FDF DachNews - Ausgabe 3/2018

Inmitten des Darmstädter Martinsvier- tels liegt die städtische Kindertages- stätte „Hedwig-Dohm-Haus“. Kinder ab drei Jahren werden hier ganztägig in verschiedenen Räumlichkeiten des Flachbaus betreut. Das in den 1990er Jahren errichtete Gebäude wurde im Rahmen eines Kindertagesstätten-Sanie- rungsprogramms durch den Eigenbe- trieb Immobilienmanagement saniert. Roto Dach- und Solartechnologie trug mit einer Dachfenster-Sonderlösung zu einem modernisierten, energieeffizien- teren Hort bei. „Wir hatten hier eine interessante Gemenge- lage“, beschreibt der freie Architekt Mathias Bühler die Ausgangssituation. So waren in das Gebäude zur Lichtzufuhr zwar Stegplatten aus Polycarbonat verbaut worden, doch diese Form der Festverglasung ließ die Möglichkeit zur Belüftung vermissen. „Außerdem war die Anlage konstruktiv-thermisch mangelhaft, das heißt, die Fenster waren im Laufe der Jahre undicht geworden und eine Wärmedämmung war nicht gegeben.“Auch ein Sonnen- und Hit- zeschutz für wärmere Tage fehlte, was zu einer schnellen Erwärmung der darunterliegenden Räumlichkeiten führte. Es galt also, das Dach mit Fensterlösungen auszustatten, die sowohl die Energieeffizienz, die Licht- und Luftzufuhr sowie Verdunkelungsmöglichkeiten zuließ. Herausforderung Zinkblech-Stehfalzdach Eine besondere Herausforderung bei der Sanie- rung bildete dabei das Zinkblech-Stehfalzdach, in das die neuen Dachfenster integriert werden mussten. Architekt Mathias Bühler hatte sich verschiedene Lösungen angesehen und die Auswahl auf die Marktführer im Wohndach- fenster-Bereich eingegrenzt. Die Entscheidung fiel auf Roto: „Roto hatte die technisch pas- sende Lösung, die sowohl in konstruktiver als auch in wirtschaftlicher Hinsicht zum Projekt eines öffentlichen Auftraggebers sehr gut passte.“ „Es ist uns ein Anliegen, immer die beste Lösung für unsere Kunden zu entwickeln, ins- besondere dann, wenn die Anforderungen komplex sind“, sagt Philipp Kindsvogel, Key- Account-Manager bei Roto. „In diesem Fall haben wir aus unseren Dachfenstern eine Son- derlösung geschaffen, die es in der Form nicht von der Stange zu kaufen gibt.“ Sonderlösung aus Standardlösungen Insgesamt 29 Roto Dachfenster wurden im „Hedwig-Dohm-Haus“ in zwei Lichtbändern und folglich in Reihe verbaut. So kommen nun auf einer Länge von 21 Metern 18 Wohndach- fenster des Designo R6 RotoTronic Schwing- fensters sowie des Designo R8 Klapp- Schwingfensters aus Kunststoff zum Einsatz. Auf der anderen Seite wurden nochmals elf Designo R6 RotoTronic bzw. Designo R8 auf rund 16 Metern eingebaut. Die Roto Dachfenster der Klasse „Meister- stück“ zeichnen sich durch eine hervorragende Energieeffizienz aufgrund des vorintegrierten Wärmedämmblocks sowie der standardmäßi- gen Zweifach-Sicherheits- und Wärmedämm- Isolierverglasung aus. Durch die Wahl des RotoTronic wurde zudem eine weitere Lücke geschlossen: die Belüftung. Das Öffnen der Dachfenster in über drei Metern Raumhöhe erfolgt nun per elektrischer Steuerung. Philipp Kindsvogel: „Dachfenster in dieser Höhe sind oftmals nur Lichtspender. Es ist allerdings nachweislich so, dass frische Luft in Räumen auch gut für Wohlbefinden und Gesundheit ist – bei Kindern allemal!“ Sonnenschutz auf Knopfdruck Auch der Sonnenschutz erfolgt vollautoma- tisch auf Knopfdruck. Architekt Mathias Büh- ler hatte sich hier für 29 Roto Außenmarkisen entschieden – eine für jedes Dachfenster. Sie werden ebenfalls elektrisch per Schalter bedient. Für den Einbau der technologischen Lösungen wurde die Firma Ulrich Bihler Elektro Dach- Wand-Abdeckungstechnik aus Darmstadt beauftragt. Handwerksmeister Ulrich Bihler, sein Sohn Jens sowie Mitarbeiter Sebastian Hartig hatten im Zusammenspiel mit Roto Außendienstmitarbeiter Marcel Sturm bereits die Montage der einzelnen Dachfenster und somit den Aufbau der Lichtbänder in das herausfordernde Stehfalzdach übernommen. Geschäftsführer Ulrich Bihler schloss gemein- sam mit Sohn Christian die Elektronik der betreffenden Wohndachfenster sowie der Außenmarkisen an eine zentrale BUS-Einheit an, von wo aus die gesamte Steuerung geregelt wird. Somit ist nun bspw. zur Schlafenszeit der Kinder eine schnelle Verdunkelung möglich. Auch die Gruppenräume, in denen gespielt wird, sind auf Wunsch umgehend vor Sonnen- einstrahlung geschützt. Begleitung bis zur Abnahme Bereits in den frühen Planungsphasen bezog Mathias Bühler die Roto Mitarbeiter in das Pro- jekt ein, um die Reihung und die Integration der Fenster bis zurAbnahme von Herstellerseite und im engen Zusammenspiel mit der Firma Ulrich Bihler abgesichert zu wissen. „Gerade bei Sanie- rungsmaßnahmen ist es wichtig, dass die Betei- ligten frühzeitig involviert und Fachkompeten- zen mit Blick auf die jeweils passende Lösung gebündelt werden. Die Bereitschaft zum Enga- gement bereits in der frühen Projektphase war bei Roto uneingeschränkt gegeben“, so Bühler. Und Philipp Kindsvogel ergänzt: „Bei Roto sehen wir es als Selbstverständlichkeit an, unsere Kunden mit Premium-Lösungen, aber auch mit Premium-Service zu begleiten und ihnen bei der erfolgreichen Umsetzung ihres Projekts zu hel- fen.“ In der Kindertagesstätte „Hedwig-Dohm- Haus“ ist diese Strategie aufgegangen. Städtische Kita in neuem Licht Energieeffizienz mit Roto Sonderlösung Roto mit neuem Produktkonfigurator Sowohl mit der Website als auch mit dem Pro- duktkonfigurator will Roto seine Kunden schon vom ersten Informationsbedarf an unterstützen und sie sicher und einfach durch Beratung und Bestellung begleiten. „Mit dem neuen Produktkonfigurator und der modernisierten Website ist uns das gelun- gen: Nun fängt die den Kunden so wichtige und für Roto typische Monta- gefreundlichkeit schon bei der ersten Information, Beratung und Bestellung an. Einfacher geht es nicht“, ist Markus Röser, Geschäftsführer Roto Dach- und Solartechno- logie, überzeugt. Auf der Internationalen Fachmesse Dach + Holz im Februar bekamen die Kunden eine erste Version beider Onlinetools zu sehen. „Dort waren sie gefragt, sich selbst aktiv ein- zubringen: In der digitalen Werkstatt auf unse- rem Messestand konnten und sollten die Pro- fis aus dem Dachhandwerk und dem Fachhan- del ihre Verbesserungsvorschläge und Ände- rungswünsche eingeben und so ganz direkt mitentwickeln“, erzählt Markus Röser. Das hat hervorragend funktioniert: „Das Interesse der Profis und die Teilnahme an der digitalen Werkstatt waren immens.“ Das Feedback der Profis hat Roto nun umge- setzt – herausgekommen ist mit dem Produkt- konfigurator ein digitales Werkzeug, das es Fachhandel, Dachdeckern und Zimmerern, aber auch Fachplanern und Architekten ermöglicht, schnell und einfach die richtige Lösung von Roto zu fin- den. Die Profis können so jedem Kunden- wunsch gerecht werden und jede bauliche Herausforderung profes- sionell meistern. Privat- kunden dagegen können sich schon vorab einen Überblick verschaffen, sich Inspiration holen – und erhalten am Ende einen Vorschlag, wel- che Roto Profipartner in ihrer Nähe sie bei Auswahl und Einbau begleiten können. Die Website ergänzt dieses neue Werkzeug durch umfangreiches Produkt- und Hintergrundwis- sen, zielgruppenspezifisch aufbereitet für die unterschiedlichen Kundengruppen. „Mit der neuen Website wollen wir unser Ser- viceangebot für alle Kundengruppen weiter verbessern und unter anderem Privatkunden direkt an Händler und Dachprofis vermitteln, Informationen übersichtlicher aufbereiten und die Orientierung innerhalb der Roto Produkt- welt weiter erleichtern“, so Rösner. Flachdachausstiege sind eine einfache Möglichkeit, sonst ungenutzte Flächen bequem zugänglich zu machen und damit neuen Raum zu erschließen – beispielsweise in Form von Dachterras- sen oder Gründächern. Doch ein zusätzliches Bauwerksabschlussele- ment erhöht gleichzeitig das Risiko von Energieeinbußen durch das Entwei- chen erwärmter oder gekühlter Innen- luft. Aus diesem Grund kommt das bewährte Klima-Dicht-System der Columbus Trep- pen GmbH nun auch bei Flachdachaus- stiegen zum Einsatz. Mit einer Kombina- tion aus Flachdachausstieg und der Sche- rentreppe Ecco, die auch separat erhältlich ist, bringt der Hersteller jetzt erstmals ein Modell mit umlaufender Fensterdichtung und -verrie- gelung auf den Markt: Dies garantiert nicht nur eine hohe Luftdichtheit –für die Scherentreppe Ecco wurde die Luftdichtheit Klasse 4 vom ift Rosenheim bestätigt –, sondern auch eine unkomplizierte und schnelle Montage. „Der Ausgangspunkt für die neuen Produkte Flach- dachausstieg Ecco und Scherentreppe Ecco war unsere Scherentreppe Mini“, erklärt Emre Kurt, Marketingleitung bei Columbus Treppen. „Diese sollte gezielt so weiterentwickelt wer- den, dass sie modernstenAnforderungen an die Energieeffizienz entspricht sowie unsere Kun- den beim Einbau unterstützt.“ Möglich wird dies unter anderem durch die Trennung des Ausstiegs in die zwei Elemente Luke und Scherentreppe: Beide werden nach- einander montiert, so dass die Bauteile leicht und einfach handhabbar sind. Für das Anbrin- gen der Treppe ist dabei nur eine Person not- wendig: Mithilfe von Stahlwinkeln wird das Scherenpaket mit einem Handgriff in die Nut des geöffneten Lukendeckels eingehängt. „Anschließend ist keine Stabilisierung mehr nötig. Es genügen lediglich vier Holzschrauben zur endgültigen Fixierung“, erläutert Kurt. Alle zur Montage notwendigen Schrauben liegen - sowohl beim Flachdachausstieg als auch bei der Scherentreppe - als Zubehör bei. Der Dämm- und Dichtblock (WDL) am Lukenkasten von Ecco, serienmäßig im Lieferumfang der Sche- rentreppe enthalten und in der Version Dach- ausstieg als Zubehör bestellbar, macht beide Produkte besonders anwenderfreundlich: Durch ihn entfallen aufwändige Arbeiten wie Schäu- men und Kleben. Der Einbau kann standardmä- ßig mit Abdeckleisten erfolgen; bei Bedarf ist auch eine Bearbeitung mit Gipskarton möglich, um eine absatzlose Deckenoptik herzustellen. Zusammen mit dem ebenfalls flächenbündigen Verschluss ohne Zughaken entsteht so ein eben- mäßiges und ruhiges Raumgefühl. Für einen bequemen und sicheren Aufstieg lie- fert Columbus immer die maximal mögliche Stufenbreite, wobei die Belastbarkeit je Stufe 150 kg beträgt. Die TÜV-geprüfte Scheren- treppe ist auf Wunsch auch mit Teleskophand- lauf verfügbar. Kombination: Flachdachausstieg und Scherentreppe 16 N EWS D ACH 3/18 BRANCHE AKTUELL 17 Ende September fiel der Startschuss für die erste Saison der BMI Akademie. Erstmals wird das Wissen der führen- den Marken aus der gesamten BMI Gruppe (Braas, Decra, Icopal, Vedag und Wolfin) unter einem „Schuldach" zusammengefasst und bietet allen Teil- nehmenden eine einmalige Vielfalt an Möglichkeiten, ihrWissen zu erweitern. Das Trainingsprogramm für Dachhand- werker und Mitarbeiterinnen und Mitar- beiter des Handels war noch nie so umfang- reich wie in der neuen Saison. Allein 17 ver- schiedene Veranstaltungen an unterschiedli- chen Standorten bieten den Teilnehmenden umfangreiches Steildach-Wissen. „Unser Trai- ningsprogramm bietet einen ausgewogenen Mix aus Theorie und Praxis. Ob Berufseinstei- ger oder Profi – bei uns ist für jeden etwas dabei", erklärt Marion Mossmann, Leiterin der BMI Akademie. Die Trainings wurden teil- weise bereits in den vergangenen Jahren in der Braas Akademie entwickelt und geprüft. So findet beispielsweise im März 2019 die Schu- lung „Einen Schritt voraus – neue Geschäfts- felder erschließen mit Braas Solarsystemen” in Heusenstamm statt. Neben einem umfangrei- chen Überblick über die Funktionsweisen von PV- und solarthermischen Anlagen bekommen Teilnehmende hier zusätzlich einen Gutschein für eine Solar-Lehrverlegung an einem Bau- vorhaben durch einen Braas Anwendungsbera- ter Solar. Das Training „BMI Akademie vor Ort – machen Sie Ihre Baustelle zum Trainingsort“ ist ein besonders individuelles und praxisnahes Angebot, das speziell auf den eigenen Betrieb und eine spezielle Baustelle zugeschnitten ist und individuelle Problemlösungen bietet. Steil- und Flachdach: Sie tragen den Titel „Braas – Wolfin: Steildach trifft auf Flach- Weitergedacht: Die BMI Akademie startet dach” und „Braas – Vedag: mit Bitumen die Lösung für jeden Winkel finden”: Bei diesen Trainings treffen zwei Welten aufeinander und sorgen für breites Wissen zur Schnittstelle Steildach/Flachdach. Die Teilnehmenden soll- ten über erste Grundkenntnisse in beiden The- mengebieten verfügen. Flachdachkompetenz Einlagig oder doppelt, Bitumen- oder Kunst- stoffbahnen, verschweißen oder verkleben? Was das Flachdach sicher und dicht macht, vermitteln die Trainings der Flachdachexperten Icopal, Vedag und Wolfin. Dabei werden die unterschiedlichen Verarbeitungsverfahren erläutert und können selbst ausprobiert werden. So lernen Teilnehmende im Training „Mit dem Vedag Turbodach schneller zum Erfolg” alle Kniffe zur thermischen Aktivierung von Poly- merbitumen- und Bitumenbahnen. Im zweitä- gigen Meistertraining „Detaillösungen am Flachdach leicht gemacht” gehen die Experten von der Icopal Anwendungstechnik auf alle wichtigen Details für Sanierung und Neubau mit Systemprodukten ein. Wolfin macht seine Teilnehmenden zu absoluten Abdichtungpro- fis. In drei Trainings lernen diese alle wichti- gen Handgriffe zur Abdichtungstechnik mit Kunststoff-Dach- und Dichtungsbahnen. Alle Infos unter www.bmi-akademie.de. BELICHTUNG

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