10 Das straßenseitig eingeschossige Einfamilienhaus aus den Nachkriegsjahren verfügt gartenseitig über ein in den Hang hineingeschobenes Untergeschoss. Ein Teil des „Untergeschosses“ bildet eine Terrasse, während der Rest überbaut ist. Im Zuge der Sanierung wurden die vorhandenen flachgeneigten Satteldächer komplett zurückgebaut und das Erdgeschoss um ein Staffelgeschoss aufgestockt. Zudem wurde das in den Hang hineinragende Untergeschoss auf der Terrassenseite erweitert und teilweise auch zusätzlich überbaut, was der Wohnfläche im EG zugutekam. Ein Flachdach oberhalb des Staffelgeschosses bildet den obersten Gebäudeabschluss. Durch die Aufstockung entstand eine zweite Dachterrasse oberhalb des bisherigen und des erweiterten Erdgeschosses. Diese setzt sich als schmaler Laubengang einmal komplett um das Staffelgeschoss herum fort. Geplant wurden die umfassenden Ergänzungs-, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen von dem Architekturbüro Pieper-Ballenberger aus Bad Homburg. Individuelle Dämmlösungen Alle Dach- und Terrassenflächenabdichtungsarbeiten führte die Manfred Heinrich Löw Dachdeckermeister GmbH & Co. KG aus Friedrichsdorf aus. Zunächst erhielten alle abzudichtenden Flächen einen bituminösen Voranstrich, gefolgt von einer Lage G 200 AL als Notabdichtung und Dampfsperre. Damit waren die darunterliegenden Bauteile und Räumlichkeiten während der Bauphase ausreichend vor Niederschlägen geschützt. Zur Dämmung der unterschiedlichen Flächen kamen hochwirksame PU-Dämmplatten, PU-Gefälledämmung sowie Vakuum-Isolations-Paneele des Überlinger Dämmstoffspezialisten puren gmbh zum Einsatz. Die speziell auf dieses Objekt abgestimmten Dämmlösungen wurden in enger Abstimmung mit der Architektin und dem Dachdecker gemeinsam mit der Anwendungstechnik der puren gmbh entwickelt. Das beinhaltete neben dem Nachweis der entsprechenden U-Werte für die jeweiligen Bauteile auch die Erstellung von Gefälleplänen für die notwendige Entwässerung der Flächen. Letztere dienten zugleich als Grundlage für den Zuschnitt der individuell für dieses Bauvorhaben gefertigten Gefälledämmplatten aus PU. In Bereichen mit sehr geringen Anschlusshöhen gehörten Vakuum-IsolationsPaneele zur Lösung, um die notwendigen UWerte zu erreichen. Klassischer Flachdachaufbau Eher konventionell erfolgten die Dämmarbeiten auf dem rund 200 Quadratmeter großen Dach. Hier verklebten die Dachhandwerker zunächst 100 mm dicke Dämmelemente puren FD-L Wärmeleitfähigkeitsstufe (WLS) 023 mit umlaufendem Stufenfalz und beidseitiger Aluminiumkaschierung als Grunddämmung auf der Notabdichtung. Darauf folgte die zur fachgerechten Entwässerung der Dachfläche erstellte Gefälledämmung gemäß objektbezogenem Gefälleplan. Die hier verlegten PUFlachdach-Dämmplatten puren NE 120, beidseitig unkaschiert, mit stumpfen Kanten und Gefälle, wurden in Plattenstärken von 30 bis 174 mm gefertigt und verarbeitet. Auch diese Dämmlage verklebten die Dachdecker mit zum System passendem Klebeschaum auf der Grunddämmung. Aufgrund der Flachdachabdichtung mit einer Kunststoff-Dachbahn war zunächst eine Brandschutzlage notwendig. Die Aus Satteldach wird Flachdach darüber verlegten Abdichtungsbahnen wurden im überlappenden Nahtbereich mittels Heißluft gefügt. Über linear-mechanische Feldbefestigung gemäß Windsogberechnung fixierten die Dachhandwerker das Dachschichtenpaket abschließend in der Tragschale aus Beton. PU und Vakuumdämmung kombiniert Für die Dämmung der Flächen oberhalb des Erd- und Untergeschosses kamen erneut optimal auf das Objekt und die jeweiligen Anschlusshöhen abgestimmte Lösungen zum Einsatz. Die durch den Erweiterungsbau entstandene neue Dachterrasse erhielt eine Grunddämmung aus 180 mm starken Dämmelementen puren FD-L, Wärmeleitfähigkeitsstufe (WLS) 023, mit umlaufendem Stufenfalz und beidseitiger Aluminiumkaschierung. Für den schmalen Gang um das Staffelgeschoss verlegten die Dachhandwerker eine Kombination aus Vakuum-Isolations-Paneelen und hochdruckfester PU-Gefälledämmung. Die exakt auf die Maße des Objektes vorgefertigte puren VIP Gum 2 Elemente bestehen aus einem mit einer gas- und wasserdampfdichten sowie dauerhaft evakuierten und verschweißten Kunststoffverbundfolie umschlossenen Dämmkern. Beidseitig aufgebrachte Schutzlagen aus granuliertem Kautschuk schützen die in 26 mm, 36 mm, 46 mm und 56 mm Dicke erhältlichen Elemente. SPEZIAL NEWS DACH DÄMMSTOFFE Die Sanierung und Erweiterung eines Einfamilienhauses im Frankfurter Norden wurde nicht nur die gesamte Haustechnik erneuert. Im Fokus stand vor allem auch die zukunftsfähige Dämmung der Gebäudehülle. Aufgrund unterschiedlicher konstruktiver Vorgaben kamen dabei gleich mehrere hochwirksame Dämmstofflösungen zum Einsatz. Ergebnis: Dämmtechnisch kombinierte Höchstleistung. Bild links: Dachdurchdringungen wie Gullys oder Lüfter wurden passgenau aus den PU-Dämmplatten ausgeklinkt. Bild Mitte: Blick auf die gedämmte Terrasse mit Kunststoff-Abdichtung und darunterliegender Brandschutzlage im hinteren Bereich. Bild rechts: Verlegung der Gefälledämmplatten mit erhöhter Druckfestigkeit oberhalb der Vakuumdämmung auf der Terrasse. Am 07.05.2025 fand in Hannover die diesjährige Mitgliederversammlung des Zentralverbandes des Deutschen Bedachungsfachhandels (ZDBF) statt. Knapp 80 Teilnehmer aus Bedachungsfachhandel und - industrie folgten der Einladung des dreiköpfigen Vorstands bestehend aus Jean Pierre Beyer (ZEDACH), Heinz Slink (FDF) und Bernd Lordieck (COBA). Diese hatten eine interessante Agenda zusammengestellt. Den Auftakt machte wie gewohnt Heinz Slink, der die Ergebnisse der Umsatzanalyse 2024 präsentierte. Danach hat sich das Einkaufsvolumen der meldenden Fachhandelsunternehmen im Jahr 2024 mit einem Minus von 0,8 % nahezu stabilisiert, wobei sich die Entwicklung in den einzelnen Sortimentsbereichen deutlich unterschied. Als nächster Referent folgte Ulrich Marx, Hauptgeschäftsführer des ZVDH. Die Überschrift seines Vortrags lautete „Status quo und Marktaussichten 2025 aus Sicht des ZVDH“. Neben dem aktuellen Zahlenwerk berichtete er auch über die vielfältigen Aktivitäten der Berufsorganisation unter anderem im Bereich der Nachwuchsgewinnung. Diesen Punkt griff Bernd Lordieck, der die Veranstaltung moderierte, auf und informierte darüber, dass der ZDBF schnellstmöglich weiteres Mitglied der Aktion DACH werden möchte. Einen Marktsituation und KI im Fokus entsprechenden Beschluss hatten die ZDBFMitglieder in ihrer internen Sitzung am Vormittag getroffen, nachdem Jean Pierre Beyer den Jahresabschluss 2024 und den Haushaltsplan 2025 vorgestellt hatte. Herr Lordieck richtete einen flammenden Appell an die anwesenden Lieferanten zu prüfen, auch Mitglied der Aktion DACH zu werden, um so die notwendigen und für alle Marktbeteiligten wertvollen Aktivitäten zur Nachwuchsgewinnung zu unterstützen. „Jede Maßnahme, die dazu führt, dass sich junge Leute für das Dachdeckerhandwerk interessieren, ist eine gute Maßnahme für uns alle.“ Martin Langen von B+L Marktdaten informierte im Anschluss über seine Einschätzungen zur Marktentwicklung in Neubau und Sanierung und unterlegte diese mit entsprechenden Statistiken. Den Schlussvortag unter dem Titel „Künstliche Intelligenz im Praxiseinsatz“ hielt Prof. Dr. Marco Barenkamp. Er ist promovierter Wirtschaftsinformatiker und studierter Wirtschaftsjurist und stellvertretender Vorsitzender der Bundesfachkommission für Künstliche Intelligenz und Wertschöpfung 4.0 im Wirtschaftsrat Deutschland. Er fesselte das Publikum mit seinem kurzweiligen Vortrag. Den Abschluss der Versammlung bildete eine kommunikative Abendveranstaltung, in der das Netzwerken im Vordergrund stand. Die nächste Versammlung findet im Frühjahr 2026 statt. Flachdachexperte SOPREMA hat sein Angebot um zwei leistungsfähige Seilsicherungssysteme zum Schutz von Personen bei Arbeiten auf dem Dach ergänzt. Beide bestehen aus nur sehr wenigen Bauteilen und zählen somit zu den am einfachsten und schnellsten zu verlegenden Absturzsicherungssystemen am Markt. Das auflastgehaltene System SOPRASAFE ANCHOR PRO-GR (E) eignet sich hervorragend für begrünte oder bekieste Dächer mit bis zu 5° Neigung. Basiselemente sind GeotextilHaltevliese mit eingearbeiteten Pfosten. Für die mechanische Befestigung steht für Flachdächer bis zu 10° Neigung das System SOPRASAFE ANCHOR PRO-FX zur Verfügung. Es enthält je eine Pfostenvariante für Betonuntergründe sowie für Holz und Stahltrapezprofil; zur Anpassung an die Dämmstoffdicke sind die Pfosten bis zu einer Höhe von 80 cm verfügbar. Ergänzend gehören zu beiden Seilsystemen die gleichen Aufsätze, mit denen die universell einsetzbaren Pfosten jeweils zu Start- und Endpunkten des Seilsystems, zu Seildurchgängen, T-Kreuzungspunkten oder zu Einzelanschlagpunkten für das Einhaken einer persönlichen Schutzausrüstung (PSA) werden. Als dauerhafte Seilsysteme ausgeführt, ermöglichen die SOPRASAFE-ANCHORSysteme das freie Bewegen entlang des Seils ohne Umhängen der PSA. Fest am Seil montierte Seilgleiter verhindern, dass diese verlorengehen. Das bei vergleichbaren Systemen notwendige aufwändige Vorspannen des Führungsseils entfällt, weil die SOPRASAFESysteme mit einem definierten Seildurchhang aufgebaut werden. Beide Absturzsicherungssysteme entsprechen EN 795:2012 und CEN/TS 16415:2013. Das SOPRASAFE ANCHOR PRO-FX ist für zahlreiche Untergründe ETA-zertifiziert. Neue Soprema Seilsysteme für Flachdächer Absturzsicherung schnell montiert Das mechanisch befestigte Anschlagsystem SOPRASAFE ANCHOR PRO-FX bietet je eine Edelstahl-Pfostenvariante für Betonuntergründe sowie für Holz und Stahltrapezprofil. Das auflastgehaltene Absturzsicherungssystem SOPRASAFE ANCHOR PRO-GR (E) besteht aus Geotextil-Haltevliesen mit eingearbeiteten Pfosten. In beiden Systemen kommen die gleichen Aufsätze bzw. Kopfteile für die Herstellung von Einzelanschlagpunkten oder eines Seilsystems zum Einsatz. ZDBF-Mitgliederversammlung in Hannover
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