18 Zum Dämmsystem gehören auch Gefälle-, Grat-, Kehl-, First- und Walmplatten sowie Dachreiter aus Holzfaser, sodass Entwässerungspläne exakt umgesetzt werden können. Die gesamte Gefälleebene wird projektbezogen vorkonfektioniert, so dass sich die Dämmplatten einfach und schnell verlegen lassen. Sie werden auf den Untergrund nicht geklebt, sondern mechanisch befestigt oder durch eine Auflast fixiert, sodass sie sortenrein rückbaubar sind. Holzfaserspezifische Vorteile Das Holz zur Herstellung von STEICOroof dry stammt – wie das aller STEICO Holzfaser-Dämmstoffe – ausschließlich aus nachhaltiger, PEFC-zertifizierter Forstwirtschaft (PEFC/04-31-2550). Wie alle Holzprodukte speichert STEICOroof dry große Mengen Kohlenstoff: 237 kg CO2eq/m3 (gemäß EN 15804+A2). Für guten Schall- und sommerlichen Hitzeschutz ist die hohe Rohdichte vorteilhaft, für den Hitzeschutz zudem die hohe spezifische Wärmekapazität. Lösungen für „harte Bedachung“ Die sogenannte „harte Bedachung“, also der von den Landesbauordnungen geforderten Widerstand gegen Flugfeuer und strahlende Wärme, lässt sich mit mehreren nachgewiesenen Möglichkeiten realisieren: mit einer Kiesschicht, mit einer Dachbegrünung und auch nur mit Bahnen dafür zugelassener Abdichtungssysteme. Ausführlich dargestellt sind nachgewiesene Dachaufbauten sowie viele andere relevante Aspekte im 52-seitigen, kostenfrei downloadbaren „Planungsheft Flachdach“: www.steico.com/pcm_flat-roof_deu_de STEICOroof dry Holzfaser-Dämmplatte für Flachdächer Dachaufbau für “harte Bedachung” mit Begrünung: (1) Extensive Begrünung (2) Abdichtungssystem (System 1, 2, 3, 4 oder 5) (3) STEICOroof dry (4) Dampfsperrsystem Dachaufbau für “harte Bedachung“ nur durch Abdichtung: (1) Abdichtungssystem (System 1, 2 oder 3) (2) STEICOroof dry (3) Dampfsperrsystem STEICOroof dry ist eine für Flachdächer optimierte Holzfaser-Dämmplatte. Ihr λD-Wert beträgt 0,040 und ihre Druckfestigkeit 100 kPa – ausreichend für extensive Begrünungen und PV-Anlagen. Ihre hohe Wärmespeicherfähigkeit ist gut für den sommerlichen Hitzeschutz, ihre Kohlenstoff-Speicherung gut für den Klimaschutz. Zugelassene Abdichtungssysteme: System 1: Hasse Kubidritt XLP (oben) Hasse Kubiflex SSB (mittig) Hasse Kubipren SN (unten) System 2: Icopal Ventura (oben) Icopal Polar (unten) System 3: Icopal Grünplast-Top BF (oben) Icopal Polar (unten) Zugelassene Abdichtungssysteme: System 1: Hasse Kubigreen WS (oben) Hasse Kubipren SN (unten) System 2: Icopal Grünplast Top (oben) Icopal Polar (unten) System 3: Wolfin M System 4: Alwitra Evalon V System 5: Alwitra Evalastic V Mit länger werdenden Tagen und steigenden Temperaturen kehren auch Fliegen, Wespen und Stechmücken zurück. Das Roto Insektenschutzrollo für Designo und RotoQ Dachfenster in Standard- und Renovierungsgrößen sorgt für ungestörte Stunden im Dachgeschoss. Je nach Dachfenster-Ausführung und Kundenwunsch montieren Profis die Premiumlösung in wenigen Handgriffen direkt am Blendrahmen, in der Laibung oder auf der Wand. Im Anschluss wird das Rollo dank seitlicher Führungsschienen einfach geöffnet und geschlossen. Dabei ist der Zugang zu allen Funktionen des Dachfensters jederzeit sichergestellt, Bewohner können also gleichzeitig frische Luft und vollen Insektenschutz genießen. In den Herbst- und Wintermonaten lässt sich das am Blendrahmen oder in der Laibung befestigte Rollo bei Bedarf wieder abnehmen und zur nächsten Saison in wenigen Handgriffen erneut montieren. Das Insektenschutzrollo ist in zwei Materialvarianten verfügbar: Die Standard-Ausführung bietet mit feinmaschigem, robustem Gewebe eine zuverlässige Barriere gegen Insekten. Bewohner, denen darüber hinaus optimale Durchsicht und große Luftdurchlässigkeit wichtig sind, sind mit der Ausführung mit Transpatec-Gewebe gut beraten. Dank innovativer Webtechnik lässt sie durchschnittlich 140 Prozent mehr Luft in die Räume als Rollos mit herkömmlichem Gewebe. Wohnkomfort mit Roto Insektenschutzrollo Der entsprechend der Hanglage zwei- bis dreigeschossig ausgebildete, dabei mit einem umlaufend deutlich vorkragenden Obergeschoss umgesetzte „Flying Cube“ überzeugt auf den ersten Blick durch seine klare Form und die kraftvolle Materialsprache. Prägend für das in Holzständerbauweise errichtete Haus ist vor allem das Zusammenspiel der modern detaillierten Schieferfassade mit den großen Glasflächen und der holzbedeckten Außenterrasse. Der Neubau bietet auf drei Ebenen insgesamt 256 Quadratmeter Wohnfläche. Das teilweise im Erdreich gelegene Untergeschoss entstand in Stahlbeton und nimmt eine Einliegerwohnung sowie einen Pool aus Sichtbeton auf. Aufbauend auf den Fundamenten des Untergeschosses konnten dann das Erd- und Obergeschoss in Holzständerbauweise mit Brettsperrholzdecken errichtet werden: „Die Holzelemente wurden dabei sämtlich passgenau vorgefertigt, sodass die Montage innerhalb weniger Tage abgeschlossen war“, erklärt der für Holzbau, Dach und Fassade verantwortliche Zimmermeister Joachim Westermann. Komplettiert wird der Entwurf durch eine westlich vorgesetzte Garage mit dunkler Holzfassade und mit Sedum-bedecktem Gründach. Nach Abschluss der Holzbauarbeiten konnte mit der Umsetzung der Fassadenhülle begonnen werden. Die Entscheidung für das Naturmaterial Schiefer, das in Kombination mit den großzügigen Glasflächen den beinahe schwebenden Eindruck der oberen beiden Ebenen verstärkt, war dabei ursprünglich gar nicht geplant. Sie fiel erst, nachdem die Bauherren auf Empfehlung von Joachim Westermann mehrere Referenzobjekte mit modernen Schieferfassaden in Deutschland und der Schweiz besichtigt hatten. „Dabei wurde schnell deutlich, dass das Material eine nachhaltige und optisch überzeugende Alternative für Fassadengestaltungen mit klaren, linearen Strukturen bietet und dabei deutlich pflegeleichter als Ausführungen mit Putz oder mit Holz ist“, so Joachim Westermann. In enger Absprache wurde anschließend entschieden, die Fassade mit einer Dynamischen Deckung mit Steinen von Rathscheck Schiefer umzusetzen. Das Unternehmen mit Sitz in Mayen in der Eifel zählt zu den führenden Schieferproduzenten weltweit und besitzt im spanischen Galicien eigene hochwertige Vorkommen. Jede einzelne Platte ist ein von der Natur geformtes Unikat, das durch seine charakteristische Oberflächenstruktur in Farbe und Textur variiert. Doch während eine klassische Schieferdeckung historischen Mustern und Regeln folgt, ermöglicht die Dynamische Deckung eine moderne Anmutung, die klares Design und klassische Handwerkskunst organisch miteinander verbindet: „Die reizvolle Optik wird dabei durch die unregelmäßige Folge verschieden hoher Gebindereihen erzielt“, wie Architekt Andreas Schoch erklärt. Ebenso wurde die Wiederholung der senkrechten Stoßfugen in Form eines Rasters vermieden, um so einen wilden Verband zu erzeugen. „Ganz entscheidend für die Optik der Fassade ist dabei auch der leichte Schattenwurf, der durch die übereinander liegenden Schiefersteine entsteht“, so Andreas Schoch weiter. Das Ergebnis ist ein überaus lebhaftes Deckbild, das den modernen Charakter der Architektur unterstreicht und das je nach Sonnenstand und Wetterlage veränderndes Lichtspiel an der Fassade zulässt. Flying Cube Die kleine Gemeinde Kuppenheim, gelegen rund zehn Kilometer nördlich von Baden-Baden, besticht durch ihre malerische Lage am Nordrand des Schwarzwaldes. Inmitten einer Siedlung mit Häusern aus verschiedenen Jahrzehnten fällt der Blick auf ein markant gestaltetes Einfamilienhaus mit moderner Schieferfassade, das 2024 nach Plänen des Karlsruher Büros architectoo unter Leitung von Andreas Schoch erstellt wurde. Im Rahmen der Umsetzung erhielt die insgesamt 245 Quadratmeter große Außenhülle zunächst eine vollflächige Dämmung mit 60 Millimeter dicken Holzfaserdämmplatten, bevor auf einer belüfteten Unterkonstruktion dann die Schiefersteine angebracht werden konnten: „Die zweischalige Konstruktion mit Konterlattung und aufliegender Schalung ermöglicht einen optimierten Wärmeschutz im Winter wie im Sommer und sorgt mit einer 4 cm Zentimeter breiten Belüftungsebene für eine bauphysikalisch sichere Konstruktion“, erklärt Joachim Westermann. Die abschließende Schieferdeckung erfolgte mit unterschiedlich hohen und unterschiedlich breiten Rechtecksteinen, die mit einer Höhenüberdeckung von jeweils vier Zentimetern und mit mindestens zwei Schiefernägeln auf der Schalung befestigt wurden. Insgesamt kamen 2.700 rechteckige Schiefersteine zum Einsatz. Im Ergebnis ist ein bewusst unregelmäßiges Fassadenbild mit stark versetzten Fugen entstanden. Die als Fugenhinterlegung eingefügten Aluminiumstreifen stellen dabei sicher, dass kein Wasser durch die drei bis sechs Millimeter breiten Stoßfugen in die Konstruktion eindringen kann. Weitere Details sind die ohne Aluminiumblechprofile ausgeführten EckUmsetzung der Schiefer Fassade verbindungen sowie die mit HPL-Platten ausgeführten Leibungen und Untersichten im Bereich der Auskragungen, die in Verbindung mit nahezu unsichtbar in die dunkle Fassade integrierten Markisen gleichzeitig auch einen optimierten Sonnenschutz ermöglichen. Eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung der Fassade spielte die CAD-gesteuerte Vorplanung: „Auf Basis des damit erstellten Verlegeplans konnten wir sicherstellen, dass jede einzelne Platte sitzt und sämtliche Fugen stimmen“, betont Joachim Westermann. „Wichtig bei der Verlegung waren vor allem die Beachtung der horizontalen Linien und ein gleichmäßiges Fugenbild zwischen, unter und über den Fenster- und Türflächen sowie an den Gebäudeecken. Die CAD-gestützte Planung im Vorfeld hat uns hier enorm geholfen!“ Im Ergebnis ist eine technisch saubere, optisch ruhige Lösung entstanden, die den zeitlos- modernen Charakter der Architektur unterstreicht. Komplettiert wird das nachhaltige Konzept durch eine dachintegrierte Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 16 kWp, die zusammen mit einem Batteriespeicher den Energiebedarf der Familie zwischen März und Oktober vollständig deckt und das Gebäude damit langfristig energieautark macht.
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