FDF DachNews - Ausgabe 3/2020

11 10 Weinliebhaber werden sie kennen: Shiraz, Merlot und Chardonnay aus der Region Stel- lenbosch. Ein Großteil der besten südafrikani- schen Weine stammt aus dieser Gegend, die durch die Nähe zum Meer, mit Durchschnitts- temperaturen von 18°C und 19°C im Sommer sowie einem jährlichen Regenfall von 600 bis 800 mm ideale Bedingungen für den Weinbau bietet. Hier liegen auch die Weinberge der Kel- lerei Louisvale, die ihre hochwertigen und preisgekrönten Produkte weltweit vertreibt und ihren Kunden bislang in einem rund 100 Jahre alten Herrenhaus eine Weinverkostung anbot. Doch da dieses Ambiente zu klein war, fiel die Entscheidung, die vorhandenen Räumlichkei- ten mit einem modernen und großzügigen Ver- anstaltungstrakt, einer Vinothek, zu ergänzen. Vorbilder: Khoikhoi und Perlemoen Vor rund 2000 Jahren lebten in der Gegend um Stellenbosch die Khoikhoi, ein nomadisches Hirtenvolk, das seine kuppelähnlichen Hütten aus Ästen des Taaibos-Baumes baute und mit Schilfmatten sowie Tierhäuten abdeckte. Im Sommer zogen die Menschen ans Meer und ernährten sich u.a. von Meeresfrüchten wie den Perlemoen, ovalen Meeresschnecken mit perl- muttähnlicher Innenschale. Die Lebensweise der Khoikhoi, ihre Kuppelhütten und die Per- lemoen inspirierten Christoff Albertyn Archi- tects aus Hermanus bei ihrem Entwurf. So weist der Grundriss der neuen Vinothek die ovale Form einer Perlemoen auf und die Südfassade erinnert mit ihrer gerundeten, kup- pelähnlichen Form an die Hütten der Khoikhoi. Zum Schutz vor der Sonne ist diese Fassade nahezu geschlossen. Nur ein paar Öffnungen, deren Geometrien sich an den Formen der Meeresschnecken orientieren, durchbrechen die grau schimmernde, dreidimensionale Fläche und leiten Licht in das Innere des Rau- mes. Im Norden hingegen erlauben großzügige Fensterflächen und eine weitläufige Terrasse einen rund 280 Grad weiten Rundblick auf die Weinberge und das nahe gelegene Gebirge der Cape Folded Mountains. Zur Konstruktion Der zweigeschossige Neubau bietet im Erdge- schoss einen Verwaltungsbereich mit Empfang, Büroräumen und Besprechungsraum für die Geschäftsleitung. Das Obergeschoss schließt über einen verglasten Verbindungsgang an das bestehende Herrenhaus an und beherbergt einen rund 300 m 2 großen Veranstaltungsraum sowie einen rund 95 m 2 großen Küchentrakt mit ent- sprechenden Lager- und Kühlräumen. Für die Tragkonstruktion des Erdgeschosses nutzten die Architekten bestehende Mauerwerkskonstruk- tionen und ergänzten sie mit einer neuen Stahl- betonkonstruktion. Das Tragwerk des Oberge- schosses besteht aus einer Stahlkonstruktion aus Doppel-T-Trägern, die auf der Südseite – wie Kuppelhütten der Khoikhoi – nach außen gebo- gen sind. In diese Tragstruktur sind vorgefertig- te Rahmen für die perlemoenförmigen Fenster- öffnungen integriert. Bauen International: Außergewöhnliche Fassade in Südafrika Weinschnecke aus Titanzinkrauten Mit einer Vinothek hat die Weinkellerei Louisvale im südafrikanischen Stellenbosch ein vorhandenes Herrenhaus erweitert. Das Veranstaltungszentrum, bei dessen Gestaltung Meeresschnecken Pate standen, bietet Platz für die Weinverkostung und festliche Veranstaltungen. Blickfang ist die kuppelförmige Südfassade mit ihrer Bekleidung aus Titanzink und ungewöhnlich geformten Fenstern. Rund 200 m 2 Titanzink der RHEINZINK GmbH wur- den für die Südfassade des neuen Veranstaltungszen- trums in Südafrika verar- beitet. Es unterstreicht die geschwungene Form der Vinothek, die auf den ers- ten Blick wie eine auf der Seite liegende Perlemoen zu schweben scheint. Um die gerundete Form der Südfassade mit einem edlen Material zu unterstreichen, wählten die Architekten das Titanzink der RHEINZINK GmbH. Es schmiegt sich an die dreidimensionale Fassadenform an und ist über seine gesamte Lebensdauer weitgehend wartungsfrei, weil es natürlich bewittert und dabei eine schützende Patina entsteht, die sich auch nach Beschädigungen immer wieder neu bildet. Für Architekten und Bauherren, die von Anfang das Aussehen einer natürlich bewit- terten, patinierten Fläche wünschen, bietet RHEINZINK die Oberflächenqualitäten pre- PATINA schiefergrau, prePATINA blaugrau und CLASSIC walzblank an. Die prePATI- NA-Produkte erhalten durch ein spezielles Beizverfahren bereits von Anfang an den Farbton, der sich durch die natürliche Bewit- terung ohnehin bilden würde. Die Architekten des Louisdale-Veranstal- tungstraktes wählten die Oberfläche prePATI- NA schiefergrau, der Verarbeiter Rhode Roo- fing, Kapstadt, entschied sich für die Verle- gung im Quadratrautensystem. Damit lassen sich auch so komplex geformte Bauteile wie die dreidimensional gebogene Südfassade der Louisvale-Vinothek sicher, einfach und mit geringem Materialverschnitt bekleiden. Auf die gerundeten Doppel-T-Träger montierten die Verarbeiter zunächst waagerecht verlau- fende Stahlbauhohlprofile, die als Unterkon- struktion für darauf montierte senkrecht ver- legte Dachlatten dienen. Auf den Dachlatten wiederum befestigten sie eine Brettholzscha- lung und verlegten darauf diagonal die Qua- dratrauten aus Titanzink. Zum Einsatz kamen die Quadratrauten im Standardmaß 400 x 400 mm. Sie werden von RHEINZINK nach Ermittlung der erforder- lichen Stückzahl hergestellt und geliefert. Vor Ort konnten die Verarbeiter sie dann direkt an der Fassade mit Edelstahlhaften befestigen. Die Montage begann am Fußpunkt der Fas- sade. Um die Fensteröffnungen sicher abzu- dichten und formgerecht anzuschließen, pass- ten die Verarbeiter Winkelprofile über eine Sickenmaschine den Rundungen an und arbeiteten dann mit vor Ort angepassten Qua- dratrauten dagegen. Umsetzung der Titanzink-Fassade Edeldach in Unsleben Qualität Sturmsicher mit dem Dachstick In Westerode, am Stadtrand von Bad Harzburg im Harz, entsteht das neue Heim der Familie Dippon. Bauherrin Janine Dippon hat sich für ihr Einfamili- enhaus für Dachziegel der Unsleben Qua- lität entschieden: „Weil sie von der Farbe und dem Glanz perfekt zu unseremmedi- terranen Haus und der Region passen.“ Farbe und Glanz der Dachziegel sind cha- rakteristische Qualitätsmerkmale der in Unsleben produzierten besonderen Qualität aus drei verschiedenen Tonsorten und einer besonders feinen Engobe, deren brillante Oberfläche zu sehr ästhetischen und haltba- ren Dächern führt. Die Unsleben Qualität zeichnet sich zum einen durch eine sehr niedrige Wasserauf- nahme und daher extrem hohe Frostbestän- digkeit aus, sowie durch eine fein engobierte glatte Oberfläche. Dank der hohen Frostbe- ständigkeit können die Ziegel auch beden- kenlos in Mittelgebirgs- lagen, wie hier in Wes- terode bei Familie Dip- pon im Harz, oder auch in Hochgebirgslagen eingesetzt werden, wo viel Frost zu Problemen führen kann. Die glatt engobierte Oberfläche – in Verbindung mit der geringen Wasseraufnahme – führt auch dazu, dass Vermosung und Veralgung deut- lich später auftreten; gänzlich ausschließen kann man das zwar nie, aber mit der Unsle- ben Qualität wird dieses Problem sehr stark reduziert. Beim F12 Ü Süd handelt es sich um einen klassischen Flachdachziegel aus dem Hause Nelskamp mit einem Materialbedarf von ca. zwölf Stück pro Quadratmeter und einem mittleren Lattmaß von 34,5 cm. Der Ziegel kommt hier mit dem Dachstick zum Einsatz, der besonderen preisgekrönten Verklamme- rung zur zeitsparenden und daher wirtschaft- lichen Sturmsicherung. Ulf Wagner, Geschäftsführer des ausführenden Dachde- ckerunternehmen DiWa Bau, Halberstadt, begründet seine Entscheidung den Ziegel mit dem Dachstick von Nelskamp einzuset- zen: „Er ist einfacher zu verarbeiten, denn wir brauchen für die Eindeckung nur zwei Männer auf dem Dach. Der nachlaufende Klammerer entfällt bei diesem System. Aber nicht nur die Verarbeitung ist einfacher, son- dern ebenso der Ausbau von Pfannen, zum Beispiel bei Dachreparaturen.” Bereits imWerk werden Dachstick und Ziegel zu einer Einheit: Dazu wird der Dachziegel gepresst, mit einem Hinterschnitt versehen und gebrannt. Danach fixiert ein Dübel den Stick am Hinter- schnitt. Auf dem Dach wird der Dachstick einfach ausgeklappt und fest über die Dachlattung geschoben, fertig. Die tückischsten Gefahren sind immer die, die man nicht sieht, hört oder riecht. Oder die man einfach nicht kennt. Zum Beispiel das radioaktive Gas Radon, das aus dem Erdreich ent- weicht und sich in Gebäuden anrei- chern kann. Dagegen ist kein Kraut gewachsen. Aber es gibt eine Dampf- sperre, die mehr kann als nur dampf- sperren: die Elastomerbitumen-Dampf- sperr-Schweißbahn Vedagard AL-E. Alle Gesteine und Böden enthalten in unter- schiedlichen Konzentrationen Uran und Radium. Beim Zerfall des Radiums entsteht das radioaktive Edelgas Radon. Seine Akti- vität wird in Becquerel (abgekürzt Bq) gemessen. Es steigt aus der Erde auf und gelangt entweder in die Atmosphäre – oder über die Bodenplatte ins Haus. Wer im Emsland wohnt, im Spreewald oder in Osterburken, muss sich kaum Gedanken machen. Hier liegt die Konzentration bei weniger als 20.000 Bq/m³. In anderen Gegenden wiederum kann die Konzentrati- on 100.000 Bq übersteigen. Das ist deutlich im kritischen Bereich. Eindeutig lässt sich dies aber nur mittels einer Messung der Radon-Konzentration feststellen, da es doch zu starken Unterschieden kommen kann. Der Gesetzgeber hat den Radonschutz in das Strahlenschutzgesetz aufgenommen, das gemeinsam mit der neuen Strahlen- schutzverordnung seit Ende 2018 vollstän- dig in Kraft ist. Wer als Bauherr auf Nummer Sicher gehen will oder als Planer bzw. Ausführender ver- antwortlich handelt, spart nicht am falschen Ende, also an der Abdichtung der Boden- platte. Eine Bitumen-Dampfsperr-Schweiß- bahn, die zwar dampfdicht, vor allem aber preiswert ist, kann nicht auch noch radon- dicht sein – und darf nach DIN auch gar nicht eingesetzt werden. Es gibt für die Abdichtung auf Bodenplatten preiswerte Lösungen: Zum Beispiel die Elastomerbitu- men-Dampfsperr-Schweißbahn Vedagard AL-E. Die dampfdichte Bahn (sd-Wert ≥ 1.500 m) eignet sich nicht nur als Dampf- sperre auf dem Dach, sondern gemäß abP (allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis) Nr. P-5112-0009 des MPA Bau der TU München auch als Abdichtungslage gegen Bodenfeuchte wie Kapillar- oder Haftwas- ser auf Bodenplatten nach DIN 18533. Zusätzlich bildet sie einen wirksamen Schutz vor Radon – nachgewiesen durch ein unabhängiges Prüfungsinstitut. Gesetzkonform: Das „Gesetz zur Neuord- nung des Rechts zum Schutz vor der schäd- lichen Wirkung ionisierender Strahlung“ vom 27. Juni 2017 lässt hier auch gar nicht viel Spielraum. Es regelt im Kapitel „Schutz vor Radon“ eine konkrete Verpflichtung für Neubauten: „Wer ein Gebäude mit Aufent- haltsräumen oder Arbeitsplätzen errichtet, hat geeignete Maßnahmen zu treffen, um den Zutritt von Radon aus dem Baugrund zu verhindern oder erheblich zu erschweren.“ Vedagard AL-E ist radondicht!

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