FDF DachNews - Ausgabe 2/2026

20 Die bis zu Sanierungsbeginn weitgehend originalgetreu belassene historische Doppelhaushälfte von 1921 in der Menterschwaige in der Nähe des Isarhochufers hat fast Denkmalschutzcharakter, ohne dass die ansonsten mit Denkmälern verbundenen Einschränkungen bestehen. Dennoch waren auch hier einige genehmigungstechnische Hürden zu nehmen. Von vorneherein war klar, dass ein Umbau auf die historische Substanz Rücksicht nimmt und optisch keine größeren Veränderungen vorgenommen werden. Sichtbare Veränderungen sind lediglich ein großzügig befensterter Anbau und ein leicht verändertes Dach mit Gauben und Terrasse. Tatsächlich wurden allerdings fast alle Fenster zwecks verbessertem Lichteinfall vergrößert. Technisch wurde das Gebäude umfangreich verändert – die ursprüngliche Ölheizung wurde ersetzt durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Wand- und Fußbodenheizung, Photovoltaik-Unterstützung, einem wassergeführten Holz-Wohnraumofen und durch eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und Erdreichwärmetauscher. Da das Gebäude während des Umbaus weitgehend bewohnt blieb, wurden die vollständig neu erstellten haustechnischen Installationen in Schächten auf der Außenseite der Außenwände verlegt, die anschließend ein Wärmedämmverbundsystem erhielten. Besonderheit ist, dass die im EG und OG installierte Wandheizung als sogenannte Bauteiltemperierung auf der Außenseite der Außenwände unterhalb der Wärmedämmung installiert wurde, was es erlaubte, während der Bauzeit die Räume weiter zu nutzen. Dieses Konzept wurde zwischenzeitlich bei einem weiteren Sanierungsobjekt umgesetzt. Weitere Besonderheit sind die Solarziegel Planum PV von den Dachziegelwerken Nelskamp GmbH, die ein sehr unauffälliges Erscheinungsbild ergeben. Aufgrund ihrer Kleinformatigkeit und dadurch besseren Flächenausnutzung ermöglichen die Nelskamp Solarziegel trotz der komplexen Dachgeometrie eine 12 kWp starke Photovoltaikanlage. Das deutlich geringere Flächengewicht der Solarziegl gegenüber einer herkömmlichen Dacheindeckung machte eine statische Ertüchtigung des Dachstuhls für die zusätzliche Dämmung unnötig. Die Photovoltaikanlage wird durch einen 12 kWh großen Batteriespeicher ergänzt. Sämtliche Verbräuche werden über Smarthome überwacht, so dass eine effiziente Energienutzung sicher gestellt ist. Der ursprüngliche Öltank wurde umfunktioniert zu einer Regenwasser-Zisterne für Brauch- und Gartenwasser. Im Traufbereich wurden über 50 Nistplätze für Solarziegel: 12 kWp Photovoltaikanlage trotz komplexer Dachgeometrie Vögel und Fledermäuse in Zusammenarbeit mit dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V. (LBV) realisiert. Erreicht wurde ein Effizienzhaus im KfW40-Standard. Der Energieverbrauch wurde durch die Sanierung auf unter 10% des ursprünglichen Wertes reduziert (Einsparung ca. 60 MWh/a bzw. 19 t CO2/a). Sämtliche Wärmebrücken wurden berechnet und optimiert. Bauweise: Bestandsmauerwerk mit 38 cm Vollziegeln bzw. Beton (KG) und 20-24 cm Wärmedämmverbundsystem (U-Wert 0,14 W/m²K), dreifach verglaste Fenster (U-Wert ca. 0,8 W/m²K), Dämmung Kellerboden (U-Wert 0,14 W/m²K), Dach mit 30 cm Dämmung (U-Wert 0,14 W/m²K). LuftWasser-Wärmepumpe mit PhotovoltaikAnbindung und wassergeführtem Wohnraumofen; zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Daten: ca. 261 m² Wohn-Nutzfläche, ca. 1.184 m³ Bruttorauminhalt. Bei diesem Projekt brachte das Planungsbüro Schilling (www.pb-schilling.de), welches das Projekt von Leistungsphase 1 – 8 plante und überwachte, höchste Ansprüche aus Gestaltung und Energieeffizienz mittels zukunftsweisender Technik zusammen und schaffte so nicht nur einen Mehrwert für die Bauherrenschaft. Im Rahmen der Energiewende Bayern wurde der Umbau als Leuchtturmprojekt durch den Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie ausgezeichnet. Eine historische Doppelhaushälfte in München Harlaching erstrahlt nach der Sanierung in neuem Glanz. Insbesondere das Dach überzeugt mit neuen Lichtlösungen und spielt durch den Einsatz von Solarziegeln im zukünftigen Energiekonzept des Hauses eine maßgebliche Rolle. Dafür wurde das Projekt im Rahmen der Energiewende Bayern als Leuchturmprojekt ausgezeichnet. Entdecken Sie mit DELTA-FASSADE FIREPROTECT A2 eine nicht brennbare, diffusionsoffene und dauerhaft UV-beständige Fassadenbahn aus dem Hause DÖRKEN für bis zu 20 mm breite Fugen. Geeignet ist die langlebige und robuste Fassadenbahn für den Einsatz in mehrstöckigen Gebäuden. Die Fassadenbahn DELTA-FASSADE FIREPROTECT A2 bietet maximale Sicherheit für Fassaden von mehrstöckigen Gebäuden ab 22 m, für die erhöhte Brandschutzanforderungen gelten. So erfüllt die nicht brennbare Bahn die Vorgaben der Euro-Brandklasse A2-s1, d0 und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum vorbeugenden Brandschutz. Dank des nicht brennbaren Materials, das aus Glasgewebe mit einer diffusionsoffenen wasserdichten und luftdichten Spezialbeschichtung besteht, wird die Ausbreitung von Flammen deutlich erschwert. Darüber hinaus wird das Überschlagsrisiko zwischen den Stockwerken sowie die Eintrittswahrscheinlichkeit von Feuer und Rauch in Aufenthalts- bzw. Wohnräumen reduziert. Somit bietet DELTA-FASSADE FIREPROTECT A2 einen spürbar höheren Schutz für das Objekt und damit mehr Sicherheit für Bewohner und Nutzer. Für die Verklebung der Überlappungen und Stöße bietet DÖRKEN als System zudem ein Fassadenklebeband an, das in Kombination mit der Fassadenbahn DELTA-FASSADE FIREPROTECT A2 ebenfalls die Euro-Brandklasse A2-s1, d0 erfüllt. Mit einer Breite von 75 mm und der UV-beständigen Oberfläche, sorgt das Klebeband für zusätzlich mehr Sicherheit in Bezug auf Wasser- und Winddichtheit sowie Brandsicherheit. Langfristiger Schutz der Fassadenaußenhaut Die von DÖRKEN entwickelte Fassadenbahn DELTA-FASSADE FIREPROTECT A2 trägt außerdem zur Langlebigkeit der Fassade bei, indem sie hohen Schutz vor Feuchtigkeit und Wind (geprüfte Luftdichtheit) kombiniert. Dies ermöglicht eine dauerhaft trockene Wärmedämmung und eine optimale Energieeffizienz der Fassade. Dabei sorgt der sd-Wert des dampfdurchlässigen Aufbaus von nur 0,06 m für eine sehr hohe Diffusionsfähigkeit. Dadurch können Baufeuchte und in der Konstruktion angefallenes Kondensat schnell wieder abtrocknen. Dank einer speziellen Beschichtung ist DELTA-FASSADE FIREPROTECT A2 dauerhaft UV-stabil (5.000 h QUV getestet). Daher kann die Bahn hinter belüfteten Fassadenbekleidungen mit offenen Fugen bis 20 mm und 20 % Fugenanteil eingesetzt und in der Bauphase bis zu 16 Wochen UV-belastet werden. Nicht brennbare Delta-Fassadenbahn Hoher Brandschutz in mehrstöckigen Gebäuden Nelskamp PV-Ziegelsysteme gibt es nun auch für Doppelmuldenfalz- / und Reformziegel und ganz neu als Fallstudie mit Erstvorstellung auf der Dach+Holz 2026 für die Finkenberger Pfanne und den Flachdachziegel F10 Pro! Damit erweitert sich die Kompatibilitätsliste von Nelskamp Solarziegelsysteme auf insgesamt 10 verschiedene Nelskamp Dachziegel und Dachsteine und das sogar in verschiedenen Formaten und auch in rot. Als sogenannte Gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV) stellen die neuen PV-Ziegel eine vollwertige Dacheindeckung (regensicher, schneesicher, sturmsicher, hagelfest, harte Bedachung) dar und produzieren gleichzeitig Strom. Die Module verfügen wie ein Dachziegel / Dachstein über eine Aufhängenase und werden damit auf die Dachlatten gehängt und dort zusätzlich mit 3 Schrauben pro Modul und einer Seitenfalzklammer befestigt. An den Seiten verfügen die Nelskamp-Solarziegelmodule über die gleiche Verfalzung wie der entsprechende Dachziegel / Dachstein, so dass sich die Module einfach, sicher und schnell verlegen lassen und sich harmonisch in die Dacheindeckung integrieren. Mit bewährten MC4 Steckern werden die Module untereinander in der witterungsgeschützten Konterlattenebene verbunden. Die Kerben am Modulfuß simulieren die Deckfugen und unterstreichen zusätzlich die Ziegeloptik, eine Zahnung der unteren Modulkante sorgt für zusätzlichen Lufteinlass und Hinterlüftung. Gedeckt wird von unten rechts nach oben links. Die Nelskamp Solarziegelsysteme können gemäß den Kundenwünschen oder bezogen auf die Anforderungen des BVs mit üblichen Strangwechselrichtern, Strangwechselrichter + Optimieren oder Mikrowechselrichtern verbaut werden und sind damit mit allen gängigen Wechselrichterarten kompatibel. Die Projektierung erfolgt i.d.R. durch die Nelskamp-Solarabteilung mit der akkreditierten Auslegungssoftware PV-Sol und ist ein kostenloser Service. Die hierfür benötigten Objektinformationen können entweder via den Erfassungsbögen auf www.nelskamp.de übermittelt werden oder über Zeichnungen / Bilder mit Abmessungen des Daches. PV-Ziegel? Es muss nicht immer nur der Glattziegel / Glattstein sein! Mit dem Flachdachziegel F10 Pro! (Bild links) und der Finkenberger Pfanne (Bild rechts) erweitert sich die Kompatibilitätsliste von Nelskamp Solarziegelsysteme auf insgesamt 10 verschiedene Dachziegel und Dachsteine. 21 Auf über 800 Metern Höhe im bayerischen Stiefenhofen ist eine Anlage entstanden, die Solarstrom, Speicherung, Stromhandel und Landwirtschaft vereint – und die auf ein Batteriespeichersystem (BESS) von ZCS Azzurro setzt. Elektromeister Michael Reichart hat gemeinsam mit seinem Bruder Hannes eine Photovoltaikanlage realisiert, die in dieser Kombination bislang einmalig in Deutschland ist. Die Anlage vereint eine 1-Megawatt-Agri-PV-Anlage, einen 1-Megawatt-Grünstromspeicher sowie 26 Einheiten des Azzurro-Speichersystems Power Magic mit einer Gesamtleistung von 6,7 Megawatt für die Graustromspeicherung. Während die nachgeführten Module Sonnenstrom erzeugen, grasen darunter weiterhin Ziegen auf der landwirtschaftlichen Fläche. Reichart plant und baut seit 30 Jahren Photovoltaikanlagen, weltweit hat er in dieser Zeit über 350 Megawatt installiert – von Europa bis in die Mongolei. Bevor er sich für die Speicherlösung des Projekts entschied, prüfte er rund 30 unterschiedliche Hersteller im Detail. Am Ende fiel die Entscheidung auf ZCS Azzurro aus Italien: europäische Fertigung, europäische Zertifizierung und, wie sich bei der Inbetriebnahme von Batteriemanagement- und Energiemanagementsystem zeigte, ein Softwarehaus im Hintergrund, das die komplette Programmierung der Anlage unkompliziert gemacht habe. Wie sehr ihn dieser reibungslose Ablauf beeindruckt hat, wird deutlich, wenn Reichart auf die Zusammenarbeit mit ZCS Azzurro zurückblickt: „Ich habe mich vollumfänglich sehr, sehr, sehr in guten Händen gefühlt. Es hat gepasst – ich hatte bei den Speichern genau das Wohlfühlprogramm, das ich sonst meinen Kunden bei unseren PV-Anlagen biete." Für einen Handwerksmeister, der seinen eigenen Namen seit Jahrzehnten an jedes Projekt hängt, ist das kein kleines Lob. In der Anlage in Jungensberg sieht Reichart ein Modell dafür, wie Energieversorgung in Deutschland künftig funktionieren könnte: dezentral, vor Ort erzeugt und vor Ort gespeichert. Genau diese Technik, ist er überzeugt, kann eine führende Rolle in der deutschen Energiewende spielen. Damit zeigt das Projekt beispielhaft, wie ZCS Azzurro europäische Speichertechnologie in ein Vorzeigeprojekt der dezentralen Energiewende einbringt – vom Privathaushalt bis zur großskalierten Anlage mit Netzentlastungsfunktion. Hinter ZCS Azzurro steht die Erfahrung der italienischen Zucchetti Centro Sistemi. Mit über einer Million installierten Anlagen, europäischer Produktion und einem starken Netzwerk aus zertifizierten Fachpartnern entwickelt ZCS Azzurro seit Jahren zuverlässige Energielösungen für eine nachhaltige Zukunft. Deutschlands neue Energiewende-Blaupause: 1 Megawatt Grünstromspeicher im Allgäu

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