FDF DachNews - Ausgabe 2/2021
16 N EWS D ACH 2/21 17 lendes Laub verstopfen. Die Folge: Aufgrund fehlender Notüberläufe staute sich das Wasser immer wieder entlang der fünf Attika-Entwäs- serungspunkte auf. Im schlimmsten Fall hätte das Gewicht des stehenden Wassers einen so enormen Druck auf das Flachdach ausüben können, dass dieses einstürzt. Um dieses Pro- blem künftig zu lösen und dem Eigentümer die größtmögliche Sicherheit gegen unkalkulier- bare Folgeschäden zum Beispiel durch eindrin- gendes Wasser geben zu können, erfolgte im Jahr 2018 die Installation der insgesamt fünf ROOFGUARDs auf den bestehenden Abläu- fen sowie die Montage neuer Notüberläufe. ROOFGUARD hält dem Starkregen stand Mittlerweile sind die kontrollierten Laubsiebe seit mehr als zwei Jahren im Dauereinsatz und haben in dieser Zeit jeden Starkregen sowie Hagel im Sommer und Schneemassen imWin- ter standgehalten. Alle verbauten ROOF- GUARDs befinden sich nach wie vor in einem tadellosen Zustand und sind fest mit der Dach- bahn verbunden. Für den dauerhaften Verbund sorgt eine spezielle 2K-Klebepaste, die den ROOFGUARD sicher über den Abläufen fixiert – und dies, ohne die vorhandenen Dach- abdichtungsebenen durchdringen zu müssen. Der automatische Hebe- und Senkmechanis- mus der Siebe wurde zur Probe mehrfach getestet und arbeitet nach wie vor tadel- los ohne Verzögerung. Freier Wasserablauf zu jeder Zeit dank innovati- vem Mechanismus Vier der fünf selbstreinigen- den Laubsiebe zeigten über den am ROOFGUARD inte- grierten CHECK-Indikator (vgl. Bild oben) an, dass sie seit der letzten Wartung mindestens einmal aktiv für einen freien Ablauf gesorgt haben. Das bedeutet, dass die Entwässerungsleistung aufgrund eines oder mehre- rer Wetterereignisse kurzzei- tig eingeschränkt war und sich eine Wasseransamm- lung von mindestens 60 bis 65 mm ausgebildet hatte. Dieser Wasserpegel von mehr als 60 mm wird benö- tigt, um die Schwimmkörper des ROOFGUARDs zu ent- riegeln und damit das zentral Der ROOFGUARD verbleibt das ganze Jahr über auf dem Dach und sorgt stets für einen freien Wasserablauf. Seine strömungsoptimier- te Bauform begünstigt die Einleitung des Regenwassers und ermöglicht eine – im Ver- gleich zum bewährten FLECK Universal-Kies- fang – gesteigerte Entwässerungsleistung. Der sichere Schutz gegen Wasserstau auf dem Flachdach Der ROOFGUARD ist seit fast drei Jahren fes- ter Bestandteil im Baustoff- und Bedachungs- fachhandel und wird seit 2020 durch FLECK vertrieben. Für den Dachzubehör-Hersteller war dies Anlass genug, um gemeinsam mit dem interessierten Gutachter Oliver Koock, dem erfahrenen Dachdecker André Mathes – beides auch Gesellschafter bei der JOBADrei- D GmbH Königs Wusterhausen – und dem Entwickler des ROOFGUARDs, Dachdecker- meister Sascha Klein, ein Objekt im Raum Hannover zu besichtigen. Auf der Logistikhalle der Spedition Seidensticker sind seit mehr als zwei Jahren die innovativen Laubsiebe erfolg- reich im Einsatz. Bei dem Objekt handelt es sich um eine Bestands-Logistikhalle. Die Halle befindet sich in unmittelbarer Nähe zu Bäu- men, sodass die Gefahr bestand, dass die vor- handenen Abläufe unbemerkt durch herabfal- integrierte Laubsieb über den innovativen Mechanismus anzuheben. Der Wasserdruck ist in diesem Moment so groß, dass er die angela- gerten Verunreinigungen oder den Hagel zusammen mit dem Stauwasser in die Abwas- serleitung spült. Wie gefährlich es ist, wenn ein Flachdach auf- grund von aufgestautemWasser einbricht, konnten die Geschäftsführer der Seidensti- cker Spedition GmbH, Stefan und Michael Seidensticker, bereits aus eigener Erfahrung berichten: Aufgrund einer mehr als 20 cm hohen Wasseranstau- ung auf einem ihrer Flachdächer kam es in der Vergangenheit bereits zu einem Wasserein- bruch an den Lichtkuppeln. Der Grund für das Stauwasser war schnell identifiziert. Sämtliche Dachgullys waren durch Laub verstopft. Da Gefahr bestand, dass das Dach einkracht, musste sogar die Feuerwehr mit mehreren Einsatzkräf- ten und Fahrzeugen anrücken. Dank ROOF- GUARD ist das nun Vergangenheit. Einfache Nachrüstung ROOFGUARD Laubsiebe auf Flachdächern sind sinnvoll und leicht nachzurüsten. Sie können prinzipiell jedes herkömmliche Laubsieb eines Ablaufs oder Gullys bis DN 200 ersetzen. Insbesondere auf Flachdä- chern, die sich über besonders schützenswerten Räumlichkei- ten wie Schulen, Kindergärten, Museen oder Archiven befin- den, kann der ROOFGUARD eine zusätzliche Sicherheit gewährleisten und das Dach vor Überlastung durch anstau- ende Wassermengen schützen. Dies gilt insbesondere für ältere Flachdächer mit einer Attika ohne Notentwässerung, denn auch hier schafft der ROOF- GUARD unkompliziert mehr Sicherheit. Dieser einzigartige ROOFGUARD minimiert die Risiken aktiv und selbständig, bevor sie erkannt oder unter Umständen durch weitere Warnsysteme erfasst und gemeldet werden können. 1) Der ROOFGUARD wird auf dem Dachgully fixiert. Bei normalem Nie- derschlag fungiert der ROOFGUARD als ein herkömmliches Laubsieb. 2) Sobald sich der Wasserstau im Bereich des ROOFGUARDs auf mehr als 60 mm erhöht, löst ein selbstregelndes Notentwässerungssystem aus. 3) Der Siebliftmechanismus sorgt dafür, dass sich das Laubsieb anhebt und durch den entstehenden Druck der Wassermassen wird ein freier Ablauf gewährleistet. Das eingeschwemmte Laub wird durch die Leitung gespült und beseitigt. 4) Bei einemWasserstand von circa 30 mm senkt sich der ROOFGUARD wieder ab und ist dann wieder als Laubsieb betriebsbereit. Roofguard von Fleck: Goodbye verstopfte Dachgullys Der CHECK- Indikator (Bild- mitte) zeigt an, dass der ROOF- GUARD seit der letzten Wartung mindestens einmal aktiv für einen freien Ablauf gesorgt hat. Stauwasser auf Flachdächern ist kein seltenes Problem. Dachdecker ken- nen den Grund dafür: Häufig sind verstopfte Dachabläufe die Ursache für das ungewollte Wasser auf dem Dach. Um diesem Problem zu begegnen, wurde der ROOFGUARD entwickelt. Er bietet optimalen Schutz vor Stau- wasser, hervorgerufen durch zugesetzte Gullys. Das beweist die Lang- zeiterfahrung auf einer Logistikhalle in Langenhagen. Ablaufleistung im Vergleich Der direkte Ver- gleich der Ablaufleis- tungen vom ROOF- GUARD und dem Universal-Kiesfang von FLECK macht deutlich, dass der ROOFGUARD die Entwässerungsleis- tung zusätzlich ver- bessern kann. Nach über 86 Jahren Liegezeit der alten Eindeckung erhielt die Herz Jesu Kirche in Espeln bei Paderborn eine Bedachung auf dem neuesten Stand der Technik. Die Herz Jesu Kirche in Espeln im Kreis Pader- born wurde im Jahr 1900 eingeweiht und 1932 auf den heutigen Grundriss erweitert. Aus die- sem Jahr stammt auch die harte Bedachung, wie die in die alten Tonziegel eingebrannte Jah- reszahl dokumentiert. Die Liegezeit von über 86 Jahren hatte deutliche Spuren an den Dach- pfannen hinterlassen. Sie waren stark abgewit- tert und zum Teil auch nicht mehr lagesicher. Über Undichtigkeiten war bei starken Regen- fällen bereits mehrfach Wasser in die Sakristei eingedrungen. Höchste Zeit also für eine Sanie- rung des Daches, bei der gleichzeitig auch die Fassade neu gestrichen und dieAufhängung des Geläuts erneuert werden sollten. Um das Dach technisch auf den neuesten Stand zu bringen und die neue Dämmung im Bereich der Gewölbe vor eintreibendem Schnee und Regen zu schützen, kam die Unterdeckbahn Delta-Maxx Plus zum Einsatz. Durch zwei integrierte Klebestreifen auf der Bahnenunter- seite lässt sich das Material besonders effizient und wirtschaftlich verlegen und es wird sofort ein sicherer Feuchteschutz für die Konstrukti- on hergestellt. Erhöhte Sicherheit und Effizienz Für das ausführende Dachdeckerteam bedeu- tete der Einsatz der Bahn auch eine erhöhte Sicherheit bei den Verlegearbeiten, denn das Material erfüllt die Anforderungen der GS- BAU 18 (Stand 2015) „Grundsätze für die Prü- fung und Zertifizierung der Durchsturzsicher- heit von Bauteilen bei Bau- und Instandset- zungsarbeiten“. Im Sinne des Prüfgrundsatzes gilt ein Bauteil als durchsturzsicher, wenn es von einem 50 kg schweren Stoßkörper nicht durchschlagen wird und wenn es darüber hinaus in der Lage ist, nach der dynamischen Belastung eine statische Last von 100 kg über 15 Minuten zu halten. Das ist die Zeit, die übli- cherweise zur Bergung oder Sicherung eines Verunfallten auf dem Dach benötigt wird. DieArbeiten auf demmit 45 bzw. 55 Grad stark geneigten Kirchendach in 11 Metern Höhe konnten deshalb mit sicherem Gefühl ausge- führt werden. Der Abbruch und die Neueindeckung wur- den dabei Zug um Zug vorgenommen. Nachdem die alten Ziegel und die Lat- tung entfernt waren, wurde in den jeweils freigelegten Berei- chen die Unterdeck- bahn über die Sparren hinweg verlegt. Das hochbelastbare und hochreißfeste Material wur- de parallel zur Traufe ausgerollt und am Grat entlang schräg abgeschnitten. Der abgeschnit- tene Bahnenteil wurde dann einfach um 180 Grad gedreht und in entgegengesetzter Rich- tung weiterverarbeitet. Durch den passgenauen Zuschnitt wurde unnötiger Verschnitt vermie- den, da hier sofort mit der schräg angeschnitte- nen Rolle weitergearbeitet werden konnte. Die Bahn wurde am oberen Rand mit Tacker- klammern im markierten Überlappungsbereich fixiert. Der reißfeste und feuchtigkeitsunemp- findliche Abdeckstreifen des Selbstklebeban- des wurde einfach abgezogen und die Bahn mit der darunter liegenden Bahn im Überlappungs- bereich verklebt. Die Verlegung mit einer Überdeckung von mindestens 10 cm und die Verklebung dieser Überlappungsbereiche sind dabei eine wesent- liche Vorausset- zung für die Durch- s t u r z s i che r he i t . Darüber hinaus müssen die Bahnen am Ortgang bzw. am seitlichen Bah- nenende mindes- tens 10 cm weit überstehen, um s i che r zus t e l l en , dass die Bahn im Falle einer Belastung nicht unter der Konter- lattung herausrutschen kann. Wichtige Verlegevorteile ergaben sich auch durch die besondere Stabilität und Reißkraft des Materials. Die hoch belastbare Bahn ließ sich leicht handhaben und ausrichten und nahm auch eine raue Behandlung auf dem steil geneigten Kirchendach nicht übel. Kirchendach saniert Abdichtungsexperte SOPREMA ergänzt sein nachhaltiges Angebot um zwei neue Bitumen- produkte. Der schnell haftende Bitumenvor- anstrich SOPREMA PEB auf Recyclingbasis ist univer- sell einsetzbar. Er sorgt beim Verschweißen bzw. Verkleben von Bitumenbahnen fü r her- vorragende Haftung auf mine- ralischen Untergründen, Metall, Bitumenbahnen sowie anderen bitumen- und lösemit- telbeständigen Untergründen. Das zur Her- stellung des Voranstrichs verwendete Poly- merbitumen ist zu 100 % recycelt. Der Primer ist im 25-Liter-Gebinde mit praktischemAus- gießer verfügbar. Fü r die Verarbeitung im Gießverfahren präsentiert SOPREMA das Blockbitumen SOPREMA ESBIT , eine modifizierte Heiß- bitumen-Klebemasse mit sehr hoher Kleb- kraft. Das neue Produkt lö st das Blockbitu- men 100/25 ab. SOPREMA ESBIT ist verar- beitungsfreundlich und eignet sich als dauer- haft sichere Abdichtungslösung fü r sämtliche Aufbauten, bei denen Dachab- dichtungsbahnen in Heißbitu- men verlegt bzw. freigegebene Dämmstoffe vollflächig ver- klebt werden. Im Bereich nachhaltiger, anwenderfreundlicher Abdich- tungs- und Dämmprodukte setzt SOPREMA Maßstäbe. Das Unternehmen fertigt seine Produkte möglichst ressour- censchonend und energieeffi- zient an seinem großen Standort im Wester- wald. Dank intensiver Forschung und moder- nen Produktion ist das gesamte Bitumensorti- ment frei von Oxidbitumen. Neue Bitumenlösungen von Soprema Kein seltener Anblick für Dach- decker: Ein durch Laub zuge- setzter Dachgully. PRODUKTE
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