FDF DachNews - Ausgabe 3/2017

Das Leitmotiv für die Gestaltung des neuen Kulturzentrums im italienischen Verbania bilden die Steine des angren- zenden Lago Maggiore. Form und Far- be der vier Hauptgebäude orientieren sich an den Kieselsteinen, die im See zu finden sind. Diese Idee wird mit Fassaden aus Titanzink umgesetzt. Die Beschaffenheit des Werkstoffs erlaubt es, die gerundete Form und die Farbe der Steine nachzubilden. Sie sind wie riesige Kieselsteine geformt: Vier Gebäude mit einer samtgrauen metallischen Außenhaut direkt am Lago Maggiore. Das Ensemble aus gerundeten Gebäuden beher- bergt das neue Kultur- und Theaterzentrum der italienischen Stadt Verbania. Es liegt unmittel- bar an der Mündung des Flüsschens San Ber- nadino, eingebettet in das steinige Ufer des Sees und erlaubt einen Ausblick in die Berg- welt der norditalienischen Alpen. Am Entwurf und Bau des Gebäudeensembles war eine ganze Gruppe von Personen rund um den spanischen Architekten Salvador Perez Arroyo und das italienische Architekturbüro Architetti Bargone Associati beteiligt. Federico Bargone beschreibt die grundlegende Idee: „Der Stein aus dem See ist das zentrale Symbol des Projektes und die eindrucksvolle Umge- bung war der entscheidende Anstoß für das Zentrum. Dessen Architektur erwächst aus der einzigartigen Beziehung zwischen Bergen, Stadt und See.“ Die Architekten kleideten die vier unregelmäßig gerundeten Gebäudevolu- men in eine Außenhaut aus Titanzink in der Oberflächenqualität Quartz-Zinc von VMZINC. Die gekrümmte Außenhülle: Um aus den zugrundeliegenden Stahlbetonkonstruktionen der einzelnen Gebäude die gewünschten Stein- formen herauszubilden, wurde um den Beton- kern eine gekrümmte Binderkonstruktion auf- gebaut. Diese bildete, mit einer Holzschalung versehen, die vorgesehenen Krümmungen der Außenhaut aus. Die Holzschalung diente wie- derum als Basis für die Bekleidung aus Zink, das sich bei entsprechender Wahl von Blech und Verarbeitungstechnik ebenfalls ideal mit komplexen Gebäudegeometrien vereinbaren lässt. Bei geringen Radien müssen die Scharen mit einer Rundbogenmaschine vorgebogen werden. Bei größeren Radien, so wie hier in Verbania ist das nicht erforderlich. Die gekrümmten Flächen der „Steine“ des Kultur- zentrums von Verbania konnten so verhältnis- mäßig einfach bekleidet werden. Das Material war so flexibel, dass sich die Scharen während der Verlegearbeiten an die gekrümmten Flä- chen angepasst haben. Die Außenhülle wurde in Winkelstehfalzde- ckung ausgeführt. Diese ist eine Variante der Stehfalzdeckung und wird vor allem an der Fassade verwendet. Der Falz wird bei dieser Verarbeitung nicht komplett geschlossen, son- dern bleibt als 90°-Winkel stehen. Dadurch tre- ten die Falze besonders deutlich hervor und strukturieren die Form der Gebäude. Die profilierten Scharen lassen sich in ver- schiedenen Längen, horizontal, vertikal und sogar schräg verlegen. Auch ein Spiel mit unterschiedlichen Achsmaßen ist möglich. Vom Boden betrachtet, weisen die Steine von Verbania allerdings eine gleichmäßige vertika- le Linienführung auf. Anders sieht es aus, wenn der Blick von oben auf die Elemente fällt. Hier erfordert es die Form der Volumen, dass die Zinkscharen sich an einigen Stellen deutlich verjüngen, um die starke Krümmung der Gebäude aufzufangen. Einige Bereiche weisen eine Besonderheit auf. Hier wurde perforiertes Titanzink verwendet. Dies erlaubt es einerseits, dass viel Licht in die dahinter liegenden Bereiche fällt. Andererseits ist das Innere vor Blicken von außen geschützt. Der perforierte Teil der Zinkfas- sade ist mit Streckmetall in 1,5 mm Dicke ausgeführt. Es ist auf einer Metallrahmen- Unterkonstruktion befestigt. Insgesamt wurden rund 4000 m² Titanzink in der Oberflächenqualität Quartz-Zink von VMZINC für die Außenhaut verwen- det. Quartz-Zink ist eine vorbewitterte Oberfläche. Die anschließende natürliche Bewitterung wirkt sich deshalb nur noch geringfügig auf die Anmutung aus. Gerundete Fassaden aus Titanzink am Lago Maggiore Welche Maßnahmen für ein funktionssiche- res und fachregelkonformes Unterdach not- wendig sind, schätzen Deutschlands Dach- handwerker häufig zu gering, manchmal sogar zu hoch ein. Wienerberger bietet ein kostenloses Berechnungstool, das schnelle Hilfe ohne komplizierte Tabellen bietet. Aufgrund der zahlreichen zu berücksichtigen- den Faktoren ist das Thema Unterdachplanung äußerst komplex und überaus anspruchsvoll. Bis dato hatte der Verarbeiter die Möglichkeit, sich mit Hilfe umfassender Tabellen, die alle gängigen Hersteller zur Verfügung stellen, „seine“ Unterdachplanung zu erschließen. Die- se mühsame Vorgehensweise ist nun nicht mehr nötig: Der Verarbeiter gibt die maßgeb- lichen Parameter in das interaktive Wienerber- ger Berechnungstool ein, die Dachplanung wird digital berechnet und ihm kostenlos zur Verfügung gestellt. In nur fünf Schritten liefert das bisher einzige Servicetool dieser Art fachregelkonforme und sichere Lösungsvorschläge für das Unterdach. Ob nun Unterspannung, Unterdeckung oder Unterdach erforderlich ist, das hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Und die werden dank des neuen Unterdachplaners Schritt für Schritt abgefragt. Bildliche und textliche Hil- festellungen unterstützen bei der Eingabe der notwendigen Daten. Neben Dachneigung, geplanter Nutzung und verwendeter Koramic- Tondachziegeldeckung werden auch die Post- leitzahl sowie die örtli- chen Rahmenbedingun- gen abgefragt. Wahlwei- se kann man sich den Lösungsvorschlag nach den Vorgaben der Fach- regeln des ZVDH oder Koramic-Unterdachplaner den Herstellerangaben und -Verlegerichtlinien berechnen lassen. Am Ende wird dem Nutzer nicht nur die für das Objekt ermittelte Maßnah- me vorgestellt, sondern auch alle dafür not- wendigen Unterdachprodukte samt Zubehör aus dem Koramic-Programm. Der Koramic-Unterdachplaner ist kostenlos nutzbar und unter http://wienerberger.de/ser- vice/toolbox abrufbar. 12

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