FDF DachNews - Ausgabe 3/2020
15 14 Neustart mit Schiefer: Schule mit neuer Nutzung Als in Meinerzhagen 1955 ein neues Wohn- gebiet errichtet wurde, entstand auch eine neue Schule. Viele Jahre hat sie gut gedient, bis die Kinder, die hier aufwuchsen, erwach- sen wurden und wegzogen. Die Alte Gemein- schafts-Hauptschule hat 2017 ausgedient. Bereits seit 2015 suchte die Stadtverwaltung nach einem Investor für die alte Schule. Die drei Investoren DDM Rolf Lutz, DDM Mike Sternkopf und Pflegedienst-Chef Claudius Hasenau nahmen sich der Schule mit einem Investitionsvolumen von 18 Mio. Euro an. Ziel war das „Quartier der Generationen“, ein Bauwerk mit breitem Nutzen für die Stadt. Solide Substanz: Basis für die umfangreichen Umbauten war eine besonders robuste Bausubstanz mit drei Meter hohen Räumen. Die Ziegelmauerwerke der Schule sind 48 cm dick und beide Gebäu- detrakte komplett unterkellert. Auf eine Nutz- last von 500 kg/m² sind die Betondecken der Schule ausgelegt und entsprechend robust in der Handhabung für zukünftige Anwendungen. Die alte Schule setzt sich aus zwei Gebäuden zusammen. Das 133 Meter lange Hauptgebäu- de beherbergt heute zu ¼ ein Demenzwohn- heim. Eine Hälfte des Gebäudes ist im Erd- und Obergeschoss als sozialer Wohnungsbau konzipiert. Es entstanden 34 öffentlich geför- derte, barrierefreie Wohnungen. Und die ins- gesamt 17 Wohnungen unter dem Dach sind frei finanzierter Wohnungsbau. Der kürzere Trakt gegenüber bietet auf seinen 67 Metern Länge durchweg Mietwohnungen und im hin- teren Teil einen Kindergarten. Das ursprüngli- Der zentrale Eingangsbereich im Altenheim erstreckt sich über alle Geschosse bis unters Dach. che einfache Satteldach der alten Schule wur- de komplett abgerissen und bei gleicher First- höhe zu einer Steil-Mansarde mit Flachdach umgestaltet. Die neue Solaranlage leistet 198 kWp. Ein Blockheizkraftwerk mit 20 kW/Std. ergänzt die Energiezufuhr. Gebäudehülle KfW 55: Die 7500 m² große Fassade wurde mit dauer- haften Materialien des Dachdeckerhandwerks bekleidet. Die Dachdecker-Investoren ent- schieden sich an der Fassade für eine Mischung aus Schiefer und Biberschwanzzie- gel. Die Ziegel sind grau glasiert und der rechteckige Schiefer von Rathscheck Schie- fer in vier Gebindehöhen zu einer Dynami- schen Deckung gestaltet. Die großen Gebäu- de werden durch die Materialwahl reduziert. Auch die neuen Balkone teilen die Bauten. Um die Forderungen des KfW-Hauses 55 zu erfüllen, darf der Energieverbrauch der gewählten Konstruktionen maximal 55% des von der Energieeinsparverordnung geforder- ten Wertes erreichen. Daraus ergeben sich in etwa folgende U-Werte: Flachdach, Steildach und Wand 0,20/0,24 W/(m²K) -- ► 0,11/0,13 W/(m²K) < U ≤ 0.14 W/(m²K). Die 48 cm dicke Ziegelwand wurde mit 14 + 12 cmMW (WLS 031) gedämmt. Die Dämmung wurde zweilagig zwischen 26 x 6 cm dicke Balken verlegt. Darauf folgte eine Windsperre, Lat- tung und Konterlattung. Für Schiefer wurde statt einer Konterlattung eine Vollschalung verlegt. Auf den Steil- und Flachdächern kamen 24 cm dicke PU-Aufsparren- dämmungen zum Einsatz. Für den erforderlichen Komfort erhielten alle Gebäude Aufzüge. Acht Aufzüge fahren vom Keller bis unters Dach. Im Innenhof zwischen den zwei Gebäudetrakten wurde ein reizvoller Garten mit einem Wasser- lauf angelegt. Die Gebäude sind heu- te komplett genutzt. Die Fassaden des neu entstandenen Quar- tiers sind nicht wie oft üblich mit einem WDVS gelöst, sondern mit dauerhaften Materialien für vorgehängte hinterlüftete Fassaden. Eine Dynamische Rechteckde- ckung aus Schiefer und glasierte Biber- schwanzziegel fordern vom Handwerk spezielles Können. Warum dieses Lösung? Lutz: Ich kann die WDVS-Fassaden nicht mehr sehen. Spätestens nach 10 Jahren sind sie schmutzig oder setzten Grünspan an. Und so sehen die Bauten im sozialen Wohnungs- bau wie schmutzige Schuhkartons aus. Das vermeide ich durch eine neue Nutzung von Bestandsgebäuden mit schöner Optik. Wir haben auch bei dieser Schule über verschie- dene Materialien nachgedacht und sind dann auf Schiefer und Biber gekommen. Die Lösung ist anspruchsvoller. Ich muss aber im Gegenzug die Fassade nicht alle 10 Jahre streichen. Wie sind Sie auf die Dynamische Deckung mit Schiefer gekommen? Lutz: Habe sie in Prospekten von Rathscheck gesehen. Es ist eine großartige neue Deckung mit einer lebhaften Optik. Sie erzeugt ein modernes Fassadenbild und ist überaus halt- bar. Schiefer hat Charakter Drei Fragen an Dachdeckermeister Rolf Lutz Eine Besonderheit ist der liebevoll herge- stellte Uhrenturm. Wie ist dieser zustande gekommen? Lutz: Diese alte Uhr haben wir aus einem der Giebel der Schule abgebaut und zentral wie- dererrichtet. Die Uhr war das Erkennungs- merkmal der Schule und ist wieder an die- sem Objekt im Türmchen eingedeckt. Blick auf die Schulanlage aus den 50er Jahren. Die alte Schuluhr ist als Erinnerung geblieben. Die Dynamische Deckung aus Schiefer wurde in Meinerzhagen in vier unterschiedlichen Ansichtshöhen verbaut. Aus einer alten Schule in Meinerzhagen wurde ein “Quartier der Generationen”. Als Fassadenbaustoff wurde Schiefer in Dynamischer Rechteckdeckung verwendet. Dachdeckermeister Rolf Lutz hat sie umgesetzt und ist selber Investor des Projekts. In der wunderschönen italienischen Stadt Conegliano-Valdabbiaden, einem UNESCO - Weltkulturerbe, hat Tegola Canadese an der Renovierung eines alten Stalles mitgewirkt. Das Ergebnis ist eine Villa mit moderner Architektur, die sich gleichzeitig perfekt in die Umgebung einfügt. Für die Eindeckung der gewölbten Dachfläche (Tonnendach) wurde PRESTIGE ULTIME- TAL in der Farbe Schiefer gewählt, für die kei- ne besonderen Zubehörteile erforderlich waren, da PRESTIGE UITIMETAL flexibel, nagelbar, leicht und begehbar ist. PRESTIGE ULTIME- TAL-Dachschindeln be- stehen aus einer speziellen Aluminiumlegierung und anderen Edelmetallen, die mit speziellen Polymeren vorlackiert sind und eine langanhaltende Oxidati- ons- und Korrosionsbe- ständigkeit bieten. PRESTIGE ULTIMETAL gibt es in den 6 Far- ben Schiefer, Verdigris, Bronze, Natur, Corten und Gold. Sie können auf Dächern jeder Form und Neigung angebracht werden. Die zweite Dachfläche, nach Südwesten aus- gerichtet, wurde mit TEGOSOLAR-Photovol- taik eingedeckt und es entstand ein Photovol- taiksystem von 4,3 kWp, um den Energiebe- darf des Gebäudes aus erneuerbaren Quellen mit amorphen Silizium-Dünnschicht-Zellen zu erzeugen. Tonnendach mit Dachschindeln Elegant, extravagant oder klassisch – Dachziegel prägen das Erscheinungsbild eines Gebäudes maßgeblich. Laumans Topseller, der TIEFAXLTOP, ist dank des sanften Schwungs sowie der harmonisch ruhigen Flächenwirkung perfekt für Modernisierungen oder Neubauten geeig- net. Seine Markenzeichen: ökologisch, sicher, modern. Ab sofort ist der Flach- dachziegel auch in der Trendfarbe #25 graphitschwarz in matter Optik erhältlich. Die graphitschwarzen Dachziegel sind bei Architekten und Bauherren nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern vor allem auf- grund der Vorteile beliebt. Durch die Zugabe von Glaskörpern veredelt der niederrheini- sche Dachziegelhersteller Laumans die Naturengoben. Ergebnis: Sie sind deutlich härter und deshalb unempfindlicher gegen mechanische Stöße und Schrammen. Zudem hat die dichtere Oberfläche, ähnlich einer Glasur, eine schmutzabweisende Wirkung. „Graphitschwarz ist seit der Einführung 2019 unsere Newcomer-Farbe, die all unsere Erwartungen über- troffen hat“, freut sich Gerald Laumans über den gelungenen Start. Der geschäftsfüh- rende Gesellschafter der Gebr. Laumans GmbH & Co. KG. ergänzt: „Das beim Fachhandwerk belieb- te Mittelformat des TIEFA XLTOP und die neue Farbge- bung schmieden nun eine Erfolgsallianz.“ Einfache Verlegung, große Sicherheit Der TIEFAXLTOP ist Laumans meistgefrag- tester Flachdachziegel – sowohl bei Dachde- ckern als auch Bauherren. Schließlich lässt er sich durch sein variables Deckspiel schnell verlegen und bietet großen Schutz. Durch die breite Auflagefläche liegt der TIEFAXLTOP ruhig und sicher auf der Dachlatte. Die Vier- fachüberdeckung und intensive Verriegelung im Vierziegeleck gibt der Ziegelfläche zusätzliche Stabilität und macht sie extrem sicher gegen Windsog. Die doppelte Verfal- zung trotzt zudem Schlagregen und Flug- schnee. Und dies schon bei Dächern mit Nei- gungen ab 12 Grad mit entspre- chenden Zusatzmaßnahmen gemäß Fachregelwerk des ZVDH. Laumans fasst zusam- men: „Der TIEFA XLTOP wird aus heimischen Ton und sehr ressourcenschonend hergestellt. In Kombinati- on mit der Trendfarbe bieten wir Handwer- kern wie auch Bauher- ren eine perfekte Lösung an.“ Topseller Laumans TIEFA XLTOP Jetzt in Trendfarbe Graphitschwarz
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