FDF DachNews - Ausgabe 3/2021
N EWS D ACH 3/21 15 14 Keine Straßen, keine Autos, keine direkten Nachbarn. Beim Anblick des naturbelassenen Grundstücks stellt sich zunächst die Frage, was man wirklich zum Leben braucht, wenn die Natur es ist, die einen umgibt? Dieses Gedan- kenspiel diente Architekt und Bauherr zunächst zu langen Gesprächen über fundamentale The- men wie Atmosphäre, Erfahrungen, Licht. Die außergewöhnlich lange Entwurfs- undAusfüh- rungsphase führte schließlich zu einem Ergeb- nis, mit dem beide sehr zufrieden sind. Es sei das erste Gebäude, bei dem es sich anfühle, als sei etwas Spirituelles im Spiel, so ließ der Bau- herr verlauten. Das Wohnhaus mit dem passenden Namen „Three Square House“ ist ein kluges Beispiel dafür, sowohl mit der Natur zu bauen als auch gleichzeitig ein intimes Zuhause zu schaffen. Die drei ineinandergreifenden quadratischen Kuben bestimmen das äußere Erscheinungs- bild; Wohn- und Lebensmittelpunkt bildet der zentrale Baukörper, welcher von zwei kleine- ren Bauten flankiert wird. Auf der einen Seite befinden sich eine Garage und ein Lager, auf der anderen Seite eine Sauna und eine angren- zende erhöhte Holzterrasse mit versenkter Badewanne. Von dort führen schmale Holzstufen die Bewohner weiter hinunter zum See. Während die Anbauten weitestgehend geschlossen gehalten werden und lediglich sparsame Blicke nach draußen erlauben, öffnet sich der Haupt- baukörper in Richtung See und Fichtenwald. Überhaupt ist die gesamte Grundrissgestaltung der Landschaft und den weiten Ausblicken gewidmet. Über bodentiefe Fenster lassen sich die Innenräume komplett mit der Natur verbin- den. Auf der Seeseite liegt die Wohnebene deutlich höher als das angrenzen- de Gelände, um den Eindruck zu erwecken, über dem See zu schweben. Die andere Seite lehnt sich sanft an das ansteigende Gelände an mit dem Effekt, in diesem Teil des Hauses der trübe- ren Atmosphäre des Fichtenwal- des näher zu sein. Dank der wech- selnden Tages- und Jahreszeiten wird der Innenraum zu einem lebendigen Ort, der ständig verän- derte Wohnerlebnisse verspricht. Holz und Titanzink: Dezent aufeinander abgestimmt Die ruhige und natürliche Erscheinung des Wohnhauses ist vor allem auf die Wahl der zur Umgebung passenden Materialauswahl und der klaren Aufteilung zurückzuführen. Die Türen und raumhohen Fenster sind einheitlich 2.30 m hoch errichtet; die Höhe wird konse- quent um das Gebäude geführt und setzt sich aus einem Wechselspiel aus Glas und schwarz gestrichenen Holzlatten zusammen. Die Flä- chen oberhalb und unterhalb dieses horizonta- len Fassadenbandes sind mit RHEINZINK- Titanzink in der Oberflächenqualität RHEIN- ZINK-prePATINA schiefergrau verkleidet. Bereits im Werk kommt das Vorbewitterungs- verfahren zum Einsatz mit dem Effekt, dass sich von Beginn an die gewünschte Optik mit gleichmäßiger Farbgebung realisieren lässt. Zur Ausführung kam eine vertikale Linienfüh- rung in klassischer Verlegetechnik: Die 200 m 2 große Fassadenfläche wurde als Winkelsteh- falzsystem ausgeführt, die 400 m 2 große Dach- fläche als Doppelstehfalzsystem. Mit ihrer Ent- scheidung für die Kombination Holz und Titanzink zeigen die Architekten auch, wie gut die beiden Materialien zusammenpassen. Die glatten Flächen der Titanzinkpaneele erhalten durch die Falze eine klare und schnörkellose Textur und passen sich im dezenten Dunkel- grauschimmer der dunklen Holzlattung an, ohne zu dominieren. Prägnante Formensprache Die prägnante Formensprache der Gebäude- hülle setzt sich in der Innenraumgestaltung konsequent fort. Der quadratische Grundriss ist streng gegliedert, die unterschiedlichen Raum- höhen werden indes zu einer Einheit verbun- den und geben die markante Dachgeometrie wider, die im Innern eindrucksvoll zu erleben ist. Auf überflüssige Flure wird komplett ver- zichtet. Unterstützt wird die offene Wirkung durch die klare und zweckmäßige Raumstruk- tur: WC, Bad und Nebenräume sind im zentra- len Kern angeordnet. Von dort lassen sich Schiebetüren hinausziehen, welche den offe- nen Raum in Wohn-, Ess-, Schlaf-, Rückzugs- bereich und Arbeitszimmer unterteilen. Die Wände selbst sind durch Vor- und Rücksprün- ge als raffinierte Einbauten hergestellt, in denen beispielsweise die Küchenzeile, Schrän- ke, Sitzgelegenheiten und ein ausklappbares Bett passgenau eingearbeitet wurden. Vervollständigt wird das Wohnhaus durch ein individuelles Energie- und Nachhaltigkeits- konzept. Zum Heizen und Kühlen wird Erd- wärme genutzt; für die Behaglichkeit sorgen Fußbodenheizung und elektrisch beheizte Fenster. Bis auf Garage und Nassräume, die auf einer tragenden Betonplatte errichtet sind, wurde das gesamte Wohnhaus in Holzrahmen- bauweise mit einer Holzfaserdämmung ausge- führt. Kunststoffe wurden bei den Konstruktio- nen nicht verwendet. Tianzink prägt außergewöhnliches Haus in Finnland Ein Ort der Stille Das Wohnhaus „Three Square House“ in Finnland fügt sich dezent in die Natur am Ufer des Lake Saimaa ein, der zu den größten Seen des Landes zählt. Drei ineinandergreifen- de Baukörper bestechen mit einer Fassade aus schwarzge- öltem Holz und schiefergrau- em Titanzink. Spielerisch und zeitgemäß haben die Architek- ten das klassische Pultdach neu interpretiert und als asym- metrische, mehrfach gefaltete Dachlandschaft ausgeführt. So wie sich die Farbe der dunk- len Holzlattung an der Fassade an der Umgebung orientiert, glie- dern sich die dun- kel schimmern- den RHEIN- ZINK-Titanzink- elemente ebenso passend ein. Die Flächen ober- halb und unter- halb des horizon- talen Fassaden- bandes sind mit RHEINZINK- Titanzink in der Oberflächenqua- lität RHEIN- ZINK-prePATI- NA schiefergrau verkleidet. Fotos: Marc Goodwin METALL Flachdach-Durchgänge einfach verjüngen Neue Manschetten für FLECK-Schwanenhälse Die neuen Schwanenhals-Verschlussman- schetten von Fleck aus flexiblem EPDM können zur Verjüngung von Flachdach- Durchgängen (Schwanenhälsen) eingesetzt werden, um zum Beispiel Kabel einer Pho- tovoltaik-Anlage von einem Solardach ins Gebäudeinnere zu verlegen. Dank der unterschiedlichen Ausführungen kann die Verschlussmanschettenöffnung bereits ab 25 mm individuell angepasst wer- den. Sie bietet Schutz vor eindringenden Insek- ten und Tieren und reduziert ggf. den uner- wünschten Luftaustausch. Passgenau für Anschlussrohre der Flachdach-Schwanenhälse FLECK bietet die Schwanenhals-Verschluss- manschetten in drei verschiedenen Größen an: Typ 110/25, Typ 160/63 und Typ 300/50. Die ersten Ziffern beziehen sich auf die maximalen Anschlussmaße, die zweiten Ziffern auf die bereits vorgesehene Öffnung, die auf Wunsch beliebig erweitert werden kann. Die Gummi- formteile bestehen aus flexiblem EPDM und können dank der eingeprägten Markierung leicht auf die individuelle Größe zugeschnitten werden. Die Maße sind auf die erhältlichen Anschlussrohre der FLECK- Schwanenhälse abgestimmt. So eignet sich der Typ 110/25 zum Beispiel für Kabelstrangdurch- führungen bei Schwanenhälsen mit Durchmessern bis DN 100. Der Typ 160/63 wird für Lei- tungsdurchführungen in Schwa- nenhals-Nennweiten bis DN 150 empfohlen. Die größte Manschet- te, Typ 300/50, kann für beson- ders platzbedürftige Durchführungen bis DN 300 genutzt werden. Energiedurchgänge einfach installiert mit FLECK Flachdach-Schwanenhälse von FLECK kom- men bevorzugt als individuell nutzbare Ener- giedurchführung auf Solardächern zum Ein- satz. Sie können hervorragend genutzt werden, um zum Beispiel gebündelte Kabel einer Pho- tovoltaik-Anlage oder mehrere Leitungen einer Solarthermie-Anlage sicher in das Gebäudein- nere zu verlegen. FLECK Schwanenhals-Ver- schlussmanschetten sorgen für den gewünsch- ten Abschluss. Solardächer erfreuen sich gro- ßer Beliebtheit, daher ist es FLECK als Her- steller für Dachzubehör wichtig, sein Sortiment dahingehend weiter auszubauen. Die neuen Schwanenhals-Verschlussmanschetten opti- mieren die bereits seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzten Schwanenhälse nun auch energe- tisch. Die neuen Schwanenhals-Verschlussmanschetten von FLECK eignen sich hervorragend, um zum Beispiel die Kabel einer Photovoltaik-Anlage in das Gebäud- einnere zu verlegen. Der neue Investitionsgüter-Katalog der FDF steht als Printversion und online zur Verfü- gung. Für Handwerker steht darin eine breite Auswahl an zeitgemäßer Ausstattung der Betriebe mit professionellen Maschinen- und Werkzeuglösungen für Dach- und Fassadenar- beiten bereit. Mit dabei sind z. B. Leitern, Gerüste und Sicherheitsgeräte, aber auch Werkzeuge, Geräte und Maschinen bis zu Fahrzeugen. Bei weiterhin sehr guten Konjunkturaussichten in der Bedachungsbranche ist die Investition in neue Wirtschaftsgüter wie Maschinen für Handwerkschefs lohnenswert. Die Ausstattung mit neuem Maschinenpark bringt mehr Pro- duktivität pro Mitarbeiter. In Zeiten des Fach- kräftemangels ein unschlagbares Argument. Gerade zum Jahresende nutzen viele Betriebs- inhaber hier noch mal die Möglichkeit, steuer- liche Abschreibungen für 2021 auszuschöpfen. Den neuen Investitionsgüter-Katalog finden Sie bei Ihrem Fachhändler vor Ort (siehe Rückseite) oder unter www.fdf-dach.de zum Download. Hier gehts zur neuen Maschinen- und Werkzeugausstattung Geschwandtner + Felgemacher übergibt Autokran Ende August verließ ein fabrikneuer Autokran AK 52 das Werksgelände der Böcker Maschi- nenwerke GmbH, um zukünftig das Team von Hubert Clees & Sohn GbR in Moers zu ver- stärken. Bei der Übergabe in Werne nahm Geschäftsführer Daniel Clees, der das Unter- nehmen in vierter Generation zusammen mit Christian Clees leitet, die Schlüssel entgegen. Auch David Paulus von der Geschwandtner + Felgemacher GmbH aus Bocholt gratulierte zum Neuzugang. Über den Bedachungshandel erfolgte die Bestellung des Krans. ImMaschinenpark des Dachdeckerbetriebs aus Moers befindet sich bereits ein AHK 34/1800 Anhängerkran und ein AK 46/6000 Autokran. Zudem besitzt Clees einige Schrägaufzüge, vier Materialaufzüge kamen allein in den letz- ten drei Jahren hinzu. Stolze Gesichter bei der Kranübergabe: Andreas Weige (Ver- trieb Böcker), Daniel Clees (Hubert Clees & Sohn GbR) und David Paulus (Geschwandtner + Felgemacher GmbH) v.l.n.r.
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