FDF DachNews - Ausgabe 2/2026

10 Im Rahmen der turnusgemäßen FrühjahrsGesellschafterversammlung der FDF trafen sich vom 6. bis 8. Mai 2026 rund 50 der Kooperation angehörigen Bedachungshändler aus Deutschland und Österreich zu einem intensiven fachlichen Austausch sowie einem vielfältigen Rahmenprogramm im Hotel Weitblick in Marktoberdorf. Gastgebender Gesellschafter war in diesem Jahr die DVA, Kempten, unter der Geschäftsführung von Josef Harzenetter. Über drei Veranstaltungstage hinweg – von Mittwoch bis Freitag – standen sowohl strategisch relevante Branchenthemen als auch die aktuelle Marktund Wettbewerbssituation im Mittelpunkt der Gespräche. Aufgrund der räumlichen Nähe zum Standort Kempten sowie der guten und partnerschaftlichen Zusammenarbeit bot es sich an, einige Programmpunkte der Gesellschafterversammlung gemeinsam mit GRÖMO, dem Dachentwässerungsspezialisten aus dem Allgäu, zu realisieren. Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war die Werksbesichtigung bei GRÖMO am Donnerstagnachmittag. Rund 100 Teilnehmer erhielten dabei exklusive Einblicke in die moderne Fertigung von GRÖMO. Danach ging es für die Besucher weiter ins Outlet der GRÖMO Schwesterfirma RÖSLE zum gemeinsamen Shopping. Dort konnte man hochwertige Küchenhelfer, Grills sowie Grillzubehör erwerben. Anschließend fand ein Bayerischer Abend in der RÖSLE Kochschule statt. Blasmusik, eine stimmungsvolle Atmosphäre sowie ausgewählte Allgäuer Spezialitäten und kulinarische Schmankerl sorgten für einen gelungenen und geselligen Ausklang des Tages. FDF-Geschäftsführer Heinz Slink betonte im Anschluss: „Die Vorstellung der Firma Grömo und die Besichtigung der Produktion war wirklich sehr beeindruckend. Wir haben eine hochmoderne zukunftsorientierte Fertigung mit viel Hightech und Robotereinsatz gesehen. Besonders gefreut hat uns das Engagement von Geschäftsführer Henning Klempp bei der Vorstellung der Unternehmenshistorie und der fachkundigen Erklärung der Fertigung.” FDF´ler zu Gast bei Grömo v. l. n. r.: Henning Klempp, Geschäftsführer Grömo mit FDF Prokurist Swen Praest und Markus Schreck, Leiter Vertrieb bei Grömo beim Bayerischen Abend in der Rössle Kochschule. Die Gebr. DOLLE GmbH feiert in diesem Jahr ihr 75-jähriges Bestehen. Seit der Gründung im Jahr 1951 hat sich das Unternehmen von einem kleinen Handelsbetrieb zu einem internationalen Anbieter für Treppenlösungen entwickelt. Heute zählt DOLLE zu den weltweit führenden Herstellern von Bodentreppen und Anbieter von Raumspartreppen, Spindeltreppen und Geländersystemen. Gegründet wurde das Unternehmen von Carl Dolle, der Anfang der 1950er-Jahre in Bremen mit dem Vertrieb von Leitern begann. Mit unternehmerischem Weitblick und großem Engagement baute er das Geschäft kontinuierlich aus und erweiterte das Sortiment um Bodentreppen. Aus dem einst kleinen Handelsunternehmen entstand über die Jahrzehnte eine international tätige Un t e r neh - mensgruppe mit modernen Produktionsstätten und einem breit gefächerten Produktportfolio. Einen entscheidenden Meilenstein setzte DOLLE Anfang der 1980er-Jahre mit dem Einstieg in die eigene Produktion. Durch die Gründung einer Produktionsgesellschaft in Dänemark entwickelte sich das Unternehmen vom Händler zum Hersteller von Treppenlösungen. Diese strategische Entscheidung legte den Grundstein für die internationale Expansion. Heute ist die DOLLE-Gruppe weltweit aktiv. Produktionsstandorte befinden sich unter anderem in Dänemark und China. Der Vertrieb für Deutschland, Österreich und die Schweiz wird vom Standort Bremen aus gesteuert. Darüber hinaus ist das Unternehmen mit Vertriebs- und Tochtergesellschaften in mehreren europäischen Ländern sowie in den USA vertreten. DOLLE Kunststoffe als zweite Säule Neben dem Treppengeschäft entstand bereits 1968 ein weiterer Unternehmensbereich. Zunächst nur als Ergänzung zum Kerngeschäft gedacht, entwickelte sich der Kunststoffhandel DOLLE Kunststoffe ab Mitte der 1990er-Jahre zu einer wichtigen zweiten Säule des Unternehmens. Durch die Erweiterung des Produktprogramms um Acrylglas, Polycarbonat, technische Kunststoffe und zahlreiche Bearbeitungsservices erschloss DOLLE neue Kundengruppen und Märkte. Heute liefert DOLLE Kunststoffe über 4 Standorte in Deutschland und bietet Lösungen für Anwendungen in Bau, Industrie, Werbung und Architektur. Tradition und Zukunft Auch nach 75 Jahren ist DOLLE fest in Familienhand. Mit Matthias Dolle führt derzeit die zweite Generation der Gründerfamilie das Unternehmen und treibt dessen Weiterentwicklung konsequent voran. Besonders Themen wie flexible Wohnkonzepte, platzsparende Treppenlösungen und energieeffiziente Bauweisen gewinnen an Bedeutung. Hier sieht das Unternehmen auch künftig großes Wachstumspotenzial. „Wohnraum wird weltweit knapper und wertvoller. Unsere Produkte helfen dabei, Räume effizienter zu nutzen.“, so Matthias Dolle. Familienunternehmen Dolle feiert 75 Jahre Der Treppenspezialist aus Bremen Geschäftsführer Matthias Dolle. Aufwendig saniert wurden die Häuser 19–21, 1927 in typischer preußischer Bauweise als Schweinestall errichtet. Bereits Anfang der 1930er Jahre erfolgte die Umnutzung in vier Wohneinheiten. Mitte der 1990er Jahre setzte nach Jahrzehnten der Nutzung der Verfall ein, begleitet von Leerstand und dem teilweisen Ausschlachten der Bausubstanz. Mit der jetzt umgesetzten Sanierung, geplant und begleitet von Dipl.-Ing. Doreen Rumpf von der AGnB Arbeitsgemeinschaft nachhaltiges Bauen, Wismar, wurde die historische Identität des Gebäudes aufgegriffen. So bewahrt die Fassade bewusst Spuren seiner Geschichte, einschließlich behelfsmäßiger Reparaturen aus der DDR-Zeit. Zugleich ist der Kontrast zu den modernen Glas- und Dachelementen sowie offenen Grundrissen gewollt und unterstreicht den besonderen Charakter des Ensembles. Um den ehemaligen Schweinestall in ein zeitgemäßes Wohnquartier umzuwandeln, waren umfangreiche bauliche Eingriffe erforderlich. Um die notwendigen Maßnahmen auszuführen, wurde zunächst das zugewucherte und vermüllte Gelände geräumt. Zur Sicherung der Statik und Tragfähigkeit wurden unter den bestehenden Innenwänden aus den 1930er Jahren neue Fundamente gegossen. Auf der Westseite des Ensembles wurden die vorhandenen Fenster ausgebaut und gegen bodentiefe Terrassentüren ausgewechselt. Um die Außenwände angemessen zu dämmen, ohne die Fassadenansicht zu verändern, kam innenseitig ein offenporiger, mineralischer Dämmputz zum Einsatz. Die größte bauliche Veränderung betraf das ehemalige Futterlager im Dachgeschoss. Um die lichte Höhe für Wohnräume zu schaffen, wurde das Dach komplett angehoben – eine Herausforderung für die Statik. Eine auf acht Punktfundamenten ruhende Stahlkonstruktion im Inneren des Gebäudes dient als Tragwerk für das neue Dach. Dessen Tragschale besteht aus in die Stahlkonstruktion eingeschobenen Brettschichtholzplatten. Technische Präzision am Dach Nicht ohne Grund ist das neue Dach das Herzstück der Sanierung. Einerseits verbindet seine Konstruktion technische Präzision mit ästhetischem Anspruch, andererseits sorgt ein umlaufendes Lichtband für großzügige Tageslichtnutzung und verleiht dem Gebäude eine besondere Leichtigkeit. Auf die insgesamt rund 450 Quadratmeter umfassende Dachfläche wurde zunächst von den Dachhandwerkern des mit den Dacharbeiten beauftragten Dachdeckerbetriebes Mathias Schierer aus Neubukow eine Dampfbremsbahn verlegt. Die Konvektionssperre puren TOP DSB 100 schützt die Dachkonstruktion effektiv vor Feuchtigkeit und trägt entscheidend zur Langlebigkeit und Energieeffizienz des neuen Wohnraums bei. Die notdachtaugliche Bahn ist hochreißfest, gewebearmiert und mit längsseitigen Selbstklebestreifen ausgestattet. Mit ihrem hohen Dampfdiffusionswiderstand (Sd ≥ 100 m) und ihrer robusten Reißfestigkeit ist sie optimal für anspruchsvolle Sanierungen geeignet. Effiziente Dämmung mit puren Aufgrund der geringen Dachneigung von 15 Grad wurde mit dem puren Unterdach 023 aus PU-Hartschaum ein Steildachdämmsystem verbaut, mit dem ein wasserdichtes Unterdach der Klasse 1 sicher und einfach auszuführen ist. Zum einen gewährleistet das umlaufend mit Nut und Feder ausgestattete Dämmelement eine hochwirksame Wärmedämmung bei minimaler Dicke. Der Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit λB liegt bei 0,023 W/mK. Andererseits sind die PU-Hartschaumplatten oben mit einer diffusionsoffenen High-TechUnterdachbahn – sd-Wert < 0,35 m – kaschiert, deren extrabreite, nahtselbstklebende Überlappungen kalt und warm verschweißt werden können. Da die neue Dachkonstruktion im Trauf- und Ortgangbereich weit auskragt, wurde nur die über den bewohnten Bereichen liegende Dachfläche wärmegedämmt. Entsprechend montierten die Dachdecker Schubbohlen oberhalb der Traufen sowie neben den Ortgängen zur Begrenzung der Dämmschicht. Anschließend konnten die PU-Dämmelemente verlegt werden. Zur Sicherung der Wasserdichtheit verklebten die Dachhandwerker die oberseitige Unterdachbahn mittels des doppelseitigen „Kleber-auf-Kleber-Systems“. An den Firsten und Kehlen kamen passend zum System die 300 mm breiten puren HIGH-TECH UDB First- und Gratstreifen zum Einsatz. Mit ihnen konnten die Stöße sicher und wasserdicht verschlossen werden. Über die Traglattung wurde die gesamte Dämmschicht mittels auf das System abgestimmter Schrauben in der Tragschicht befestigt. Als Dachdeckung verschraubten die Dachdecker in den gedämmten Dachbereichen Trapezblechprofile in die zuvor fixierte Tragschalung. Die ungedämmten Auskragungen an den Traufen und Ortgängen wurden mit Zinkscharen in Doppelstehfalz ausgeführt. Eine umfassende Sanierung im mecklenburgischen Dorf Madsow stellt ein Vorzeigeprojekt für die gelungene Verbindung von historischem Erhalt und moderner Wohnkultur dar. Ursprünglich 1927 als landwirtschaftlicher Zweckbau errichtet, umfasst das Ensemble nach der Sanierung fünf großzügige Wohneinheiten. Im Fokus der Maßnahmen stand das neue, aufwendig gestaltete Dach mit einem umlaufenden Lichtband, das mit Blick der flach geneigten Dachflächen mit dem Steildachsystem puren Unterdach 023 gedämmt wurde. Wohnraum im Schweinestall Steildachdämmsystem und wasserdichtes Unterdach Mit dem puren Unterdach 023 aus PU-Hartschaum wurde ein Steildachdämmsystem verbaut, mit dem ein wasserdichtes Unterdach der Klasse 1 sicher und einfach auszuführen ist. Die PU-Hartschaumplatten sind mit einer diffusionsoffenen High-Tech-Unterdachbahn – sd-Wert < 0,35 m – kaschiert. Die hochdämmenden PU-Hartschaumplatten lassen sich einfach und schnell mit baustellenüblichen Werkzeugen zuschneiden. Am First kam der 300 mm breite puren HIGH-TECH UDB First- und Gratstreifen zum Einsatz. Mit ihm konnten die Stöße sicher und wasserdicht verschlossen werden. Das umlaufende Lichtband ist mehr als nur ein architektonisches Detail. Es zeigt eindrucksvoll, wie ästhetisches Potenzial in der Transformation historischer Bauten zur Geltung kommen kann. Als Dachdeckung kamen in den gedämmten Dachbereichen Trapezblechprofile und auf den ungedämmten Auskragungen Zinkscharen in Doppelstehfalz zum Einsatz. Um die lichte Höhe für Wohnräume zu schaffen, wurde das Dach komplett angehoben. Eine auf acht Punktfundamenten ruhende Stahlkonstruktion im Inneren des Gebäudes dient als Tragwerk für das neue Dach.

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