DACH NEWS AUSG. 2/2025 • 32. JHG • VERLAG SCHENSINA • KOSTENLOS www.fdf-dach.de Seite 24 Höchstleistung für Spitzenkräfte. Spezial Dämmstoffe ab Seite 11 Beste Dämm-Lösungen fürs Dach. Hitzewelle? So wirds kühler unterm Dach Rollläden und Hitzeschutz-Markisen können den Hitzeeintrag durch ein Dachfenster um über 5 Grad Celsius reduzieren. Gleichzeitig bedeuten sie für den Handwerksbetrieb nur wenig Zusatzaufwand durch die sehr einfache Montage. Gerade bei Beratungsgesprächen, in denen bei der Wahl der Dachfenstergröße Sorgen vor einem zu heißen Dachgeschoss zu Sprache kommen, sollte man die Hitzeschutzlösungen vorstellen. Vielen Menschen ist gar nicht bekannt, dass es neben den innenliegenden Rollos auch außen vor dem Dachfenster liegende Lösungen gibt, die dem Aufheizen der Dachwohnung deutlich effektiver vorbeugen. Denn dafür ist es wichtig, dass die energiereichen Sonnenstrahlen gar nicht erst auf die Scheibe treffen. Die Premium-Lösung für den Hitzeschutz sind Rollläden. Sind sie tagsüber geschlossen, können sie den Hitzeeintrag durch die Dachfenster um über fünf Grad Celsius reduzieren. Bei einem Neubau mit Elektro-Fenstern bietet es sich an, auf den Elektro-Rollladen zu setzen. Für Modernisierung oder Nachrüstung ist die solarbetriebene Variante prädestiniert. Dank integrierter Solarzelle ist sie energieautark und für den Betrieb müssen keinerlei Kabel verlegt werden. Die Bedienung erfolgt per zum Lieferumfang gehörenden Funk-Wandtaster. Mit dem Zubehör „Velux App Control“ lassen sich Rollläden auch per Smartphone und Sprachbefehl steuern oder mit „Velux Active“ sogar zusätzlich automatisch auf Basis von Innenraumtemperatur und Wetterdaten: Dann schließen sich die Rollläden von selbst, wenn ein Aufheizen der Wohnung droht. Aber auch andere Verschattungslösungen sorgen für ein Herunterfahren der Raumtemperatur wie Hersteller Velux ermittelt hat. Wer neben Verschattung auch den Austausch eines alten wenig energiesparenden Dachfensters gegen ein neues vornimmt, kommt bei der Innentemperatur im Sommer nochmals deutliche runter. Die Mess-Ergebnisse je Lösung von Velux zeigt die Grafik. GROSSHANDEL Die Werner Flosbach GmbH aus Marienheide feiert ihr 60-jähriges Bestehen. Seite 2 Auch der Bedachungsfachhandel Dieter Kurth GmbH aus Burscheid erreicht das 60. Firmenjubiläum. Seite 19 DACH-SANIERUNG Die ehemalige denkmalgeschützte Rats-Apotheke im Zentrum von Oldenburg glänzt mit neuem Steildach. Gleichzeitig wurden die Terrassen neu abgedichtet. Seite 8 Die Komplett-Sanierung eines MAN-Hauses Baujahr 1952 überzeugt vor allem mit der Lichtlösung über Dachfenster. Seite 16 SPEZIAL DÄMMSTOFFE Die Kombination verschiedener Dämmstoffe macht ein Einfamilienhaus in Frankfurt zum Traum auf mehreren Ebenen. Seite 11 Solarrock-Platten aus Steinwolle ermöglichen die Nutzung eines Kita-Daches für Photovoltaik. Seite 13 Ein altes Amtsgerichtsgebäude wird durch Umbau zum Wohnhaus. Der Dachausbau erfolgt mit Aufsparrendämmung und vorgefertigten Gauben. Seite 14 KI für den Dachbau? Dachbauunternehmen können schon heute KI in allen Phasen eines Auftragsdurchlaufs nutzen, sagt Thorsten Moortz: “KI managt Kontaktanfragen, KI übernimmt die Anlage der Kundendaten, es folgen Angebot und Präsentation mit KI. Und auch Baubesprechungen, Baufortschrittsdokumentation, Gewerkeplanung bis Abgleich von Bestellung und Rechnung. KI ist überall arbeitserleichternd dabei.” Thorsten Moortz ist Digitalexperte und berät Handwerksbetriebe beim Einsatz von KI. Im Exklusiv-Interview mit unserer Zeitung gibt er Tipps, wie Handwerker die neue Technik nutzen und wie sie in die Digital-Revolution richtig einsteigen. Das KI-Interview: Seite 3. Natürlich beschäftigen wir uns in dieser Ausgabe auch mit dem Dachbau an sich. Unser Titelbild zeigt ein eindrucksvolles Sanierungsprojekt in Potsdam. Das denkmalgeschützte ‘Schweizer Haus’ wurde von Bitumendach auf Schiefereindeckung saniert und wirkt nun wieder, als stünde es in den Schweizer Alpen. Den Sanierungs-Bericht lesen Sie auf Seite 4. Künstliche Intelligenz kurz KI ist die neue Tech-Revolution, die alle Wirtschaftsbereiche erfasst. Das Handwerk wird da keine Ausnahme sein. Auch wenn KI keine Dächer bauen wird, können Dachbaubetriebe fast alle Prozesse im Betrieb mit KI effizienter machen. KI macht Dachbauunternehmen schneller und spart Geld. 0000 000 Bild: Rathscheck Schiefer Optimaler Zugang zum Flachdach von Dolle. Seite 5 ZVDH-Hauptgeschäftsführer Ulrich Marx im DachNews Fragebogen. Seite 23 Austausch altes gegen energieeffizienteres Dachfenster & Einsatz Verschatttungslösung Einsatz der Verschattungslösung -2,1°C -4,2°C -5,3°C -5,3°C Verdunklungs-Rollo Lichtdurchlässige Markise Verdunkelnde Markise Rollladen Um so viel Grad sinkt die Raumtemperatur beim ... -5,1°C -7,8°C -8,9°C -8,9°C
3 NEWS DACH 2/25 2 “Als mein Großvater Werner Flosbach 1965 das Unternehmen gründete, hatte er die Idee, Handwerker mit Klempnermaterial, Blei und Bedachungsmaterialien zu beliefern. ‘Willst Du Blei, ruf 283’ war mit Blick auf unsere damalige Telefonnummer der Werbespruch”, erzählt Carina Flosbach über die “Start-UpZeit” des Dachbaustoffhandels aus dem Bergischen Land. Heute führt Carina Flosbach das Unternehmen in dritter Generation seit 2022 als eine der wenigen Frauen in Führungsposition in der Bedachungsbranche. Dazu sagt sie: “Als ich 2019 in die Geschäftsleitung eingestiegen bin, war ich auf Branchentreffen oder Lieferantenterminen oft die einzige Frau im Raum. Das hat sich in den letzten Jahren spürbar verändert. Die nächste Unternehmergeneration ist dabei, Verantwortung zu übernehmen – und damit kommen neue Denkweisen, mehr Diversität und auch mehr Frauen in Führungspositionen.” Die Flosbachgruppe hat heute 8 Standorte und beliefert Dachhandwerker in einem Einzugsgebiet zwischen dem südlichen Ruhrgebiet, dem Kölner Raum bis zur Grenze nach Rheinland-Pfalz. Es werden aber auch regelmäßig Baustellen und Kunden über dieses Gebiet hinaus mit Baumaterial versorgt. Im Liefersortiment des Bedachungshandels ist das komplette Sortiment für Steildach, Flachdach und vorgehängte Fassade mit Wärmedämmung, Dachentwässerung, Befestigungen, Bauchemie, Werkzeuge usw. bis hin zum Kant- oder Kranservice sowie der Planung von PV-Anlagen. “Wir haben über die Jahre enorme Erfahrung rund um das Geschäft am Dach aufgebaut. Vor allem kompetente Mitarbeiter gepaart mit Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit haben uns erfolgreich gemacht”, so Carina Flosbach. “Für unsere Kunden zählt, dass die richtigen Produkte zur richtigen Zeit auf der Baustelle sind. Darauf muss man sich im Handwerk verlassen können und das bieten wir mit breitem Sortiment und leistungsfähigem Fuhrpark”, so die Unternehmerin. Schon 1977 brachte diese Erfolgs-Strategie die erste Erweiterung: eine Niederlassung in Remscheid am Ostbahnhof kam zum Stammsitz in Neeskotten hinzu. 1980 folgte der Import eigenen Schiefers aus Spanien als weiteres Standbein. “Im Bergischen Land, das ein Dreieck zwischen Remscheid, Solingen und Wuppertal bildet, ist Schiefer nach wie vor ein beliebter und traditioneller Baustoff für Dach und Wand. Auch beim Schiefer kann das Unternehmen also auf jahrzehntelange Erfahrung zurückgreifen”, führt Carina Flosbach an. 1987 wurde dann der Bedachungshandel Karl Zimmermann in Remscheid übernommen. 2004 wurde die Alma Dach, Wand und mehr Handels-GmbH ebenfalls aus Remscheid in die Unternehmensgruppe integriert. 2009 folgte dann eine weitere Unternehmensniederlassung in Ruppichteroth. Im Jahr 2016 wurde der Stammsitz von Wipperfürth nach Marienheide-Rodt verlegt. Nur ein Jahr später wuchs die Gruppe erneut durch die Integration der Strierath Alles für Dach und Wand GmbH mit Standorten in Neuss, Langenfeld und Düsseldorf. Schon früh erkannte der ehemalige Unternehmenslenker Dieter Flosbach, dass ein starker Marktauftritt auf Dauer nur in einer starken Gemeinschaft Gleichgesinnter funktionieren kann. Deshalb gründete er bereits 1988 mit sieben weiteren Bedachungshändlern die FDF, eine auf Dachbaustoffe spezialisierte Fachkooperation, die heute in Deutschland und den angrenzenden Ländern erfolgreich agiert. “Die FDF ist für uns seit vielen Jahrzehnten ein verlässlicher Partner – sowohl in der Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten als auch im Netzwerk mit anderen Händlern,” so Carina Flosbach. Und weiter: “Die von der FDF ausgehandelten Konditionen bieten eine stabile Basis für wettbewerbsfähige Einkaufsbedingungen. Darüber hinaus schätzen wir den regelmäßigen Austausch und die strategischen Informationen, die uns helfen, Trends frühzeitig zu erkennen und unsere Position im Markt zu stärken. Die FDF ist damit weit mehr als eine Einkaufsgemeinschaft – sie ist auch Impulsgeber und Wegbegleiter.” Flosbach feiert 60 Jahre Dachbaustoffhandel Mit rund 300 Gästen feierte der Bedachungshandel Werner Flosbach GmbH in Marienheide im Bergischen Land (NRW) Ende Juni sein 60zigstes Bestehen. Vom ehemaligen Blei-Lieferanten hat sich die Flosbach-Gruppe zum zuverlässigen Partner des Dachhandwerks in der Region mit acht Standorten entwickelt. FDF Geschäftsführer Heinz Slink gratuliert der geschäftsführenden Gesellschafterin der Flosbach Gruppe Carina Flosbach im Namen der FDF. Flosbach ist Gründungsmitglied der FDF Kooperation. Ende Juni feierte der Dachbaustoffhandel Flosbach mit 300 Gästen am Stammsitz in Marienheide ein tolles Fest zum 60. Jubiläum mit interessanten Gesprächen, gutem Essen, Musik und Tanz. Wie aktuell und wichtig ist das Thema KI für Handwerksbetriebe? Moortz: Es werden im Augenblick weltweit Unsummen an Billionen Dollar in diese Technologie investiert. Im Vergleich dazu sind unsere sagenhaften Milliarden-InfrastrukturProgramme Peanuts. KI wird alle Bereiche unserer Wirtschaft und unseres Privatlebens berühren. Und auch im Handwerk ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, die sich jeden Tag erweitern. Wenn man die grundlegenden Anwendungen der Tools verstanden hat, kann man Schritt für Schritt den Nutzen der Technik erweitern. KI spart im Handwerksbetrieb Zeit und Nerven. Bedenken Sie, wenn Sie täglich nur 5 Minuten Arbeit im Betrieb sparen, bringt das aufs Jahr in Geld umgerechnet etwa 800 Euro. Und mit KI kann man viel Zeit sparen. Übernimmt denn die KI in Zukunft Planung und Kreativität im Handwerk? Moortz: Ganz wichtig ist es zu verstehen, dass KI immer nur ein sehr guter Assistent ist. Um so besser Du - also der Anwender – bist, diesem Assistenten eine Arbeitsaufgabe zu übergeben, umso besser arbeitet KI auch für Dich. Wenn Du eine doofe Frage stellst, kommt eine doofe Antwort raus. Es kommt also auf Deine Struktur an, ein gutes Ergebnis zu erzielen. Am Ende geht es um die Förderung von Kundenorientierung. KI übernimmt Routineaufgaben und schafft mehr Zeit im Betrieb. Machen Sie das mal konkret? Moortz: Das ist z. B. die automatische Erfassung von Kundendaten. Terminplanung kann man heute komplett KI-gestützt machen. Das läuft über sogenannte Voice-Agents, also einen Sprachassistenten, der Deine Termine vereinbaren kann. Am spannendsten ist aber der Bereich der Angebotserstellung. Hier werden die früheren erfolgreichen Projekte des Betriebes genommen und daraus werden neue Budgetplanungen für neue Projekte gemacht. Angebot erstellen hört sich spannend an. Wie geht das? Moortz: Man füttert die KI mit Daten aus meiner Firma, also z. B. alte Angebote zu Dachsanierungen, Rechnungen, Entwürfen etc. Hinzu kommt eine Verknüpfung zu den aktuellen Produktkatalogen und Daten der Hersteller. Dann kommt eine neue Auftragsbeschreibung per Ausschreibungstext oder eine Skizze oder mündliche Beschreibung des neuen Projekts. Und daraus entsteht tatsächlich durch die Magie der KI ein neues Angebot in Echtzeit. Das spart Stunden von Arbeit. Natürlich muss man noch ein wenig überarbeiten, was die KI falsch verstanden hat und nochmal nachbessern. Heißt, die KI ist nicht perfekt und der Anwender bleibt verantwortlich für das Ergebnis, das herauskommt. Wir sparen aber enorm viel Zeit und Arbeit für den Budgetvorschlag an den Kunden. Diesen Vorschlag können Handwerker dann sogar über KI visualisieren lassen und dem Kunden darstellen. warelösung - das ist ein echter Gamechanger für jeden Handwerker. Damit kannst Du auf der Baustelle einfach drauf los reden, und die App macht daraus strukturierte Texte. Dazu ChatGPT für Texte und E-Mails, Perplexity für Recherchen und Gamma.ai für Präsentationen. Gamma erstellt Dir aus ein paar Stichworten beeindruckende Angebotspräsentationen, die Deine Kunden vom Hocker hauen. Die Kombination kostet Dich keine 50 Euro im Monat. Der Trick ist: Nutze diese Tools täglich für echte Probleme. Erst wenn Du merkst, wo die Grenzen sind, investierst Du weiter. Viele Betriebe machen den Fehler und kaufen gleich teure Spezialsoftware, die dann ungenutzt rumliegt. Brauche ich als Handwerker eine Weiterbildung oder ist KI learning by doing? Moortz: Beides - aber in der richtigen Reihenfolge. Wir machen für das ganze Team eine kurze Schulung von zwei bis drei Stunden. Da lernen alle die Grundlagen und vor allem, was rechtlich okay ist. Denn wenn einer aus Versehen Kundendaten falsch verwendet, wird's teuer. Nach der Schulung geht's an die praktische Umsetzung. Wir schauen zusammen: Welche Aufgaben nerven Dich täglich? Welche Prozesse laufen schon gut? Welche Daten hast Du verfügbar? Daraus entwickeln wir konkrete Projekte. Bei längeren Terminen setzen wir auch schon direkt um. Der größte Fehler ist, mit KI Probleme lösen zu wollen, die seit 15 Jahren nicht funktionieren. Das ist wie ein Maurer ohne Bauplan - kommt nur Murks dabei raus. Erst die Prozesse hinkriegen, dann automatisieren. Zum Beispiel? Moortz: Der Monteur diktiert seine Arbeitszeiten während der Fahrt in VoicePen, die KI macht daraus automatisch einen strukturierten Arbeitsbericht. Was früher 30 Minuten Schreibarbeit war, dauert nur noch 2 Minuten Nachbearbeitung. „KI spart im Handwerk Zeit und Nerven" Künstliche Intelligenz ist gerade das Thema, das Unternehmen aller Größen und Branchen aktuell massiv verändert. Auch Handwerksbetriebe können die neue Technologie gezielt einsetzen und dabei Zeit sparen und gleichzeitig die Qualität fast aller Prozesse im Geschäftsablauf verbessern. Wie das geht, verrät Thorsten Moortz. Er ist Unternehmensberater im Handwerk und Spezialist für KIAnwendung im Handwerk. Lesen Sie seine Tipps, was Sie jetzt mit KI in Ihrem Betrieb besser machen können und wie Sie ins Thema richtig einsteigen. Was gibt es noch für Anwendungen? Moortz: Ein Handwerkskunde, den wir derzeit in diesem Bereich beraten, hat vom ersten Kontakt also z. B. Telefon-Erstkontakt direkt einen KI-Assistenten mitlaufen. KI hört also sozusagen mit, was der Berater sagt. Nicht, was der Kunde sagt, dafür bräuchte man seine Einwilligung. Die Maschine gibt dann während des Telefonats der beratenden Mitarbeiter Vorschläge für Fragen und Antworten. Also z. B. die Aufforderung 'Du hast vergessen nach der Telefonnummer zu fragen' oder 'Du hast seine Bedürfnisse nicht richtig abgefragt'. Interessiert sich der Kunde z. B. bei der Dacherneuerung auch für eine Photovoltaikanlage? So können auch nicht so gut ausgebildete Mitarbeiter eine sehr gute Erstkundenberatung machen und Aufträge erschließen. Aber eigentlich erreicht KI alle Phasen eines Auftragsdurchlaufs? Moortz: Richtig. Nach der Anlage der Kundendaten folgen Angebot und Präsentation. Auch der Vertragsabschluss ist KI-gestützt. Da prüft die KI z. B. ob alle erforderlichen Dokumente vorhanden sind. Sogar die Erstellung von Zahlungsplänen mit konkreten Terminen übernimmt die KI. Dann folgt die Projektabwicklung: Dazu gehört eine KI-generierte Handwerkerplanung, z. B. von Fremdgewerken, Verzögerungsprognosen oder die automatische Fortschrittsdokumentation. Hinzu kommt der Materialabgleich mit den Planungsdaten. Beim Projektabschluss gibt es dann eine KI-gestützte Auswertung von Kundenfeedback, digitale Abnahmelisten, die automatische Erstellung von Bedienungsanleitungen, eine umfassende Baudokumentation und die Rechnungsprüfung gegen die Bestellungen. KI ist immer dabei. Wie steigt ein Dachdecker, der bislang wenig bis keine Erfahrung im Umgang mit KI in seinem Betrieb hat, am besten in das Thema ein? Moortz: Sinnvoll ist es sich z. B. die App VoicePen aus dem App Store zuzulegen. Die zeichnet beliebig lange Deine Gespräche auf und transkribiert diese von Sprache in Text. Lange Gespräche werden damit sinnvoll zusammengefasst und können dann für weitere Nutzung mit KI genutzt werden. Du redest also z. B. bei einer Baustellenbesichtigung einfach drauf los, was Du an Anforderungen siehst. VoicePen fasst zusammen. Um dann daraus ein Bauprotokoll zu erhalten, muss ich der KI noch eine Struktur vorgeben, also z. B. ein altes Protokoll. Dann wird die KI aus den Aufzeichnungen diese Struktur mit den neuen Gegebenheiten aufbauen. Das kann man überall einsetzen: Baubesprechungen, Kundengespräche, Arbeitsaufgabe an die KI. Denn bei allen anderen KI-Tools, egal ob Du ChatGPT, Perplexity oder Gemini nimmst, kann man eine Arbeitsanweisung, den sogenannten Prompt für die KI hinterlegen. Diesen wendet KI dann immer wieder an. Wenn man diesen Grundsatz verstanden hat, kann man mit KI-Nutzung los legen. Welche Tools sind für den Einstieg am besten, was muss ich kaufen? Moortz: Fang erst mal mit kostenlosen Tools an, bevor Du teure Software kaufst. Meine Empfehlung für den Start: VoicePen als App für etwa 50 Euro im Jahr oder Plaud als HardThorsten Moortz ist Marketingexperte für die digitale Kommunikation in der Baubranche. Er ist der unumstrittene Vorreiter, wenn es darum geht, die Digitalisierung und die Methoden der künstlichen Intelligenz zur Reduktion administrativer Aufgaben im Handwerksbereich einzusetzen. Als erfahrener Mentor, Strategieberater, Vortragsredner, Marketing-Experte und Coach im Handwerk hat er sich einen Namen gemacht, indem er Handwerksbetriebe in die digitale Zukunft führt. In seiner Beratungsfirma "handwerk.live" arbeiten mittlerweile 11 feste "Crew-Mitglieder" daran, mit Spezialwissen die Unternehmen bei der Umsetzung der entwickelten Strategien zu unterstützen. Mehr Infos und Kontakt: www.handwerk.live Zur Person
NEWS DACH 2/25 4 Durch seine traumhafte Umgebung inmitten urwüchsiger Natur gilt Klein Glienicke seit jeher als idyllisches Kleinod. Diese besondere Lage wusste auch schon Prinz Carl von Preußen zu schätzen. Zwischen 1862 und 1867 ließ der dritte Sohn von König Friedrich Wilhelm III. in Sichtweite zum Jagdschloss Glienicke neun Häuser nach Schweizer Vorbild durch den Architekten Ferdinand von Arnim errichten. Ein zehntes Schweizer Haus ließ ein Privatmann bauen. Während der deutschen Teilung lag Klein Glienicke als Ost-Enklave auf West-Berliner Gebiet und war nur über eine kontrollierte Parkbrücke erreichbar. Im Zuge des Mauerbaus hatte sich die DDR-Führung deshalb entschieden, zahlreiche Gebäude der einst prachtvollen Gemeinde komplett abzubrechen, um so eventuelle Fluchtversuche unterbinden zu können. Zu den seinerzeit zerstörten Bauten zählen auch fünf der neun Schweizer Häuser. Der verbliebene Rest des Ensembles gehört seit 1991 zum Denkmalbereich Berlin Potsdamer Kulturlandschaft und damit zur Liste der Weltkulturerbe. Ein Schweizer Idyll in preußischer Landschaft „Charakteristisch für die Schweizer Häuser sind die weit auskragenden Dächer, die aufwendigen Holzschnitzereien an Balkonen und Austritten sowie die reich verzierten Fassaden auf einem massivem Felssteinsockel“, beschreibt Magnus Creutzfeldt die charakteristischen Merkmale des Schweizer Haus-Stils, der im 19. Jahrhundert das damalige Ideal von Naturverbundenheit verkörperte. „Die Idee des Bauherrn war verbunden mit der Illusion, über die Alpen nach Italien zu reisen – also mit dem Pferd durch ein Quartier von Schweizer Häusern zum Schlossgarten Glienicke mit seiner italienisch anmutenden Architektur von Peter Josef Lenné zu reiten.“ Als das Berliner Büro Linie Creutzfeldt Architekten 2021 mit der Sanierung des Hauses beauftragt wurde, da präsentierte sich das Gebäude baulich stark gealtert. Die Spuren von 160 Jahren wechselvoller Geschichte zeigten sich insbesondere am Holzdach mit seinen zahlreichen provisorischen, weit vom ursprünglichen Zustand entfernten Instandsetzungen. Der Originalgrundriss und vieles der historischen Bausubstanz waren aber weitgehend erhalten geblieben. „Ziel der denkmalgerechten Sanierung war es, die bauzeitliche Gestaltung wieder hervorzubringen und gleichzeitig die Patina des Gebäudes zu erhalten“, berichtet Magnus Creutzfeldt. Die besondere Herausforderung dabei: Die Fassaden waren einst geschmückt durch reiche Ornamente aus Gips, Sand und Kalk, die bauzeitlich von Kunstmalern imitierte Holzstruktur ist dagegen bis heute erhalten geblieben. Creutzfeldt, selbst vor seinem Architektur-Studium ausgebildeter Zimmermann und aufgewachsen am Bodensee: „Mit dem alpinen Blockhausbau Holzbau hatten die norddeutschen Baumeister in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wenig Erfahrung und so imitierte man beispielsweise Schnitzereien mit den handwerklichen Techniken, die man beherrschte.“ Ausgehend von dieser besonderen Situation folgte ein zwölfmonatiger Abstimmungsprozess mit allen Beteiligten, bevor die siebenmonatige Bauphase beginnen konnte. Ausgehend von einem restauratorischen Gutachten wurden dabei in Zusammenarbeit mit den Restauratorinnen von Hirsch, Rütt und Partner Putzschichten ergänzt oder erneuert, die künstliche Holzmaserung auf dem Putz mit zwei Schichten Silikatfarbe originalgetreu nachempfunden und die in Stuck imitierten Holzverzierungen nachgebildet. Ebenso wurden Holz-Balkone instandgesetzt und schadhafte Balkenkonstruktionen originalgetreu ergänzt. Neues Schieferdach nach historischem Vorbild Ein zentrales Element der Restaurierung war die Sanierung des 270 Quadratmeter großen, um 22 Grad geneigten Satteldachs mit seinen großen Dachüberständen. Zuletzt war die Fläche zu DDR-Zeiten mangels Kapitals und vorhandener Alternativen mehrfach mit Bitumen abgedichtet worden, zur Instandhaltung von Traufleisten und Ortgängen war notdürftig günstiges „Duroplast“ zum Einsatz gekommen. Im Rahmen der Sanierung wurden diese provisorischen Baustoffe wieder abgetragen und das Dach mit rechteckigen Schiefersteinen der Marke InterSIN von Rathscheck Schiefer neu eingedeckt. Das Unternehmen mit Sitz in Mayen in der Eifel zählt zu den führenden Schieferproduzenten weltweit und besitzt eigene hochwertige Vorkommen in Spanien: „Mit der Wahl dieses Millionen Jahre alten Materials sind wir der Originaleindeckung am nächsten gekommen“, wie Magnus Creutzfeldt erklärt. „Hinzu kommt, dass Schiefer ein nachhaltiges Naturmaterial ist, das durch seine Langlebigkeit bei einer Denkmal-Sanierung unschlagbar ist.“ Hinterlüfteter Dachaufbau Im Vorfeld der Neueindeckung wurden zunächst die vorhandenen Dachbalken durch die Mitarbeiter der beauftragten Zimmerei Schmiechen & Grüber GmbH in Teilen erneuert. Das betraf insbesondere verschiedene teilweise freiliegenden Konstruktionshölzer, bei denen der konstruktive Holzschutz nicht so gut Das „Schweizer Haus“ im Potsdamer Stadtteil Klein Glienicke wurde 1867 nach Schweizer Vorbild in romantisierender Architektursprache fertiggestellt. Nach aufwendiger Sanierung durch das Berliner Architekturbüro Linie Creutzfeldt Architekten erinnert der Bau heute wieder an eine wechselvolle Geschichte zwischen mondäner Noblesse und DDR-Tristesse in Grenzlage. Das zuletzt mit Bitumen eingedichtete Dach wurde mit Schiefersteinen von Rathscheck eingedeckt. ausgeführt war und sich im Laufe der Zeit Fäulnis ausgebreitet hatte. Sämtliche weiteren Dacharbeiten erfolgten durch den auf die Sanierung von Baudenkmälern spezialisierten Dachdeckerbetrieb Blank aus dem nahe gelegenen Schwielowsee. Über den Sparren brachten die Mitarbeiter des Unternehmens zunächst eine 24 Millimeter dicke Sichtschalung aus Kiefer auf, darüber folgten eine naht- und perforationsgesicherte Unterdeckbahn, eine 30 x 50 Millimeter starke Konterlattung mit Nageldichtbahn sowie eine 40 x 60 Millimeter dicke Lattung, um abweichend vom Originalzustand einen hinterlüfteten Dachaufbau zu erhalten. Im nächsten Schritt konnte mit der Schiefereindeckung begonnen werden. Passend zum Stil des Hauses und angelehnt an die Optik typischer Steinlege-Dächer aus dem Berner Oberland wurde eine sogenannte RechteckDoppeldeckung ausgeführt: „Ausgehend von der erforderlichen Höhenüberdeckung von 12 Zentimetern haben wir 60 x 30 cm große, hochkant verlegte Schiefersteine verwendet, um im Ergebnis eine sichtbare Höhe von 24 Zentimetern zu erhalten“, erläutert Dachdeckermeister Nils Blank. „Die Steine der dritten Reihe überdecken die Steine der ersten Reihe somit um 12 Zentimeter.“ Das Ergebnis überzeugt auf den ersten Blick: Die lediglich fünf Millimeter dünnen, im halben Verband angeordneten und jeweils mit mindestens zwei Schiefernägeln befestigten Steine von Rathscheck Schiefer verbinden das historische Vorbild mit geringem Flächengewicht und zeitlosästhetischer Anmutung. Individuelle Lösungen Besondere Lösungen erforderten insbesondere die verschiedenen Dachabschlüsse. Das betrifft zum einen den abgetreppten Traufbereich mit dem als Verzierung integrierten Schleierbrett: „Für einen sicheren Aufbau wurden zusätzlich ein dreifach gekanteter Traufstreifen, ein Lüftungsgitter sowie ein zusätzliches Abtropfblech auf der Traufkeilbohle integriert“, so Magnus Creutzfeldt. „Darüber hinaus haben wir im Bereich der Dacheinschnitte zusätzliche Ableitbleche eingefügt, die auf die Hauptdachflächen entwässern, um rückspritzendes Wasser an den stirnseitig angrenzenden Traufdeckungen zu verhindern und so die fehlende Regenrinne zu ersetzen.“ Für einen zusätzlichen Schutz gegen Regenwasser sind sämtliche Ortgänge als Zahnleiste und mit 80 Millimeter überstehenden Schiefersteinen ausgeführt: „Eine Besonderheit der Dachkonstruktion ist außerdem der zweiseitig eingerückte Lüfterfirst, der von der Giebelseite her um rund zwei Meter eingerückt wurde, um die entstandene 'Dachhaube' giebelseitig nicht sichtbar werden zu lassen“, so Nils Blank. Viele der getroffenen Entscheidungen sind dabei auch dem Verständnis und dem Mut des Bauherrn zu verdanken: „Das betrifft insbesondere den Rückbau der Dachrinne und Regenfallrohre sowie die Wiederherstellung der Bodenrinne, die sich sämtlich nicht in den DIN-Normen wiederfinden“, wie Magnus Creutzfeldt ergänzt. Im Zusammenspiel der verschiedenen Maßnahmen ist eine bautechnisch sichere Neueindeckung gelungen, die sich harmonisch in das bestehende Bild einfügt und die gleichzeitig auch den hohen Ansprüchen der Denkmalpflege genügt. Welterbe mit Schieferdach DOLLE Ausstieg: Optimaler Zugang zum Flachdach Energieeffizienz und Sicherheit Umlaufend im Deckel befindet sich der Snow-Guard-Schneeschutz. Er hält Laub oder Schnee draußen, lässt Luft aber zirkulieren. Der gesamte Flachdachausstieg wird dadurch gut belüftet und die Bildung von Schimmel und Kondenswasser minimiert. In Verbindung mit den top-gedämmten, luftdichten Bodentreppen, ist der DOLLE Flachdachausstieg ein rundum gut gedämmtes Bauteil. Wirtschaftlich und kostenbewusst Die Montage des Flachdachausstieges gelingt dank modularer Bauweise schnell in drei Schritten: Montage Bodentreppe, Montage Zwischenrahmen, Befestigung des Deckels am Flachdachausstieg. Die Bauteile sind so leicht, dass sie ohne Kran von einer Person allein bewegt und montiert werden können. Der Ausstieg wird je nach baulichen Anforderungen mit mehreren Zwischenrahmen geliefert, die ausgehend von der Bodentreppe aufeinandergesetzt werden. Für einen bequemen Zugang sind in den Rahmen standardmäßig Zusatzstufen aus Aluminium eingebaut. Der DOLLE Flachdachausstieg erlaubt den einfachen, kostengünstigen und sicheren Zugang zum Dach. Er liefert Bodentreppe, Zwischenrahmen für die individuelle Höhe und den Dachausstieg in einem. Zudem ist er leicht einzubauen, zu bedienen und verfügt über eine integrierte Belüftung sowie effektiven Schneeschutz. Bei der Bodentreppe besteht die Wahl zwischen 4 verschiedenen Modellen. Die clickFIX-Bodentreppen tragen das QNG readySiegel und sind in der Datenbank der DGNB zu finden. Der DOLLE Flachdachausstieg: • Bodentreppe + Zwischenrahmen + Dachausstieg = individueller Flachdachausstieg aus einer Hand • Bequemer Aufstieg über eine gedämmte Bodentreppe • Zusätzliche Stufen im Rahmen vormontiert • Integrierte Belüftung verhindert Bildung von Kondenswasser und Schimmel • Snow-Guard-Schneeschutz verhindert Eindringen von Laub und Schnee • Leichtes Öffnen und Schließen mit Gasdruckfedern im Deckel • Deckel mit Gefälle – keine Wasseransammlung Seit 2010 steht der Gründl Bedachungsfachhandel als familiengeführter Fachhandel für Dach und Fassade für Dachdecker, Zimmerer und Klempner zur Realisierung von Bauprojekten zur Seite. Passend zur Unternehmensgründung am 5. Juli 2010 wurde nun am 5. Juli 2025 mit einem Fest auf dem Betriebsgelände die ersten erfolgreichen 15 Jahre gefeiert. Mit dabei waren rund 200 Wegbegleiter, Kunden und Lieferanten des Unternehmens. Gegründet wurde der Bedachungsfachhandel von Jürgen Gründl. Inzwischen ist die Geschäftsleitung in zweiter Generation an die beiden Söhne von Jürgen Gründl Alexander und Sebastian in Form einer GmbH übergegangen. Vom Standort in Sömmerda (Thüringen) werden Produkte rund ums Dach auf die Baustellen in der Region geliefert oder stehen zu Abholung auf dem Betriebsgelände in der Rohrborner Chaussee bereit. Gründl Bedachungsfachhandel feiert 15 Jahre 5 Belegschaft und Geschäftsleitung des Gründl Bedachungsfachhandels sind stolz auf 15 erfolgreiche Jahre im Markt.
6 7 Der Verkauf und Einbau von Velux Dachfensterkombinationen wird für das Handwerk 2025 noch einmal deutlich attraktiver. Einerseits erleichtert die Preissenkung von durchschnittlich ca. 30 Prozent für KombiEindeckrahmen die Entscheidung für eine Lichtlösung statt eines einzelnen Dachfensters erheblich. Andererseits erweitert der Dachfensterhersteller das Angebot seiner im letzten Jahr schon für die gängigsten Dacheindeckungen eingeführten Kombi-Eindeckrahmen mit der patentierten, flexiblen Mittelrinne weiter. Der vereinfachte Einbau ist dank der Aufnahme des EKQ in das Sortiment jetzt auch in Metall-Dächer möglich. Ebenso sind Varianten für flache Ziegel von 1,5 bis 4 cm Höhe (EKT Flachziegel) und Biberschwanz-Ziegel in Doppeldeckung bis 3,8 cm Höhe (2x 1,9 cm) erhältlich (EKB Biberschwanz). Zudem bietet Velux den Kombi-Eindeckrahmen Ziegel hoch/Welle (EKW) seit Mai 2025 auch als Paket ohne Dämm- und Anschluss-Set BDX, aber inkl. Anschlussschürze BFX und Wasserableitrinne für den regensicheren Dachanschluss, an. So ist das Zubehör auch auf Einbausituationen wie den 1:1 Fensteraustausch, in denen das mitgelieferte Dämm- und Anschluss-Set aus Platzgründen nicht verbaut werden kann, passgenau zugeschnitten. „Die Rückmeldungen von den Handwerksbetrieben auf die Einführung des Kombi-Eindeckrahmens im letzten Jahr waren so positiv, dass wir das Angebot gern auf weitere Dacheindeckungen erweitern“, erklärt Kevin Bode, Produktmanager bei Velux. „Durch das passgenaue Einbauzubehör ist die Montage für die Handwerksbetriebe schneller, einfacher und sicherer.“ Wie das Dämm- und Anschlussset wird die neue flexible Mittelrinne künftig standardmäßig als Zubehör im Lieferumfang der Kombi-Eindeckrahmen-Ausführungen enthalten sein. Handwerksbetriebe erhalten mit nur einer Bestellung alles, was für den Einbau der Mehr Varianten, geringerer Preis Lichtlösung benötigt wird. Dank der Flexibilität der Mittelrinne ist die Passgenauigkeit dann in jeder üblichen Einbausituation gewährleistet. Sie erleichtert insbesondere den Einbau nebeneinanderliegender Fensterkombinationen unter Erhalt des Sparrens und in AustauschSituationen mit Erweiterung der Fensterfläche auf eine Zweier-Kombination. Bisher musste vor dem eigentlichen EinbauTermin der Sparrenabstand gemessen werden, um die Mittelrinne im exakt richtigen Abstand zu bestellen. Um diesen Schritt einzusparen und etwa beim Austausch auch Einbausituationen mit schiefen Dachsparren einfacher meistern zu können, führte Velux 2024 dafür die flexible Mittelrinne ein. Sie sorgt für deutlich mehr Flexibilität beim Einbau und eignet sich für Abstände von 10 - 16 cm zwischen den Dachfenstern. Bei der Montage wird sie unterhalb des linken Dachfensters angesetzt und dann auf den richtigen Fensterabstand eingestellt. Mit der Einführung der neuen Kombi-Eindeckrahmen-Varianten hat Velux auch deren Preis um etwa 30 Prozent gesenkt, so dass das Handwerk nicht nur von der erleichterten Montage profitiert, sondern Lichtlösungen auch zu einem attraktiven Preis anbieten kann. Velux bietet seinen Kombi-Eindeckrahmen mit der patentierten, flexiblen Mittelrinne jetzt auch für Metall-Dächer (links), Biberschwanz-Doppeldeckung (Mitte) und Flachziegel (rechts) an. Velux liefert mit einer Preissenkung von durchschnittlich etwa 30 Prozent für seine Kombi-Eindeckrahmen mit flexibler Mittelrinne gute Argumente für den Einbau von Lichtlösungen. Zudem ist er ab sofort auch für Metall-Dächer, Flachziegel und Biberschwanz-Doppeldeckung erhältlich. Vereinfachte Montage von Lichtlösungen Der Kombi-Eindeckrahmen Ziegel hoch/Welle (EKW) ist ab Mai 2025 auch als Paket ohne Dämmund Anschluss-Set BDX, aber inkl. Anschlussschürze BFX und Wasserableitrinne für den regensicheren Dachanschluss, erhältlich. Das 130-jährige Bestehen eines Unternehmens feiern zu können, ist keine Selbstverständlichkeit. Noch seltener ist es der Fall, dass der Firmensitz seit der Gründung bis heute unverändert besteht. GUST.OVERHOFF aus Mettmann ist dieses Kunststück gelungen. Der Spezialist für zuverlässige Dachentwässerung und Dachsicherheit schmiedet mit einem vielfältigen und hochwertigen Produktsortiment für die Zukunft ehrgeizige Pläne. Aus der Nagelschmiede, die Gustav Overhoff im Jahr 1895 gründete, ist seit Langem ein gefragter und verlässlicher Qualitätsanbieter für Lösungen rund um die Dachentwässerung und Dachsicherheit geworden. Mit eingängigen Bezeichnungen ist das Sortiment klar strukturiert: Unter GeOdrain finden sich Rinnenhalter, Rohrschellen sowie Zubehör für die Dachentwässerung, GeOsnow heißen die bewährten Schneefangsysteme, unter GeOsafe werden Sicherheitsdachhaken angeboten. Unter dem Begriff GeOwalk sind Produkte rund um die Dachbegehung konzentriert, GeOair bezeichnet Podeste für Klimaanlagen. GeOstyle beschreibt die Möglichkeit, den Produkten jede gewünschte RAL-Farbe zu verleihen. Generell ist das Unternehmen breit aufgestellt und deckt von Neubau bis Modernisierung unterschiedlichste Anforderungen ab. Zwei leistungsstarke Standorte Zu den Stärken des Unternehmens zählen die hohe Fertigungstiefe inhouse sowie die Flexibilität in der Metallverarbeitung. Das Herzstück des 10.000 Quadratmeter großen Hauptsitzes im nordrhein-westfälischen Mettmann bildet die seit 1899 genehmigte Feuerverzinkerei. „Zusätzlich verfügen wir seit Herbst 2022 mit der Übernahme der Paul J. Messer GmbH in Schmitten, Taunus, über einen zweiten Standort. Dort ist unter anderem unsere RohrschellenFertigung angesiedelt“, erklärt der Geschäftsführende Gesellschafter Christian Baum (Bild rechts). Von Schmitten aus werden die Kunden in Hessen und Süddeutschland auf kürzeren Wegen betreut und beliefert. Organisches Wachstum Über das Jubiläumsjahr hinaus stehen bei GUST.OVERHOFF weiterhin die Zeichen auf Wachstum. „Unser erklärtes Ziel ist es, mit Qualitätsprodukten aus eigener Fertigung und einem herausragenden Kundenservice – vor, während und nach dem Kauf – organisch weiter zu wachsen“, sagt Matthias Imber, der seit Mai 2024 die Geschäftsführung verstärkt. Bei allen Wachstumsplänen folgt GUST.OVERHOFF einer klaren Maxime: Sicherheit auf dem Dach erlaubt keine Kompromisse! Mehr Informationen zum Unternehmen und dem Sortiment: www.gust-overhoff.de GUST.OVERHOFF feiert 130-jähriges Bestehen Prachtexemplar28 verstärkt Dach Walter “Laut Wörterbuch ist ein Prachtexemplar ein großartiges Exemplar, das alle gewünschten Eigenschaften aufweist”, erklärt Dachbaustoffhändler Thomas Walter (Bild oben rechts) augenzwinkernd über seinen neuen Kranwagen. So war der Name für den neuen Kranwagen des Bedachungshandels Dach Walter GmbH aus Großschwabhausen (Thüringen) schnell gefunden: “Prachtexemplar28”. Wobei die 28 für die Auslage des Ladekrans in Metern steht. Dazu kommt eine LKW-Leistung von 520 PS. “So ein Fahrzeug ist gar nicht so einfach zu beschaffen”, erzählt Thomas Walter, “Planungs- und Vorlaufzeit für den Kranwagen waren ganze 1,5 Jahre und das bei stattlichen Kosten von rund 500.000 Euro.” Die Vorteile eines solchen Kranwagen, so Thomas Walter seien vor allem, dass man einen Kran hat, für den man in Kombination mit der Abladung von geliefertem Material keine behördliche Aufstellgenehmigung benötige. “Das spart extrem viel Aufwand. Dazu bieten wir den kompletten Service aus einer Hand.” Seine Stärken kann das Prachtexemplar28 vor allem in der Belieferung von Flachdachbaustellen ausspielen: “Hier wird nicht reihenweise verarbeitet, sondern meist mit nicht-trennbaren Packstücken im Tonnenbereich angeliefert. Und das können wir bis 28 Meter seitliche Ausladung bestens bedienen. Hier stehen wir für Kies-, Grün- und Retentionsdächer, ein zukünftiges Wachstumssegment, als Dienstleister fürs Handwerk bereit”, so Dachbaustoffhändler Thomas Walter. Am 27. November 2025 ist es so weit: Der wienerberger Zukunftstag in der Audi-Halle B in Ingolstadt bringt Branchenexpertise, Handwerksbetriebe, Innovatoren und Visionäre aus der Bauwelt zusammen. Unter dem Motto „Ideen teilen. Impulse setzen. Zukunft gestalten.“ lädt wienerberger bereits zum vierten Mal zum Austausch über zukunftsweisende Entwicklungen der Bau- und Dachbranche ein. Der Tag verspricht eine Mischung aus inspirierenden Vorträgen, praxisnahen Denkwerkstätten, aktivem Netzwerken und einigen spannenden Neuerungen. Den Auftakt in einen vielseitigen Tag macht die Kirchenmalerin Maren Kogge vom Verband „Buntes Handwerk“. Sie erzählt schwung- und humorvoll davon, was einem als Frau auf der Baustelle so alles passieren kann – lustige, kuriose und manchmal dreiste Erlebnisse inklusive. Ihre eigenen Erfahrungen brachten sie dazu, das „Bunte Handwerk“ zu gründen. Hier kämpfen Handwerker:innen, Influencer:innen und Freund:innen des Handwerks aus ganz Deutschland gemeinsam für Respekt, Vielfalt und ein Handwerk, das für alle da ist. Dr. Kathrin Dörfler von der TU München gibt einen Einblick in das Thema Baurobotik und Automatisierung. Sie forscht an der Schnittstelle von Architektur und Robotik an digitalen Design- und robotergestützten Bauprozessen und bereichert den Zukunftstag so mit brandneuen Erkenntnissen direkt aus den Forschungslaboren. Die Architektin Annabelle von Reutern hat sich der Kreislaufwirtschaft am Bau verschrieben und ist nicht zuletzt durch ihre Arbeit im Verband „Bauen im Bestand“ vielen Akteuren in der Baubranche ein Begriff. Sie spricht zum zirkulären Bauen. Außerdem bietet das Vortragsprogramm unter anderem einen Überblick der aktuellen Marktdaten und thematisiert Employer Branding im Kontext der Generation Z und Alpha. Auch die neuen Möglichkeiten durch den Einsatz von KI und die serielle Vorfertigung im Bauwesen sind Thema auf der Bühne. Handball für Handwerk: Ein sportliches Highlight liefert HandballWeltmeister Dominik Klein. Sein energiegeladener Vortrag dreht sich um zentrale Werte wie Teamfähigkeit, Respekt, Leidenschaft und Vielfalt, die nicht nur im Spitzensport, sondern auch in Unternehmen und Betrieben entscheidend sind. Auch abseits der Hauptbühne bietet der Zukunftstag viel Neues. Erstmals wird er um einen eigenen Themenbereich erweitert: In einem separaten „Dome“ dreht sich alles um das Thema Photovoltaik. Das Angebot richtet sich vorrangig an PV-Experten, steht aber auch allen Interessierten offen. In der begleitenden Denkwerkstatt steht der Austausch unter Solarexperten im Mittelpunkt. Tickets für den Zukunftstag gibt es unter www.zukunft-wissen.com Zukunftstag 2025: Wienerberger lädt nach Ingolstadt
9 8 Das Eckgebäude, gleich neben St. Lamberti und nahe an Rathaus und Schloss in der Fußgängerzone gelegen, wurde 1907 von Maurermeister G. Willers in jenem Mischstil errichtet, der für die wilhelminische Fin-de-SiècleArchitektur typisch ist: drei Stockwerke mit reichem, überwiegend neobarockem Fassadenschmuck. Außerdem mit Kartuschen in den Brüstungsfeldern der Fenster, mit zwei konvexen Erkern zwischen Pilastern, einem Turmerker am Eck, das vierte Stockwerk als Mansarddach und mit einem Kegeldach in Mansardform über dem Erkerturm. Im Erdgeschoss mit seinen arkadenartigen Bögen war bis 2017 die Rats-Apotheke untergebracht, die nach 419-jährigem Bestehen hier und zuvor in Vorgängergebäuden mangels Nachfolger geschlossen wurde, aber dem Wohn- und Geschäftshaus bis heute den Namen gegeben hat. In die Räume der Apotheke sind mittlerweile eine Kekserei und eine Metzgerei eingezogen. Heute ist das alte Apothekengebäude als Einzel-Baudenkmal eingestuft. Es gibt viel zu tun Bei einer ausführlichen Gebäudeinspektion des Ahlhorner Monumentendienstes im Auftrag der Unteren Denkmalschutzbehörde Oldenburg wurden am Mansarddach schadhafte Biberschwanzziegel festgestellt, ebenso Reparaturbedarf an der Dachentwässerung , den Blechverkleidungen am Ortgang und an den Schornsteinköpfen, an der Verkittung einzelner Dachfenster und dem Holzanstrich am Mansardknick. Die Bauherrengemeinschaft entschloss sich zu einer umfassenden Sanierung und beauftragte mit der Planung das Architekturbüro Dipl.-Ing. Michael Ecke aus Oldenburg. Der Auftrag zur Ausführung der Dachdecker-, Zimmerer- und Blechnerarbeiten ging an die Dachdeckerei Ahlers aus Edewecht-Husbäke. Und die materielle Grundlage dafür lieferte BMI. Zuvor wurde nach Entfernung der alten Biberschwanzziegel und dem Rückbau der alten Lattung die Tragfähigkeit des Dachstuhls geprüft und dieser instandgesetzt, um die statische Grundlage für die Neueindeckung des Dachs herzustellen. Das Steildach wurde wie schon das Bestandsdach als belüftetes Dach ausgeführt. Für die aktuell geforderte energetische Ausrüstung sorgen die feuchtevariable Dampfbremse DivoDämm-Membran 2 2S, schlaufenförmig verlegt, und Holzfaserdämmmatten auf der obersten Geschossdecke. Unterdach vierfach sicher Die erste Maßnahme: Einbau der nahtund perforationsgesicherten Unterdeckbahn Divoroll Comfort 4D. Sie bietet mit ihren vier Lagen vierfache Sicherheit. Die oberste Lage – die SealPro Spezialbeschichtung mit oberseitigem Klebestreifen – ist extrem robust und abriebfest und lässt mit ihrem Abperleffekt Wasser besser abfließen. Das DuraProtect Hochleistungs-Vlies als zweite Lage bietet mit seiner Dauerimprägnierung ebenfalls maximalen Schutz vor Feuchtigkeit. Die dritte Lage ist eine diffusionsoffene Funktionsmembran, die unterste Lage wieder DuraProtect, jetzt aber mit unterseitigem Klebestreifen. So konnte die Bahn bis zu zehn Wochen lang als Behelfsdeckung offen auf dem Dach bleiben – bei dem wechselhaften Wetter während der Innenarbeiten eine willkommene Sicherheit. Danach brachten die Ahlers-Dachdecker die Konterlattung und die Lattung auf. An Firsten und Graten kam die First- und Gratrolle Figaroll Plus zum Einsatz. Sie zeichnet sich durch ihr Lüftungslabyrinth mit doppelseitigen Kanälen aus. Das durch dehnbare Seitenstreifen optimal anformbare Produkt schützt die Unterkonstruktion vor Regeneintrieb und Feuchtigkeit, bietet aber zugleich eine hohe Lüftungsleistung. Das trägt zur hohen Langlebigkeit der Dachkonstruktion bei. Edelstein-Steildach Üblicherweise werden die in der Natur vorkommenden Opale zu Schmucksteinen verarbeitet. Die bei Braas gebrannten Opale hingegen schmücken ausschließlich Dächer, so das 400 m² große Steildach der Rats-Apotheke in Oldenburg. Bei der Wahl des Dachziegels orientierte man sich am Befund und wählte in Absprache mit der Denkmalpflege den naturroten „Opal Standard“ von Braas im Segmentschnitt, in Doppeldeckung verlegt – eine gute Wahl für die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude ebenso wie von Neubauten, die sich an historischer Architektur orientieren. Mit seinem charakteristischen Schnitt und der glatten Oberfläche vereint er die traditionelle mit zeitgemäßer Linienführung. Oldenburg liegt in der Windlastzone 3, entsprechend wurden die Sturmklammern gesetzt. Zur Schneesicherung wurde an den Traufseiten das Braas Schneefangsystem montiert. Runderneuert Außerdem gehörte zum Auftrag für die Dachdeckerei Ahlers der Austausch sowie die Reparatur der Dachrinnen und Fallrohre, die Erneuerung der Deckbretter im Mansardknick und die Ausbesserung der Schornsteinköpfe. Hinzu kam die Ertüchtigung der Trennwände im Spitzboden gem. Brandschutznachweis 4. Um die natürliche Belichtung im Dachboden zu erhalten, wurden die alten Stahldachfenster zum Innenhof durch vier neue ersetzt. Auch die zwei Wohnraumdachfenster mit Ausblick auf die Lambertikirche wurden durch neue Dachflächenfenster farblich an die Ziegelfarbe angepasst getauscht. Bei der Abdichtung der Blechabdeckung der Fenstergauben kam die Flüssigabdichtung Profi-Dicht von Icopal zum Einsatz. Terrasse mit Stadtblick Ganz andere Aufgaben kamen auf einem der Balkone zur Straßenseite und auf der Flachdachterrasse über dem rückwärtigen Anbau auf die Dachdecker zu. In beiden Fällen musste die Flachdachabdichtung komplett ersetzt werden, im Falle der Terrasse zum Hof auch die Holzverschalung. Bei dem 90 m² großen Flachdach – über ein Zwerchhaus aus dem Spitzboden begehbar – handelt es sich um eine Kaltdachkonstruktion. D.h. die oberste Geschossdecke ist mit einer Holzfaserdämmmatte gedämmt, und zwischen der Dämmung und der erneuerten Schalung befindet sich eine belüftete Ebene. Darauf wurde die hochreißfeste Trenn- und erste Abdichtungslage Icopal Sicotec lose verlegt und mechanisch befestigt. Durch die Selbstklebestreifen im Nahtbereich wird verhindert, dass die Schweißflamme beim Verschweißen der Längsnähte unter die ausgelegte Bahn an das Holz gelangt. Aufgrund dieser Eigenschaft kann die Icopal Sicotec direkt auf Holz und Holzwerkstoffe aufgebracht werden. Nach der Verlegung übernimmt die Bahn die Funktion der Behelfsabdichtung. Auf Augenhöhe mit der fünftürmigen evangelisch-lutherischen Bischofskirche St. Lamberti in Oldenburg wurde das Dach des denkmalgeschützten Wohn- und Geschäftshauses „Rats-Apotheke“ im Zentrum von Oldenburg saniert. Neben des Neuaufbaus des Steildachs wurden eine Flachdachterrasse und die Balkone erneuert. Harmonisches Deckbild: Biberschwanzziegel mit Segmentschnitt in klassischer Doppeldeckung. Steildach, Entwässerung, Terrassen Rezept für die Dachsanierung Sicherheit durch FireSmart Abschließend verlegten die Dachdecker mit Icopal Ventura in lichtgrau eine PremiumOberlagsbahn aus Elastomerbitumen für höchste Beanspruchungen (Höchstzugfestigkeit 1550 N/5 cm). Sie ist unterseitig mit Rillen-Vario und Folie ausgestattet, hat einen 260 g/m² Glas-Polyester-Verbundträger als Einlage und oberseitig Bestreuung, ebenfalls eine Sicherheitsnaht und einen bestreuungsfreien Querstoß. Dank der FireSmart-Ausrüstung, also einer Kombination von brandhemmender Trägereinlage und spezieller brandhemmender Polymerbitumen-Mischung, ist der Abdichtungsaufbau beständig gegen Flugfeuer und strahlende Wärme. Die Schweißnähte wurden mit lichtgrauem Schiefersplitt abgestreut. Gute Aussichten Der Balkon mit Blick auf den Markt ist nur 6 m² klein, erforderte aber ebenfalls das volle dachdeckerische Programm: Nachdem die Balkonfläche von Staub und Unebenheiten befreit war, wurde der Untergrund mit dem lösungsmittelfreien, schnell trocknenden Elastomerbitumen-Voranstrich Icopal Elasto-Primer grundiert. Auf dieser Fläche kam als 1. Abdichtungslage die Icopal Polartherm, als Ausgleichs- und Dichtungsbahn für Dächer mit höchster Beanspruchung zum Einsatz. Unterseitig aufgebrachte formbeständige PowerTherm-Streifen aus wärmeaktivierbarem Selbstklebebitumen und Syntan-Beschichtung sorgen für einen sicheren Dampfdruckausgleich unter der Abdichtung. Als Oberlage kam wie bei der Terrasse die Icopal Ventura zum Einsatz. Die Anschlüsse und die Geländerfüße wurden mit dem Flüssigkunststoff Icopal Profi-Dicht abgedichtet, die Randabdeckung mit Zinkblech ausgeführt und ein neues Zinkfallrohr installiert. Auch hier wurde zu einem späteren Zeitpunkt ein Nutzbelag aufgebracht. Schön dicht und schön lichtgrau: fertiger Teilbereich der Flachdachterrasse mit der Oberlagsbahn Icopal Ventura. Balkonabdichtung: in der Fläche mit Ventura, im Anschlussbereich mit Profi-Dicht. Metrotile Shingle von IKO Metals kombiniert das klassische Aussehen von traditionellen Schindeln mit den einzigartigen Vorteilen eines Metalldachs. Mit langjährigen Erfahrung ist die Entwicklung einer hochwertiger Bedachungslösung gelungen, die aussieht wie klassische Schindeln, jedoch die außergewöhnliche Haltbarkeit und Langlebigkeit von Metall mitbringt. Gefertigt aus robustem Stahl und mit einer schützenden Beschichtung versehen, garantiert das Metrotile-Schindelsystem höchste Witterungsbeständigkeit. Es schützt das Gebäude zuverlässig vor extremen Wetterbedingungen wie starkem Wind, Regen oder Schnee und ist zudem feuerbeständig. Metalldächer wie Metrotile Shingle bieten darüber hinaus eine ausgezeichnete Energieeffizienz, indem sie die Wärme der Sonne reflektieren und so im Sommer für eine angenehme Kühlung sorgen. Vorteile von Metrotile Shingle: • Langlebigkeit: Übertrifft die Lebensdauer herkömmlicher Schindeln. • Witterungsbeständigkeit: Schützt auch bei extremen Wetterbedingungen. • Energieeffizienz: Reduziert Energiekosten durch Wärme-Reflexion. • Ästhetische Vielfalt: Erhältlich in verschiedenen Farben und Designs, passend zu jedem architektonischen Stil. • Vielfältigkeit, die begeistert. Egal ob kleines oder großes Dach. Schindel trifft Metalldach Metrotile Shingle: Die Verarbeitung ist dank des durchdachten Systems extrem schnell, einfach und sicher und auch für Fassaden geeignet.
10 Das straßenseitig eingeschossige Einfamilienhaus aus den Nachkriegsjahren verfügt gartenseitig über ein in den Hang hineingeschobenes Untergeschoss. Ein Teil des „Untergeschosses“ bildet eine Terrasse, während der Rest überbaut ist. Im Zuge der Sanierung wurden die vorhandenen flachgeneigten Satteldächer komplett zurückgebaut und das Erdgeschoss um ein Staffelgeschoss aufgestockt. Zudem wurde das in den Hang hineinragende Untergeschoss auf der Terrassenseite erweitert und teilweise auch zusätzlich überbaut, was der Wohnfläche im EG zugutekam. Ein Flachdach oberhalb des Staffelgeschosses bildet den obersten Gebäudeabschluss. Durch die Aufstockung entstand eine zweite Dachterrasse oberhalb des bisherigen und des erweiterten Erdgeschosses. Diese setzt sich als schmaler Laubengang einmal komplett um das Staffelgeschoss herum fort. Geplant wurden die umfassenden Ergänzungs-, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen von dem Architekturbüro Pieper-Ballenberger aus Bad Homburg. Individuelle Dämmlösungen Alle Dach- und Terrassenflächenabdichtungsarbeiten führte die Manfred Heinrich Löw Dachdeckermeister GmbH & Co. KG aus Friedrichsdorf aus. Zunächst erhielten alle abzudichtenden Flächen einen bituminösen Voranstrich, gefolgt von einer Lage G 200 AL als Notabdichtung und Dampfsperre. Damit waren die darunterliegenden Bauteile und Räumlichkeiten während der Bauphase ausreichend vor Niederschlägen geschützt. Zur Dämmung der unterschiedlichen Flächen kamen hochwirksame PU-Dämmplatten, PU-Gefälledämmung sowie Vakuum-Isolations-Paneele des Überlinger Dämmstoffspezialisten puren gmbh zum Einsatz. Die speziell auf dieses Objekt abgestimmten Dämmlösungen wurden in enger Abstimmung mit der Architektin und dem Dachdecker gemeinsam mit der Anwendungstechnik der puren gmbh entwickelt. Das beinhaltete neben dem Nachweis der entsprechenden U-Werte für die jeweiligen Bauteile auch die Erstellung von Gefälleplänen für die notwendige Entwässerung der Flächen. Letztere dienten zugleich als Grundlage für den Zuschnitt der individuell für dieses Bauvorhaben gefertigten Gefälledämmplatten aus PU. In Bereichen mit sehr geringen Anschlusshöhen gehörten Vakuum-IsolationsPaneele zur Lösung, um die notwendigen UWerte zu erreichen. Klassischer Flachdachaufbau Eher konventionell erfolgten die Dämmarbeiten auf dem rund 200 Quadratmeter großen Dach. Hier verklebten die Dachhandwerker zunächst 100 mm dicke Dämmelemente puren FD-L Wärmeleitfähigkeitsstufe (WLS) 023 mit umlaufendem Stufenfalz und beidseitiger Aluminiumkaschierung als Grunddämmung auf der Notabdichtung. Darauf folgte die zur fachgerechten Entwässerung der Dachfläche erstellte Gefälledämmung gemäß objektbezogenem Gefälleplan. Die hier verlegten PUFlachdach-Dämmplatten puren NE 120, beidseitig unkaschiert, mit stumpfen Kanten und Gefälle, wurden in Plattenstärken von 30 bis 174 mm gefertigt und verarbeitet. Auch diese Dämmlage verklebten die Dachdecker mit zum System passendem Klebeschaum auf der Grunddämmung. Aufgrund der Flachdachabdichtung mit einer Kunststoff-Dachbahn war zunächst eine Brandschutzlage notwendig. Die Aus Satteldach wird Flachdach darüber verlegten Abdichtungsbahnen wurden im überlappenden Nahtbereich mittels Heißluft gefügt. Über linear-mechanische Feldbefestigung gemäß Windsogberechnung fixierten die Dachhandwerker das Dachschichtenpaket abschließend in der Tragschale aus Beton. PU und Vakuumdämmung kombiniert Für die Dämmung der Flächen oberhalb des Erd- und Untergeschosses kamen erneut optimal auf das Objekt und die jeweiligen Anschlusshöhen abgestimmte Lösungen zum Einsatz. Die durch den Erweiterungsbau entstandene neue Dachterrasse erhielt eine Grunddämmung aus 180 mm starken Dämmelementen puren FD-L, Wärmeleitfähigkeitsstufe (WLS) 023, mit umlaufendem Stufenfalz und beidseitiger Aluminiumkaschierung. Für den schmalen Gang um das Staffelgeschoss verlegten die Dachhandwerker eine Kombination aus Vakuum-Isolations-Paneelen und hochdruckfester PU-Gefälledämmung. Die exakt auf die Maße des Objektes vorgefertigte puren VIP Gum 2 Elemente bestehen aus einem mit einer gas- und wasserdampfdichten sowie dauerhaft evakuierten und verschweißten Kunststoffverbundfolie umschlossenen Dämmkern. Beidseitig aufgebrachte Schutzlagen aus granuliertem Kautschuk schützen die in 26 mm, 36 mm, 46 mm und 56 mm Dicke erhältlichen Elemente. SPEZIAL NEWS DACH DÄMMSTOFFE Die Sanierung und Erweiterung eines Einfamilienhauses im Frankfurter Norden wurde nicht nur die gesamte Haustechnik erneuert. Im Fokus stand vor allem auch die zukunftsfähige Dämmung der Gebäudehülle. Aufgrund unterschiedlicher konstruktiver Vorgaben kamen dabei gleich mehrere hochwirksame Dämmstofflösungen zum Einsatz. Ergebnis: Dämmtechnisch kombinierte Höchstleistung. Bild links: Dachdurchdringungen wie Gullys oder Lüfter wurden passgenau aus den PU-Dämmplatten ausgeklinkt. Bild Mitte: Blick auf die gedämmte Terrasse mit Kunststoff-Abdichtung und darunterliegender Brandschutzlage im hinteren Bereich. Bild rechts: Verlegung der Gefälledämmplatten mit erhöhter Druckfestigkeit oberhalb der Vakuumdämmung auf der Terrasse. Am 07.05.2025 fand in Hannover die diesjährige Mitgliederversammlung des Zentralverbandes des Deutschen Bedachungsfachhandels (ZDBF) statt. Knapp 80 Teilnehmer aus Bedachungsfachhandel und - industrie folgten der Einladung des dreiköpfigen Vorstands bestehend aus Jean Pierre Beyer (ZEDACH), Heinz Slink (FDF) und Bernd Lordieck (COBA). Diese hatten eine interessante Agenda zusammengestellt. Den Auftakt machte wie gewohnt Heinz Slink, der die Ergebnisse der Umsatzanalyse 2024 präsentierte. Danach hat sich das Einkaufsvolumen der meldenden Fachhandelsunternehmen im Jahr 2024 mit einem Minus von 0,8 % nahezu stabilisiert, wobei sich die Entwicklung in den einzelnen Sortimentsbereichen deutlich unterschied. Als nächster Referent folgte Ulrich Marx, Hauptgeschäftsführer des ZVDH. Die Überschrift seines Vortrags lautete „Status quo und Marktaussichten 2025 aus Sicht des ZVDH“. Neben dem aktuellen Zahlenwerk berichtete er auch über die vielfältigen Aktivitäten der Berufsorganisation unter anderem im Bereich der Nachwuchsgewinnung. Diesen Punkt griff Bernd Lordieck, der die Veranstaltung moderierte, auf und informierte darüber, dass der ZDBF schnellstmöglich weiteres Mitglied der Aktion DACH werden möchte. Einen Marktsituation und KI im Fokus entsprechenden Beschluss hatten die ZDBFMitglieder in ihrer internen Sitzung am Vormittag getroffen, nachdem Jean Pierre Beyer den Jahresabschluss 2024 und den Haushaltsplan 2025 vorgestellt hatte. Herr Lordieck richtete einen flammenden Appell an die anwesenden Lieferanten zu prüfen, auch Mitglied der Aktion DACH zu werden, um so die notwendigen und für alle Marktbeteiligten wertvollen Aktivitäten zur Nachwuchsgewinnung zu unterstützen. „Jede Maßnahme, die dazu führt, dass sich junge Leute für das Dachdeckerhandwerk interessieren, ist eine gute Maßnahme für uns alle.“ Martin Langen von B+L Marktdaten informierte im Anschluss über seine Einschätzungen zur Marktentwicklung in Neubau und Sanierung und unterlegte diese mit entsprechenden Statistiken. Den Schlussvortag unter dem Titel „Künstliche Intelligenz im Praxiseinsatz“ hielt Prof. Dr. Marco Barenkamp. Er ist promovierter Wirtschaftsinformatiker und studierter Wirtschaftsjurist und stellvertretender Vorsitzender der Bundesfachkommission für Künstliche Intelligenz und Wertschöpfung 4.0 im Wirtschaftsrat Deutschland. Er fesselte das Publikum mit seinem kurzweiligen Vortrag. Den Abschluss der Versammlung bildete eine kommunikative Abendveranstaltung, in der das Netzwerken im Vordergrund stand. Die nächste Versammlung findet im Frühjahr 2026 statt. Flachdachexperte SOPREMA hat sein Angebot um zwei leistungsfähige Seilsicherungssysteme zum Schutz von Personen bei Arbeiten auf dem Dach ergänzt. Beide bestehen aus nur sehr wenigen Bauteilen und zählen somit zu den am einfachsten und schnellsten zu verlegenden Absturzsicherungssystemen am Markt. Das auflastgehaltene System SOPRASAFE ANCHOR PRO-GR (E) eignet sich hervorragend für begrünte oder bekieste Dächer mit bis zu 5° Neigung. Basiselemente sind GeotextilHaltevliese mit eingearbeiteten Pfosten. Für die mechanische Befestigung steht für Flachdächer bis zu 10° Neigung das System SOPRASAFE ANCHOR PRO-FX zur Verfügung. Es enthält je eine Pfostenvariante für Betonuntergründe sowie für Holz und Stahltrapezprofil; zur Anpassung an die Dämmstoffdicke sind die Pfosten bis zu einer Höhe von 80 cm verfügbar. Ergänzend gehören zu beiden Seilsystemen die gleichen Aufsätze, mit denen die universell einsetzbaren Pfosten jeweils zu Start- und Endpunkten des Seilsystems, zu Seildurchgängen, T-Kreuzungspunkten oder zu Einzelanschlagpunkten für das Einhaken einer persönlichen Schutzausrüstung (PSA) werden. Als dauerhafte Seilsysteme ausgeführt, ermöglichen die SOPRASAFE-ANCHORSysteme das freie Bewegen entlang des Seils ohne Umhängen der PSA. Fest am Seil montierte Seilgleiter verhindern, dass diese verlorengehen. Das bei vergleichbaren Systemen notwendige aufwändige Vorspannen des Führungsseils entfällt, weil die SOPRASAFESysteme mit einem definierten Seildurchhang aufgebaut werden. Beide Absturzsicherungssysteme entsprechen EN 795:2012 und CEN/TS 16415:2013. Das SOPRASAFE ANCHOR PRO-FX ist für zahlreiche Untergründe ETA-zertifiziert. Neue Soprema Seilsysteme für Flachdächer Absturzsicherung schnell montiert Das mechanisch befestigte Anschlagsystem SOPRASAFE ANCHOR PRO-FX bietet je eine Edelstahl-Pfostenvariante für Betonuntergründe sowie für Holz und Stahltrapezprofil. Das auflastgehaltene Absturzsicherungssystem SOPRASAFE ANCHOR PRO-GR (E) besteht aus Geotextil-Haltevliesen mit eingearbeiteten Pfosten. In beiden Systemen kommen die gleichen Aufsätze bzw. Kopfteile für die Herstellung von Einzelanschlagpunkten oder eines Seilsystems zum Einsatz. ZDBF-Mitgliederversammlung in Hannover
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