FDF DachNews - Ausgabe 2/2018
8 N EWS D ACH 2/18 9 Mehr als 40 Prozent des gesamten Energiever- brauchs in der EU werden dem Gebäudebe- reich zugerechnet. Über die großen Dachflä- chen geht bei unzureichender Wärmedämmung viel wertvolle Energie verloren. Mit einer hochwertigen Abdichtung und einem dachspe- zifischen Dämmsystem lassen sich sparsame Häuser bauen und in der Sanierung 30 bis 40 Prozent Energie und Kosten sparen und damit gleichzeitig Komfort und Gebäudewert stei- gern. Flachdächer sind der am stärksten bean- spruchte Teil eines Gebäudes und extremen Belastungen ausgesetzt. Nachhaltige Dächer sparen mit einem gut geplanten und fachge- recht verarbeiteten Dachaufbau aus dauerhafter Abdichtung und leistungsstarker Dämmung Energie und schonen Ressourcen. Langlebigkeit ist nachhaltig Jährlich werden in Neubau und Sanierung rund 200 Millionen Quadratmeter Flachdächer abgedichtet. Ihre Lebensdauer beträgt durch- schnittlich 20 bis 25 Jahre. Durch den Abriss entstehen Milliarden Tonnen Abfall und der Neubau verbraucht weitere wertvolle Ressour- cen. Nachhaltige Planung geht anders: Hochwertige Abdichtungssysteme erreichen eine doppelt so lange Lebensdauer im Vergleich zu normalen Abdichtungen und verbrauchen halb so viele Ressourcen. Das nachhaltige Ziel sollte also ein gut gedämmtes, sicher abgedichtetes Dach für ein gesamtes Gebäudeleben sein. Eine Investition mit hohen Renditen. Dämmkraft – Umwelt – Eigenschaften Mit den Anforderungen an den Wärmeschutz steigen auch die Anforderungen an die Dämm- stoffe. Bei der Materialwahl geht es darum, eine möglichst nachhaltige, wirkungsvolle Dämmleistung zu erreichen. Dabei hängt die optimale Wärmedämmung vor allem von der Effizienz des Dämmstoffs und dem angestreb- ten U-Wert ab. Der U-Wert bestimmt je nach gewähltem Dämmstoff und Wärmeleitfähig- keit WLS die daraus resultierende Dicke. Die Unterschiede sind gravierend: Der Hochleis- tungsdämmstoff Po l yu r e t han - Ha r t s c h a um , P U R / P I R , besitzt mit Wär- m e l e i t s t u f e WLS 023 den besten Dämm- wert im Vergleich zu allen gebräuchlichen Wärmedämmstoffen. Das bedeutet höchste Dämmleistung bei geringster Dämmstoffdicke. Mit gerade einmal 120 Millimetern erfüllt der PUR/PIR Dämmstoff bereits den langfristig sinnvollen U-Wert ≤ 0,19 W/m 2 K. Vergleich- bare Materialien der WLS 045 benötigen für ein gleiches Ergebnis fast die doppelte Aufbau- höhe, nämlich 220 Millimeter Dämmdicke. Materialen der WLS 035 benötigen immer geringster Dämmstoffdi- cke und gleichzeitig her- vorragende Umwelt- werte aufweisen. Dabei sind die Platten formsta- bil, tritt- und druckfest, temperatur- und heißbi- tumenbeständig, che- misch und biologisch beständig, geruchsneu- tral und physiologisch unbedenklich, schim- mel- und fäulnisfest und unverrottbar, so dass ihre Funktion über viele Jahrzehnte sicherge- stellt ist. Das leichte Material lässt sich einfach zuschneiden und bis ins Detail präzise und schnell verarbeiten. Damit die Dämmung keinen Schaden nimmt, darf die hochwertige Abdichtung nicht fehlen. Ob Bitumen oder eine Kunststoffbahn das rich- tige Material ist, weiß am besten der Berater desjenigen Herstellers, der werkstoffübergrei- fend alle Materialien aus eigener Herstellung für die Dachdämmung anbietet. Er wählt die richtigen Produkte, berät Planer, Architekten und Bauherren von der Planung bis zur Abnahme. Doch ist ein Dach ohne Zusatznutzen heute noch als nachhaltig zu bezeichnen? Sind Flach- dächer, die nicht begrünt sind oder keine Ener- gie gewinnen, nicht verschenkte, bebaute Flä- chen? Grü ndach und Photovoltaik Der Dachgarten auf der Wohnanlage, das Dachbiotop zumArtenschutz auf dem Verwal- tungsgebäude oder eine Photovoltaikanlage auf der Industriehalle – die Flächenversiegelung auszugleichen und dabei einen Zusatznutzen zu erzielen oder die versiegelten Flächen für die zusätzliche Gewinnung erneuerbarer Ener- gien einzusetzen – der Möglichkeiten gibt es viele. Die verstärkte Nutzung der Flachdächer von Gewerbe- und Verwaltungsgebäuden, von Wohnanlagen könnte vor allem in Ballungsge- bieten eine sinnvolle und ertragreiche Heraus- forderung werden. Die weitläufigen Dachflächen erlauben vielfäl- tige Zusatznutzen auf bereits bebautem Grund. Ein Geschenk, das nicht vernachlässigt werden sollte – vielleicht auch eine Verpflichtung gegenüber Natur und Energiewende? Wenn der Aufbau stimmt, das Dach also sicher abgedichtet und effizient gedämmt ist, dann sind der weitere Aufbau eines Gründachs oder einer Photovoltaikanlage immer ein Gewinn. Gründächer mindern die negativenAuswirkun- gen der Flächenversiegelung, verlängern die Lebensdauer der Dachabdichtung und schaffen zusätzlichen Lebensraum für Mensch und Tier. Sie entlasten als Wasserspeicher die Entwässe- rungssysteme, binden Staub, heizen sich auch bei extremen Temperaturen kaum auf, verbrau- chen CO 2 und sorgen als Sauerstoffproduzent für ein besseres Klima. Ertragreiche moderne Photovoltaikanlagen gewinnen auf gut gedämmten, dauerhaft sicheren Dächern viele Millionen Kilowattstunden Strom. Hochwertige, dachspezifische Systeme sind eine Entscheidung für Nachhaltigkeit. Mit kom- petenter Beratung und fachgerechter Verarbei- tung entstehen dauerhaft sichere Dächer. Im Neubau sollte die Wärmedämmung im Dach vorausschauend geplant werden, um mit effi- zienten Materialien sichere und sparsame Dä- cher zu bauen. Bei der Sanierung lassen sich mit einem Hochleistungsdämmstoff von geringer Materialstärke ebenfalls beste Werte erzielen. Dämmsysteme – Langlebig und effizient Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sind am Bau zu wichtigen Verkaufsargumenten und sogar Planungsprinzipien geworden. Wie argumentiert man für ein ‘nachhaltiges Flach- dach’ beim Kunden? Hochwertiger typi- scher Leichtdach- Aufbau auf Trapez- blech Hochwertiger Flach- dach-Aufbau auf Beton noch 180 Millimeter. Doppelte Aufbauhöhe bedeutet aber nicht nur einen weit größeren Aufwand an Transport und bei der Verarbei- tung, sondern auch bei der Ausgestaltung von Details entstehen Detailprobleme, die das Potenzial für Verarbeitungsfehler erhöhen. Ganz zu schweigen vom Gewicht: Ist es doch ein schwerwiegender Unterschied, ob ein Dach von 1.000 Quadratmetern mit leichten 3.500 Kilogramm PIR oder mit dem achtfachen Gewicht von rund 27 Tonnen Mineralfaser zusätzlich belastet wird. Neben Wärmeleitfähigkeit, Dicke und Gewicht spielen für die Nachhaltigkeit Umwelt- und Gesundheitsaspekte eine Rolle. Hier wird lei- der sehr oft pauschaliert. So werden Dämm- stoffe aus nachwachsenden Rohstoffen wie Hanf oder Holz besser bewertet als Dämm- stoffe aus nicht nachwachsenden Rohstoffen. Stimmt das denn? Die Umweltproduktdeklara- tion EPD beschreibt mit dem Primärenergiebe- darf den Bedarf an Rohstoffen und Energie für die Herstellung eines Produktes und gibt damit eine Kennzahl für einen Vergleich. Bezogen auf die Produktgattung Dämmstoffe enthält der Primärenergiebedarf nur einen Teil der Wahr- heit, denn er vergleicht nur MJ/m³ mit MJ/m³. Man muss jedoch auch hier den U-Wert unse- res Beispiels von 0,19 W/m 2 K als objektive Vergleichsbasis heranziehen. So ergeben sich für die aufgeführten Dämm- stoffe folgende Werte für den Primärenergie- bedarf: EPS 333 MJ/m³ PUR/PIR 363 MJ/m³ Mineralfaser 712 MJ/m³ Holzfaser 1.695 MJ/m³ Hierbei sind die Nutzungsphase und die Nach- nutzungsphase nicht berücksichtigt. Nachhaltiger Hochleistungsdämmstoff Die Betrachtungen zeigen, dass PIR-Wärme- dämmelemente die höchste Dämmleistung bei Nachhaltige Flachdächer Exklusiv für den Betondachstein Kapstadt bie- tet Creaton die zweifachveredelte Produktlinie duratop pro. Eine ultrafeine Sandkörnung sorgt für eine glattere Oberfläche und damit für ein harmonischeres Erscheinungsbild der Dachflä- che. Somit ist duratop pro eine ideale Ergän- zung zu der klaren Formsprache des modernen und geradlinigen Dachsteins Kapstadt, mit dem sich beeindruckend großzügige Dachflä- chen gestalten lassen. Langanhaltende Oberflächenglättung Die erste Veredelung bei duratop pro erfolgt direkt nach dem Extrudieren und reduziert das Anhaften von Schmutzpartikeln. Die Beton- dachsteine werden mit einem pigmentierten Primer beschichtet, der speziell zur Abdeckung der Poren entwickelt wurde und damit zur Oberflächenglättung beiträgt. Im trockenen Zustand wird die zweite Veredelungsschicht aufgetragen. Durch eine Reinacrylat-Beschich- tung erhält der Betondachstein sein langanhal- tendes Aussehen. Kapstadt ist der Geradlinige unter den Dach- steinen von Creaton. Neben seiner klaren For- Aufwendige Holzkonstruktionen gehören der Vergangenheit an: Mit dem GRÖMO Lüfterfirstelement aus rostfreiem Edel- stahl kann jeder First und Grat amMetall- dach einfach und schnell belüftet werden. So lässt sich der Dachaufbau effektiv vor Feuchteschäden schützen. Der Lüfterfirst besteht aus zwei miteinander zu verbindenden Grundprofilen, einem Unterbau und einer Abdeckkappe. Das tra- gende Lüfterfirstelement (Unterbau) mit den vertikalen Lüftungsschlitzen wird mittels Nietverbindung auf der Rückkantung der auf- gestellten Scharenenden des Metalldaches fixiert. Anschließend wird die Abdeckkappe aufgesetzt und mit Nieten gesichert. Eine Holz- konstruktion ist nicht mehr notwendig, die Montage dadurch einfach und schnell. Die stabile und frei- tragende Konstruktion mit einem Lüftungs- querschnitt von 240 cm²/m fügt sich durch ihre schlanke, ästheti- sche Firstausbildung für das Lüfterfirst- element bietet beste Stabilität, sehr gute Korrosionseigen- schaften und garan- tiert eine sichere und langlebige Lüftung des Daches. Die GRÖMO Materialvielfalt erlaubt es, die Abdeckkappe dem Material des jeweiligen Daches optimal anzugleichen: Zink, Quartz- Zinc vorbewittert, Kupfer, Stahl verzinkt oder Aluminium. Das Lüfterfirstelement ist in der Materialausführung Edelstahl erhältlich. Lüfterfirst fürs Metalldach: So bleibt der Dachaufbau trocken gut in die Gesamtoptik des Daches ein. Durch Wind und thermischen Auftrieb entsteht unter dem Dach ein Kamineffekt. Die Luft strömt an der Traufe ein und durch den GRÖMO Lüfter- first wieder aus. Feuchtigkeit im Konstrukti- onsaufbau kann nach außen diffundieren und wird in der Hinterlüftungsebene abgetra- gen. Dank der raffinierten Bauweise kann auch Flugschnee die Funktionalität nicht beeinflussen. Der hochwer- tige Edelstahl Dach- und Fassadenplatten im XL-Format Die Creaton AG erweitert ihr Sortiment im Bereich Dach- und Fassadenplatten um ein Großformat. Ab sofort sind die Dacheinde- ckungen der Produktserie Dacora auch im For- mat 40 x 80 cm in glatt blauschwarz erhältlich. Die Faserzementplatten überzeugen durch eine schnelle und wirtschaftliche Verlegung und sind universell an Dach und Fassade einsetz- bar. Mit nur einem Format lassen sich drei Deckungsbilder sowie alle Details an Traufe, Ortgang und First ausführen. Leicht zu verarbeiten Die 5 mm dicken Faserzementplatten bestehen aus natürlichen Rohstoffen, sind bruchfest, korrosionsbeständig und nicht brennbar. Durch ihr geringes Gewicht und ihr großes Format ermöglichen sie eine schnelle und wirtschaft- liche Verlegung. Mit Zusatzmaßnahmen sind die XL-Platten bereits ab 15° Dachneigung einsetzbar. Passende Zubehörteile ermöglichen eine sichere und dauerhafte Befestigung. Vielseitig und individuell Mit dem neuen Großformat lassen sich sowohl Ab sofort sind Dach- und Fassadenplatten der Pro- duktserie Dacora auch im Großformat 40 x 80 cm erhältlich. Doppel- als auch Linum- und Novumdeckun- gen ausführen. Insbesondere letztere betonen dabei die klare und moderne Linienführung der Platten. Neben dem neuen Großformat stehen in der Produktserie Dacora weiterhin kleinfor- matige Dach- und Fassadenplatten in verschie- denen Farben, Formen und Oberflächen zur Verfügung und eröffnen somit schier unendli- che Gestaltungsmöglichkeiten. mensprache überzeugt er durch eine hochwer- tige Verarbeitung und einen hohen Schutz vor Regeneintrag. Abgerundete Fußkanten beugen Kantenverschmutzung vor und sorgen für einen besseren Wasserablauf. Stabile Auflage- stege an der Aufhängenase helfen bei der Ver- meidung von Staunässe an der Dachlatte. Eine dreifache Fußverrippung vermindert das Ein- dringen von Flugschnee oder Schlagregen. Veredelte Oberfläche für Dachstein Kapstadt Für den Dachstein Kapstadt ist duratop pro in den vier Farbtönen klassikrot, zinkgrau, dunkelgrau und schwarz perla erhältlich. FLACHDACH
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