre größte Herausforderung. Familie bedeutet Vertrauen, Loyalität, gemeinsame Geschichte. Aber familiäre Führung darf nicht die Maßstäbe im Betrieb ersetzen. Mitarbeitende merken sehr schnell, ob Leistung zählt oder Zugehörigkeit. Ob Entscheidungen nachvollziehbar sind oder davon abhängen, wen man kennt. Und sie handeln entsprechend. Nicht aus Kalkül, sondern weil Menschen sich an dem orientieren, was wirklich gilt, nicht an dem, was im Leitbild steht. Führung in Handwerksbetrieben bedeutet deshalb: die Nähe bewusst nutzen und gleichzeitig sicherstellen, dass der Betrieb nach Maßstäben geführt wird, die für alle gelten. Das ist keine Entfremdung, das ist Reife. Führen ohne Zahlen ist Blindflug Doch Führung braucht auch Zahlen. Führen ohne Zahlen ist Führen im Blindflug. In rund vier von fünf Insolvenzfällen fehlte ein funktionierendes Controlling. Dahinter steckt oft eine Überzeugung, die sich hartnäckig hält: "Ich hab halt kein Talent für Zahlen." Sie stimmt nicht. Jeder Handwerker arbeitet täglich mit Zahlen. Wirkungsgrade. Statische Werte. Materialeigenschaften. Toleranzen, die auf den Millimeter stimmen müssen. Der Umgang mit Zahlen ist nicht fremd, er ist Alltag. Was sich bei wirtschaftlicher Führung verändert, ist die Einheit dahinter. Statt Kilogramm oder Newton steht jetzt Euro oder Prozent. Die Zahl ist nicht mehr mit den Händen zu greifen. Aber die Grundkompetenz ist dieselbe. Hinzu kommt ein Irrtum, der selten hinterfragt wird: “Der Steuerberater wird sich schon melden, wenn etwas nicht stimmt.” Darauf sollte sich kein Unternehmer verlassen. Der Steuerberater sorgt für die steuerliche Betreuung. Das Bauchgefühl, das im Handwerk so oft betont wird, ist wertvoll. Bei technischen Entscheidungen stimmt es meistens. Bei Finanzzahlen kann es täuschen. Wer nicht weiß, was ein Stundenverrechnungssatz unter Branchenniveau wirklich bedeutet, hat kein schlechtes Bauchgefühl. Er hat fehlende Information.Wer nur reagiert, führt nicht. Er folgt. In meiner langjährigen Praxis habe ich eines immer wieder beobachtet: Erfolgreiche Handwerksbetriebe haben eines gemeinsam: Der Inhaber kennt seine Zahlen. Meist ohne Controller, aber mit der Klarheit: Wer sie kennt, steuert gezielt und trifft fundierte Entscheidungen. Fachliche Exzellenz im Handwerk schützt nicht vor wirtschaftlichem Scheitern im Betrieb. Im Tagesgeschäft werden Probleme oft nur kurzfristig gelöst, aber der Überblick über den langfristigen Betriebserfolg geht verloren. Unser Autor Uwe Engelhardt sagt, wer seinen Betrieb wirklich führen will, braucht kein kaufmännisches Studium, Man braucht Klarheit über die betrieblichen Zahlen und man braucht Führungskompetenz. Eine Betriebsgründung im Handwerk beginnt mit Begeisterung. Man gründet, weil man kann. Weil man es besser weiß. Weil man es liebt. Dann kommt der erste Auftrag. Dann der zweite. Irgendwann der erste Mitarbeitende. Dann zwei. Dann fünf. Was in dieser Zeit fast niemand bemerkt: Der Betrieb wird zu einem Unternehmen. Durch Wachstum, nicht durch bewusste Entscheidung. Und mit diesem Wachstum verschiebt sich etwas Entscheidendes, das kaum je ausgesprochen wird. Die Anforderung an die Führung verändert sich. Was am Anfang gefragt war, war fachliche Exzellenz. Was jetzt gefragt ist, ist wirtschaftliche Führung. Strukturen. Klarheit. Zahlen. Der US-Ökonom Larry E. Greiner beschreibt diesen Übergang als unvermeidlich: Jedes wachsende Unternehmen durchläuft ihn. Der Gründer, der bisher alles selbst gestemmt und intuitiv geführt hat, stößt an seine Grenzen. Das Unternehmen ist zu groß geworden – die Art der Führung muss sich grundlegend ändern. Das Problem: Die Ausbildung im Handwerk macht aus guten Fachleuten noch keine guten Führungskräfte. Der Meisterbrief schafft die Grundlage für fachliche Exzellenz. Was er kaum vermittelt, ist das Handwerk der Führung. Gleichzeitig bringen viele Handwerksbetriebe hervorragende Voraussetzungen dafür mit: Leistungswillen, familiären Zusammenhalt, Kundennähe, kurze Entscheidungswege und ein Vertrauen, das über Jahre gewachsen ist. Man kennt sich. Man hilft sich. Man zieht an einem Strang. Doch genau diese Stärke wird zur Herausforderung. Irgendwann werden Beziehungen wichtiger als Ergebnisse. Entscheidungen werden nicht mehr danach getroffen, was für den Betrieb richtig ist, sondern danach, wie man es intern möglichst ohne Reibung löst. Man kennt die Hintergründe. Man will niemanden verletzen. Man entscheidet mit Gefühl. Das ist menschlich. Und es hat Folgen. Leistung wird unterschiedlich bewertet, je nachdem wen es betrifft. Konsequenzen werden aufgeschoben. Der Maßstab im Betrieb verschiebt sich, langsam, fast unmerklich. Nähe und Führung ohne klare Struktur sind schwer zu trennen. Der Markt verhandelt nicht Der Markt nimmt auf all das keine Rücksicht. Er interessiert sich nicht für familiäre Rücksichtnahmen, nicht für gewachsene Beziehungen, nicht für interne Befindlichkeiten. Er bewertet Leistung, Qualität und Verlässlichkeit, dauerhaft, nicht einmalig. Ein Betrieb hat nur dann eine Daseinsberechtigung, wenn er liefert. Das klingt hart. Es ist die Realität, mit der jeder Inhaber täglich umgeht. Wer das versteht, begreift auch: Führung ist keine Nebenaufgabe, die wartet bis der Betrieb größer wird. Führung ist die Voraussetzung dafür, dass er überhaupt größer werden kann. Die Führungsverwirrung Diese Marktanforderung trifft auf ein weiteres Problem: Mitarbeitende arbeiten häufig nicht primär für den Kunden oder den Betrieb, sondern für den Chef. Die persönliche Beziehung steht vor der geschäftlichen. Engagement und Einsatz hängen direkt an der Zuwendung und der Stimmung der Führungsperson. Ist die Beziehung gut, läuft es. Stockt sie, stockt alles. Zum Autor Uwe Engelhardt begleitet seit 20 Jahren Inhaber und Führungskräfte im Handwerk, ihren Betrieb erfolgreich zu meistern. Er ist im Handwerk aufgewachsen und kennt die Branche aus eigener Erfahrung. Gemeinsam mit Burga Warrings betreibt er seit 2004 die Erfolgsmeisterei, eine Unternehmensberatung für Handwerkbetriebe mit Sitz in Tutzing am Starnberger See. Weitere Infos: www. erfolgsmeisterei.de Tipp: Betriebs-Check für Führungskräfte im Handwerk Der Betriebs-Check auf der praxiserprobten ErfolgsMeisterei.ONLINE ist ein neues Tool, das den Überblick über den Betriebserfolg schafft. Der Betriebs-Check liefert in Minuten Klarheit darüber, wie wirtschaftlich ein Betrieb wirklich läuft, wie dieser im Vergleich liegt und was direkt getan werden kann. Durch das Hochladen der BWA ist sofort ersichtlich, wie der Betrieb im Vergleich zu Branche, Region und Betriebsgröße steht, mit welcher Stellschraube Gewinn gesichert oder gesteigert wird und was konkret zu tun ist. Keine speziellen Vorkenntnisse erforderlich.Termine zum Kennenlernen gibt es über E-Mail: engelhardt@erfolgsmeisterei.de Wirtschaftliches Scheitern trotz fachlicher Exzellenz? Dieser blinde Fleck wird gerne ignoriert, weil das Selbstbild vieler Chefs nicht mit dem realen Bild übereinstimmt. Im Handwerk kommt hinzu: Wer den Betrieb aufgebaut hat, wird selten offen kritisiert. Man sagt nichts, weil man nichts riskieren will. So bleibt der Abstand zwischen Selbstbild und Wirklichkeit unsichtbar. Führungskräfte überschätzen systematisch ihre eigene Wirkung, weil niemand ihnen ehrlich Rückmeldung gibt. Wer Führung verändern will, kann das nicht von heute auf morgen tun. Mitarbeitende, die gelernt haben, sich an einer Person zu orientieren, brauchen Zeit. Führungsveränderungen sind deshalb schrittweise und transparent einzuführen – mit absichtsvoller Kommunikation statt Überraschung. Veränderungen brauchen Zeit. Zu Beginn geht es langsamer voran. Strukturen, Zuständigkeiten und neue Abläufe müssen erst entstehen. Mitarbeitende orientieren sich, Neues wird erprobt. Erst wenn diese Grundlage steht, nimmt die Entwicklung Fahrt auf. Wer in dieser ersten Phase zu schnell Ergebnisse erwartet, riskiert, dass Maßnahmen im Tagesgeschäft versanden, bevor sie überhaupt wirken konnten. Der Irrtum über Fachkompetenz Das eigentliche Problem beginnt nicht mit dem Betrieb. Es beginnt mit einem Irrtum, der sich im Handwerk hartnäckig hält: dass gute Fachkompetenz automatisch zu guter Führung befähigt. Dass wer ein Gewerk beherrscht, auch Menschen führen kann. Dass Erfahrung am Werkstück gleichzusetzen ist mit Erfahrung in der Menschenführung. Eine Studie mit über 4.000 Führungskräften belegt: Führungspositionen werden regelmäßig mit den besten Fachleuten besetzt, ohne zu prüfen, ob sie die nötigen Führungskompetenzen mitbringen. Fachkompetenz und Führungskompetenz sind zwei verschiedene Dinge. Im Handwerk ist dieser Mechanismus besonders ausgeprägt, weil der Weg zur Führungsposition hier fast immer über fachliche ExzelNeue Generation des Solarsystems RHEINZINK-PV RHEINZINK bringt die modernisierte Version seines bewährten Photovoltaiksystems RHEINZINK-PV auf den Markt. Das optisch integrierte System für Doppelstehfalzdeckungen wurde technisch und konstruktiv optimiert und bietet nun noch mehr Effizienz, Langlebigkeit und Montagekomfort – bei unverändert eleganter Dachoptik. RHEINZINK-PV ist eine Solarlösung, die sich harmonisch in die Architektur von Stehfalzdächern einfügt. Die rahmenlosen Glas-GlasModule werden direkt an den Doppelstehfalzen befestigt, ohne zusätzliche Montageprofile oder sichtbare Modulrahmen. Das Dach bleibt in seiner klaren Linienführung vollständig erhalten – das Ergebnis ist eine durchgängige, ästhetische Dachfläche, die zugleich Strom erzeugt. Die aktualisierte Modul-Generation von RHEINZINK-PV überzeugt durch zahlreiche technische Verbesserungen: Die Glas-GlasLaminate sind mit modernen bifazialen NType TOPCon Solarzellen ausgestattet. Dank höherem Wirkungsgrad, verbesserter Temperaturstabilität und erhöhter Widerstandsfähigkeit gegen Hitze bieten die Module eine herausragende Leistung und eine längere Lebensdauer. Eine spezielle thermische Randversiegelung (Edge Sealing) schützt die Module dauerhaft vor Feuchtigkeit und Umwelteinflüssen. Die Module liefern 180 Wattpeak und sind nach IEC 61215 und IEC 61730 zertifiziert. Mit einer Länge von 1,90 Metern sind sie exakt auf die Scharbreite von 530mm (+4/-2 mm) der RHEINZINK-Doppelstehfalzdeckung abgestimmt. Die Montage erfolgt mit einer patentierten Falz-/Modulklemme, die eine vertikale Klemmung direkt am Stehfalz ermöglicht. Die Befestigung der PV-Klemme ist unabhängig von der Haftpositionierung und beeinflusst nicht die thermische Längenausdehnung des Metalldachs – ein entscheidender Vorteil für die Langlebigkeit des gesamten Systems. Pro Modulseite werden, in Abhängigkeit der Windlasten, mindestens vier Klemmen pro Modulseite eingesetzt, die mit 6 Nm fixiert werden. Die Montagehöhe beträgt rund 40 mm, die Hinterlüftung von 30 mm für eine optimale Wärmeabfuhr. Das System eignet sich für Dachneigungen von 3 bis 60 Grad. RHEINZINK-PV wurde so konzipiert, dass es ohne Spezialwerkzeuge oder zusätzliche Unterkonstruktionen montiert werden kann. Dachhandwerker können die Installation mit gewohntem Werkzeug durchführen, während die elektrische Verschaltung durch den Solarteur oder Elektriker erfolgt. Die Kombination aus einfacher Handhabung, hoher Stabilität und präziser Passform macht das System besonders montagefreundlich und zuverlässig. Energiegewinnung trifft Nachhaltigkeit Mit RHEINZINK-PV wird das Dach zur Energiequelle – ohne Kompromisse in Gestaltung oder Funktion. Das System erfüllt die Anforderungen moderner Architektur und der Solarpflicht gleichermaßen und bietet Bauherren, Architekten und Handwerkern eine zukunftsweisende Lösung für nachhaltiges Bauen. Durch die Kombination aus hochwertigen Materialien, innovativer Technologie und ästhetischer Integration leistet RHEINZINKPV einen wichtigen Beitrag zur umweltfreundlichen Energiegewinnung. Verlag: Verlag Schensina, Marcus Schensina Erlengrund 282, 48308 Senden, • Telefon: 02597/99123-0 • E-mail: mail@schensina.de Chefredakteur: Marcus Schensina Herausgeber: FDF-Dienstleistungsgesellschaft mbH, Rathausstraße 5, 57234 Wilnsdorf Tel.: 02739 / 8932-0 Geschäftsführer: Heinz Slink www.fdf-dach.de Die in den DACH NEWS veröffentlichten Beiträge, Bilder und Fotos sind urheberrechtlich geschützt. Ein Nachdruck, auch in Auszügen, ist nur mit schriftlicher Zustimmung des Verlages erlaubt. Namentlich oder anderweitig gezeichnete Beiträge sowie Zitate geben nicht in jedem Fall die Meinung der Herausgeber/Redaktion wieder. Alle Warenangaben und Daten (sie basieren auf Herstellerangaben) sind vorbehaltlich und ohne Gewähr. Irrtümer können nicht ausgeschlossen werden. Farbabweichungen zu den Originalfarben sind drucktechnisch bedingt. Zwischenzeitliche Modelländerungen sind möglich. Ein Modellanspruch ist ausgeschlossen. Rechtsansprüche - gleich welcher Art - können aus einer Veröffentlichung nicht abgeleitet werden. © Copyright by Verlag SCHENSINA Impressum MANAGEMENT Wer wissen will, ob Führung im eigenen Betrieb funktioniert, braucht keine große Analyse. Vier Fragen reichen, ehrlich beantwortet. Wer alle vier mit einem klaren Ja beantworten kann, führt. Wer zögert, hat seinen nächsten Schritt gefunden. Wissen Ihre Mitarbeitenden, woran sie gemessen werden, und erleben sie das als fair? Klarheit über Erwartungen ist die Grundvoraussetzung für Engagement. Wo sie fehlt, entsteht Unsicherheit. Treffen Sie Entscheidungen nach Wirkung oder nach Beziehung? Führungserfolg entsteht durch konkretes, beobachtbares Verhalten, nicht durch Sympathie oder Harmonie. Wer das eine mit dem anderen verwechselt, verliert langfristig beides. Arbeiten Sie diese Woche mehr an Ihrem Betrieb oder nur in ihm? Erfolgreiche Betriebe haben eines gemeinsam: Es existiert ein funktionierendes System. Die DNA des Diese vier Fragen sollten Sie sich stellen Gründers wurde in die Organisation übertragen, durch Strukturen, Regeln und klare Prozesse. Wissen Sie aktuell, wie es um den Betrieb steht? Wer weiß wo er steht, kann steuern. Wer es nicht weiß, reagiert nur. 2. 3. 4. 1. Erfolgreiche Betriebsführung
9 8 Der Neubau „Pick-Nick“ am Straßburger Platz in Dresden beeindruckt mit einer innovativen Fassade aus über 8.000 Rauten aus PREFALZ Aluminium von Hersteller Prefa. Das neue Wohn- und Geschäftshaus „PickNick“ am Straßburger Platz in Dresden hat sich von einem kontroversen Bauvorhaben zu einem preisgekrönten Design-Highlight entwickelt. Das siebengeschoßige Gebäude, das an einem der verkehrsreichsten Knotenpunkte der Stadt steht, wurde vom Dresdner Architektenteam Leinert Lorenz geplant. Auf einer Bruttogeschoßfläche von knapp 8.000 Quadratmetern errichtete man 52 Wohnungen zwischen 31 und 108 Quadratmetern, realisiert als Einbis Vierzimmerwohnungen, und mehrere Gewerbeeinheiten im Erdgeschoß. „Es war alles eine Frage der richtigen Ausrichtung und Fassadengestaltung“, erklärt Dirk Lorenz, der verantwortliche Architekt. Während die platz- und nordseitigen Fassaden eher geschlossen gestaltet wurden, öffnet sich das Gebäude auf der Rück- und Südseite sowie den Stirnseiten mit großzügigen Glasflächen und durchgehenden Balkonen. Raute als Gestaltungsmerkmal: der Charme der Diversität Das umlaufende Fassadenband besteht aus über 8.000 Aluminiumrauten, die in verschiedenen Grün- und Beigetönen gehalten sind. Dadurch wird der massive Baukörper optisch in mehrere Teilbereiche gegliedert, ohne dass er zerfällt. Die speziell entwickelten Sonderfarben Olivgrün, Graugrün, Resedagrün, Opalgrün, Hellelfenbein, Perlweiß und Lichtbronze wurden mithilfe künstlicher Intelligenz pixelartig über die Fassade verteilt. „Das Design basiert auf einer abstrahierten Landschaft“, erläutert Lorenz. Die farbenfrohe Oberfläche reflektiert das Sonnenlicht und verleiht der Fassade eine facettenreiche Wirkung, die sie deutlich von anderen Gebäuden in der Umgebung abhebt. Perfekte Handwerkskunst für eine anspruchsvolle Fassade Die handwerkliche Umsetzung der Rautenfassade stellte die Firma Sperber Klempner vor besondere Herausforderungen. „Die Wandrauten der Fassade symbolisieren ein Reisfeld – eine abstrakte, aber spannende Idee“, erläutert Geschäftsführer Jens Sperber. „Auf der Baustelle durfte man den Überblick jedoch nicht verlieren, sonst wäre aus dem Reisfeld schnell Chaos entstanden.“ Ein umlaufendes, funktionales Fassadenband sei das Ziel gewesen, und „die Fassade sollte homogen wirken, ohne Einschubtaschen oder Winkelleisten“, so der Spenglermeister. Um dies zu erreichen, wurden beispielsweise die Fensterkästen als Rahmen gebaut, was neben ästhetischen Anforderungen auch den Brandschutz voll erfüllt. Die Abstimmung zwischen kreativen Ideen und technischen Anforderungen verlangte Geduld und Präzision von jedem in der Firma. Laut Sperber war die enge Zusammenarbeit zwischen den Architekt:innen und den Handwerker:innen der Schlüssel zum Erfolg dieses Projektes. „Gute Architekten:innen suchen früh den Rat der Handwerker:innen“, meint er und hebt hervor, wie wichtig es ist, praktische Lösungen bei der Planung zu berücksichtigen. Das „Pick-Nick“ als Teil der Dresdner Architekturgeschichte Mit dem Abriss des ehemaligen Schnellrestaurants „Pick-Nick“ löste das Projekt damals eine breite Diskussion aus. Der Abriss war nicht unumstritten, doch durch eine ausführliche Vermittlung in Form von Ausstellungen und Veranstaltungen wurde die Akzeptanz für den Neubau gefördert. Inzwischen leuchtet am neuen Gebäude eine Replik des kultigen Restaurant-Schriftzugs pick-nick. Der originale Schriftzug liegt mittlerweile im Dresdner Stadtmuseum. Rautenfassade: Reisfeld aus Aluminium Carlisle CM Europe präsentiert die neue EPDM-Bahn Hertalan Easy Weld Pro für steigende Anforderungen an moderne Dachabdichtungen: Sie soll nicht nur technisch überzeugen, sondern die Arbeit auf der Baustelle spürbar erleichtern. Schneller und wirtschaftlicher vereint sie die besten Eigenschaften der bisherigen EPDM-Systeme miteinander. Neben den materialspezifischen Vorzügen von EPDM bietet Hertalan Easy Weld Pro besondere Vorteile im Brandverhalten. Sie erfüllt die Anforderungen der harten Bedachung gemäß der Brandprüfung Broof (t1) für unbegrenzte Dachneigungen. Die notwendigen Prüfnachweise der Widerstandsfähigkeit gegen Flugfeuer und strahlende Wärme liegen nach DIN 4102, Teil 7, bzw. für B Roof (t1) nach CEN/TS 1187 vor. Neu in der Hertalan Produktfamilie ist die innenliegende Glasgelegeverstärkung der Bahn. Sie verhindert, dass beim Straffen der Bahnen während des Auslegens eine Überdehnung stattfindet, die zu Welligkeiten führen könnte. So werden nicht nur Kapillarbildung und damit die Gefahr von offenen Nahtbereichen bei der abschließenden Nahtverschweißung ausgeschlossen, sondern auch ein perfektes, planebenes Verlegebild erzeugt. Denn auch die Optik spielt bei Bauherren eine Rolle. Plus an Verlegegeschwindigkeit Das mittig angeordnete Glasgelege spart Material und Verlegezeit, denn bei fast allen Aufbauten kann auf eine zusätzliche Lage Rohglasvlies für den Brandschutz verzichtet werden. So kann die Abdichtungsbahn direkt auf Holz/Holzwerkstoffen und allen nicht brennbaren Untergründen angeordnet werden. Darüber hinaus kann sie auf Wärmedämmplatten aus PUR/PIR und allen nicht brennbaren Dämmstoffen mit Baustoffklasse A1 oder A2, auf Altdächern aus Kunststoff- und Elastomerbahnen sowie Bitumenbahnen verlegt werden. Lediglich auf EPS-Hartschaumplatten ist eine zusätzliche Brandschutzlage aus Rohglasvlies erforderlich. Mit einer Bahnenbreite von 1,0 m und einer Länge von 20 m können fast 20 m² Dachfläche mit nur einer Rolle abgedichtet werden und es sind dabei weniger Querstöße auszuführen. Hierdurch erhöht sich die Verlegegeschwindigkeit zusätzlich. Das ist besonders vorteilhaft für Betriebe mit nur wenigen Mitarbeitern, die bei der Verlegung großflächiger EPDM-Planen an ihre Grenzen stoßen. Einfache visuelle Nahtkontrolle Die einlagige Bahn besitzt integrierte Fügeränder an Längs- und Querseite. So gelingt die Nahtfügung per Heißluftverschweißung ohne zusätzliche Nahtbänder einfach, schnell und sicher - auch an den Querstößen. Das sorgt für kürzere Verlegezeiten und ein sauberes Verlegebild. Die austretende grüne Schweißraupe ermöglicht eine einfache visuelle Nahtkontrolle ohne Prüfnadel - ist die Schweißraupe deutlich erkennbar, ist die Naht sicher dicht. Vielfältige Einsatzmöglichkeiten Hertalan Easy Weld Pro kann sowohl für nicht genutzte als auch für genutzte Dächer eingesetzt werden. Nicht genutzte Dächer werden nur zum Zwecke der Pflege, Wartung und allgemeinen Instandhaltung begangen. Dazu zählen auch extensiv begrünte Dächer. Genutzte Dächer sind begehbare Dachflächen, z. B. Dachterrassen, Dächer mit intensiver Begrünung und Dächer mit Solarthermie- oder PVAnlagen sowie anderen technischen Aufbauten. Für alle Verlegearten geeignet Die Easy Weld Pro Bahnen können mit dem Carlisle Induktionssystem im Feldbefestigungsverfahren windsogsicher fixiert werden. So sind der spätere, beschädigungsfreie Rückbau und eine Wiederverwendung der Abdichtungsbahnen möglich. Auch die herkömmliche mechanische Befestigung in der Überlappung ist möglich, sowie die Verklebung mit einem geeigneten Carlisle Klebstoff auf fast allen gängigen Untergründen oder die lose Verlegung unter Auflast. Das beinhaltet auch die Ausbildung von wurzelfesten Dachbegrünungen auf der Grundlage von DIN EN 13948. Flachdachabdichtung der neuen Dimension Die Fillbach Dach-Handel GmbH feierte Ende Juli ihr 50-jähriges Firmenjubiläum. Heute führt Florian Fillbach das Unternehmen aus Heistenbach im Rhein-Lahnkreis in dritter Generation. Zwei weitere Betriebe im Bereich Metallkantung und Solar ergänzen den Bedachungshandel und machen das Sortiment und Dienstleistungsangebot für Handwerksbetriebe rund ums Dach noch attraktiver. Metalldach, Flachdach, Steildach. Das Rheinland-Pfälzische Unternehmen versteht sich als Vollsortimenter rund um alle Belange am Dach und bietet Handwerkskunden zudem eine breite Palette an Dienstleistungen von Beratung bis Lieferung aufs Dach oder z. B. auch Drohnenservice. “Mein Großvater Eberhard Fillbach kam als Geschäftsführer eines Unternehmens, das Spenglereiartikel produzierte in die Bedachungsbranche. Gemeinsam mit meinem Vater Andreas gründete er 1976 unseren Bedachungshandel. Dieser hat sich über die Jahre sehr erfolgreich entwickelt”, erzählt Florian Fillbach über die Anfänge des Unternehmens. Im Mai 2017 dann der Schicksalsschlag: Beide Gründer verstarben fast zeitgleich aber unabhängig voneinander in nur einer Woche. Florian Fillbach damals gerade 20 Jahre alt war noch dabei, seine Ausbildung zum Dachdecker mit berufsbegleitendem Studium zu absolvieren. Die Ausbildung konnte er zwar abschließen, musste aber gleichzeitig und deutlich früher als geplant den Bedachungshandel übernehmen. Mit viel Arbeitseinsatz konnte Florian Fillbach den Erfolgskurs des Betriebes sogar noch ausbauen. Im März 2021 gründet er mit der Kantmeister GmbH ein weiteres Unternehmen, das auf die Fertigung und Lieferung von Metallelementen für Fassaden und Mauerabdeckungen spezialisiert ist. Mit präzise gefertigten und schnell gelieferten Stehfalz- und Kantteilen unterstützt das Unternehmen heute ebenso wie der Bedachungshandel Handwerksunternehmen in der Region mit maßgefertigten Produktlösungen. Auch andere Bedachungshändler führen Kantmeister-Produktlösungen als Lieferant in ihrem Programm. Ende 2022 kommt mit der Gründung von Fillbach Energy ein weiteres Geschäftsfeld hinzu. Mit der FE Asset Group GmbH bietet man Anlagenplanung und Photovoltaikvertrieb und vor allem die hinter der Solartechnik stehende Elektrikerleistung. “So erschließen wir Dachdeckern das profitable Geschäftsfeld von Solarlösungen am Dach. Wir kümmern uns um alles das, was der Dachdecker nicht so gut leisten kann oder will. Im Sinne des Dachdeckers haben wir verschiedene Elektro-Meisterbetriebe aus der Region, die dann die Anlagen für die Dachdecker von der Genehmigung bis zum Anschluss vornehmen”, so Florian Fillbach. Florian Fillbach ist Geschäftsführer aller drei Unternehmen und sagt: “Zuverlässigkeit und Schnelligkeit sind unsere Trumpfkarten. Hinzu kommt fachliche Kompetenz bei der Beratung. Rund um Koblenz, den Rhein-Lahnkreis bis in den Westerwald liefern wir mit eigenem Fuhrpark. Seit dem Jahr 2020 wird das Unternehmen zudem durch die Partnerschaft in der FDF Kooperation gestärkt. Für uns war das ein wichtiger Schritt, da wir vorher immer kooperationslos waren. Das Netzwerk der FDF nutzen wir heute, um uns mit Kollegen auszutauschen und wir profitieren von den Rahmenbedingungen der Kooperation.” Bedachungshandel, KantManufaktur, Solarlösungen 50 Jahre Fillbach in Heistenbach Zur Jubiläumsfeier von Fillbach am 24. Juli kamen rund 200 Kunden, Mitarbeiter und Branchenvertreter. Eine Hausmesse mit vielen Produkten rund um Dach und Fassade wurde mit Live-Demos von Herstellern ergänzt. Später gab es ein Abendprogramm mit Catering, Getränken und DJ-Musik-Programm. Florian Fillbach führt das Unternehmen aus dem Rhein-Lahnkreis seit 2017.
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