FDF DachNews - Ausgabe 3/2019

dung auf eine klassische Lochfassade. Passend zu geplanten Fensterteilung wählte der Archi- tekt eine sogenannte Variable Schieferdeckung mit den Schiefermaßen 35 x 25 cm. Die Schie- fer werden bei dieser Deckart mit einer Höhen- und Seitenüberdeckung von mindestens 4 cm verarbeitet, was eine Sichtfläche von 31 x 21 cm ergibt. Weil die Schiefersteine vor Ort sehr leicht mit dem Schieferhammer oder einer Schieferschere auf Maß gebracht werden kön- nen, sind leicht abweichende Größen wie 20 cm in der Höhe oder 30 cm in der Breite schnell herstellbar und kleine Maßabweichun- gen kaum wahrnehmbar. Sie fallen auch des- halb nicht auf, weil im Vordergrund die bruch- raue, flächige Fassade mit Kreuzfugenoptik steht. Die neue Schieferfassaden-Optik entsteht durch einen sogenannten Vorschnitt. Dieser ermöglicht eine geschlossene Deckung und damit eine überraschend flächige Wirkung der Natursteindeckung. Ein weiterer und wesentli- cher Vorteil dieser Deckung ist der geringe Materialbedarf. Daraus resultiert auch der günstige Preis, der diesen Naturstein an dieser Schule erst möglich machte. Ansicht der Variablen Schieferdeckung mit Kreuzfugen-Optik und einer Dehnungsfuge unter dem linken Fenster. Schnitt durch die Schieferfassade: nicht brennbar auf Aluminium geschraubt. Der Erweiterungsbau des Beruflichen Schul- zentrums in Bautzen setzt mit seiner prägenden Schieferfassade neben den eindrucksvollen Bestandsbauten starke Akzente. Das älteste Gebäude des Schulkomplexes ist auf 1857 datiert und wurde vom Architekten Carl August Schramm, einem Mitarbeiter von Karl Friedrich Schinkel entworfen. Schramm hat sich als Architekt von Verwaltungs-, Schul- und Kirchenbauten einen Namen gemacht. Die Bestandsbauten gelten entsprechend als histo- risch wertvoll und die Erweiterung des Gebäu- dekomplexes als eine delikate Aufgabe. Dieser nahm sich Architekt Holger Sieg von der Bau- planung Bautzen GmbH an. Der Bestand aus historischen Schulbauten mit Sporthalle musste, um die Berufsausbildung verschiedener Standorte in Bautzen zu zentra- lisieren, um einen großen Neubaukomplex ergänzt werden. Das ambitionierte Raumpro- gramm wurde zentral zwischen und hinter den historischen Bauten verwirklicht, sodass drei der vier Übereck-Blickachsen historisch geprägt sind. Der gestalterisch maßgebende Teil des Neubaus ist ein rund 70 Meter langer und 17 Meter breiter Riegel mit Glasfassade im Erd- und Schieferfassade in den Oberge- schossen. Zum Teil auf Stützen stehend wirkt dieser Teil des Neubaus leicht und schwebend. Preiswerter Schieferkubus: Das historische Hauptgebäude der Anlage ist mit Schiefer gedeckt. So lag es nahe, im Kontext zur vor- handenen Bausubstanz, auch den neuen Kubus in Schiefer auszuführen. Architekt Sieg: „Bei öffentlichen Bauträgern ist der Einsatz von Naturstein selten, weil dieser in der öffentli- chen Meinung als teuer interpretiert wird. Aber die neuen Schieferdeckarten sind keineswegs teuer, ja sogar teilweise preiswerter als Indus- trieware. Dazu lassen sich die einzelnen Schie- fer im Schadensfall einfach und preiswert aus- wechseln, was die Wartung erleichtert und das Material langfristig wirtschaftlich darstellt.“ Nichtbrennbare Schieferfassade: Waren die Auftraggeber von der kostengünstigen Natur- steinfassade überzeugt, musste der Architekt eine weitere Aufgabe lösen. Die Fassaden von Schulbauten müssen nicht brennbar sein. Schiefersteine werden aber normalerweise auf Holzschalung genagelt. Spezielles Fachwissen war gefragt und Architekt Sieg ließ sich von einem der weltweit führenden Unternehmen der Branche, Rathscheck Schiefer aus Mayen bei Koblenz, beraten. Das Unternehmen hat 2012 eine neuartige Schieferfassade präsen- tiert, bei der Schiefersteine mit Edelstahl- schrauben auf eine Aluminiumunterkonstruk- tion fixiert werden. Die bauaufsichtlich geprüfte Konstruktion ist damit A1 und kann mit allen nur denkbaren Schieferdeckarten nicht nur an Schulen und Hotels, sondern auch an Bauten über der Hochhausgrenze eingesetzt werden. Im Raster mit Kreuzfuge: Im Kontext zu den historischen Bestandsbauten fiel die Entschei- Eine moderne Schieferfassade als Variable Deckung mit Kreuzfugenoptik prägt den Neubau. Preiswerter Naturstein-Akzent Nicht-Brennbare Schieferfassade für ein Schulzentrum Es sieht so schick aus wie ein klassisches geneigtes Dach mit Dachpfannen, doch es kann viel mehr: es macht aus einem Schutzdach ein Nutzdach. Braas Photovol- taik bietet schickes Design vereint mit umweltfreundlicher Energiegewinnung. Mit den Indach-Systemen „Braas PV Pre- mium“ und „Braas PV Indax“. Einen effektiven Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels und eine Schonung des Geldbeutels leistet die Stromerzeugung auf dem eigenen Dach. BMI Braas liefert für den Neubau wie für die Sanierung Photovoltaik- Indach-Systeme, die unkompliziert installiert werden können und Komplettlösungen, deren Einzelteile ideal aufeinander abgestimmt sind. So kann man wirksam auf den Klimawandel reagieren, auf saubere, CO 2 -freie Sonnenener- gie setzen und dabei Energiekosten sparen. Je nach Geschmack mit den Indach-Systemen „Braas PV Premium“ oder „Braas PV Indax“. Braas PV Premium – Design Solarstrom Das Braas Photovol- taik-Indach-System PV Premium setzt Maßstäbe in Sachen Design. Umwelt- freundlicher Solar- strom stilvoll in die Dachfläche integriert. Egal, ob es um die Stromproduktion für den Eigenverbrauch oder zur Einspeisung ins Netz geht: Dieses System arbeitet völlig geräuschlos, emissionsfrei und ganz ohne belastende Rückstände. Gegenüber herkömm- lichen PV-Systemen zeichnet es sich vor allem dadurch aus, dass es sich nicht vom Dach hervorhebt. Die Module werden anstelle von Dachpfannen in das Dach integriert, wodurch sich ein vollkommen geradliniges, harmonisches Deckbild ergibt, das auch die höchsten Ansprüche an Design und Ästhetik erfüllt. Durch seine lange Lebensdauer, nach- gewiesenem Feuerwiderstand und geprüfter Regensicherheit, sowie Hinterlüftung, über- zeugt das System auch technisch. Braas PV Indax Das Braas Indach-System PV Indax ist auf die optisch und technisch perfekte Integration von hochwertigen kristallinen PV-Modulen in Dächer mit allen gängigen Dachpfannen aus- gelegt. Das System übernimmt dabei die Schutzfunktion der Dachdeckung, bietet eine exzellente Optik und produziert darüber hinaus umweltfreundlichen Solarstrom. Es lässt sich schnell und einfach installieren. Alle für die Verwendung als PV-Indach-System relevantenAnforderungen hinsichtlich Brand- schutz, Regensicherheit und Hinterlüftung erfüllt dieses System ohne Probleme. Die ver- wendeten monokristallinen Module mit einer Nennleistung von 280 Watt weisen eine posi- tive Leistungstoleranz auf und überzeugen durch eine sehr hohe Belastbarkeit. Solarstrom gegen den Klimawandel 14 3/19 N EWS D ACH SOLAR & FASSADE Aachen, Wuppertal, Gießen, Herrstein, Hamburg und so weiter: Die Liste der von Starkregen 2018 betroffenen Orte ist lang. Aber wohin mit den Starkregenwassermen- gen, die viele kommunale Kanalsysteme überfordern? Denn sind diese überlastet, kommt es zum Rückstau, zu überfluteten Straßen und Kellern. Eine Möglichkeit: begrünte Dachflächen mit entsprechenden Wasserspeichersystemen. Doch viele Gebäude könnten mit überschauba- rem Aufwand begrünt werden und so einen Teil der durch die Bebauung versiegelten Flä- chen kompensieren. Der Dachspezialist Paul Bauder GmbH & Co. KG in Stuttgart hat dafür das neue Bauder Retentionselement RE 40 ent- wickelt. Dieses hält das Regenwasser temporär zurück und lässt es verzögert abfließen. Dach- begrünungen fungieren außerdem als natürli- che Klimaanlage des Gebäudes, das im Som- mer vor Hitze und imWinter vor Kälte schützt. Versiegelte Flächen am Boden werden durch die Grünfläche in lichter Höhe ausgeglichen. Begrünte Dächer können eine wichtige Rolle für die Verbesserung der Lebensqualität und des ökologischen Gleichgewichts in unseren Städten spielen, insbesondere bei den immer häufiger auftretenden Starkregen-Ereignissen. Wasserrückhaltung und Abflussverzögerung sind wesentliche Eigenschaften von Dachbe- grünungen. Der Gründachaufbau saugt sich, einem Schwamm gleich, mit Wasser voll und verzögert so den Abfluss. Durch Verdunstung gelangt ein hoher Prozentsatz des Nieder- schlags wieder direkt in den natürlichen Was- serkreislauf. Dieser positive Effekt lässt sich bei Extensiv- begrünungen in mehrschichtiger Bauweise noch verstärken – mit dem neuen Bauder Retentionselement RE 40, das die Abflussver- zögerung zusätzlich optimiert. Dafür sorgen die mit einer definierten Lochung am Boden perforierten Noppen. So entsteht unabhängig von der Verlegerichtung und ohne hydrostati- schen Druck auf der Abdichtung ein temporä- Neu: Bauder Retentionselement RE 40 Verzögerter Abfluss entlastet die Kanalisation Das Abflussverhalten des Retentionselements RE 40 wurde nach FLL im Gründachaufbau geprüft. Je nach Schichtdicke Substrat liegt der Abflussbeiwert bei hervorragenden Werten zwischen 0,24 und 0,10. Fakro Austauschfenster: Wenn es schnell und sauber gehen soll Entweder fällt die Entscheidung für das neue Dachflächenfenster im Zuge einer Dachsanierung oder weil die alten Elemente in die Jah- re gekommen sind. Die heutigen Serienfenster aus den Standardsor- timenten der Hersteller erlauben dabei oft nur einen Fenstertausch mit gleichzeitig erforderlicher Anpassung der Nischen-Verklei- dung, weil die heutigen Größen von den alten oft stark abweichen. Vor allem, wenn die umliegenden Fliesen oder Vertäfelungen erhal- ten bleiben sollen, empfehlen sich moderne Austauschfenster, die mit passenden Dämm- und Anschluss-Sets auf das alte Innen- futter bzw. passgenau auf die bestehende Nischenverkleidung gesetzt werden. Was man zur Auswahl des passenden Aus- tauschfensters benötigt, sind die Angabe des Herstellers, der Fenstertyp und die Größenbe- zeichnung, die im alten Fensterrahmen bzw. auf dem alten Typenschild angegeben sind. Danach wird das Austauschfenster aus Holz oder Kunststoff, als Schwing- oder Klapp- Schwingfenster mit unterschiedlichsten Vergla- sungsvarianten bis hin zum Passivhausstandard und ggf. mit Einbruchschutz und Elektrosteue- rung ausgewählt. Für den Fall, dass das Alt- fenster kein Typenschild oder keine Kennung mehr hat, bietet FAKRO entsprechende Maß- anfertigungen an, also Austauschfenster im Sondermaß. FAKRO ist der Anbieter im deutschsprachigen Raum, der Austauschfenster für die meisten Fenstertypen und -größen der großen (auch ehemaligen) Hersteller anbietet und im Einzel- fall auch individuell gefertigte Maßrenovie- rungsfenster zu den ermittelten Innenfutter- Nutmaßen (BxH) produziert. Serien-Aus- tauschfenster gibt es so für eine Vielzahl alter Fenster der Hersteller Velux, Roto, Braas und Dörken. Weitere Aspekte bei der Entscheidung für ein modernes Austauschfenster - neben dem Erhalt des alten Innenfutters - sind die Vermeidung von schmutzintensiven Innenarbeiten, die kur- zen Montagezeiten und der Vorteil, dass der Raum ohne umbaubedingte Wartezeiten wie- der genutzt werden kann. FAKRO bietet zehn Jahre Garantie auf die Austausch- und Maßrenovierungsfenster sowie die Anschlüsse bei Verwendung der FAKRO- Anschlussprodukte nach Montageanleitung. rer Wasserspeicher, der aus dem Bauder Reten- tionselement RE 40 im Gründachaufbau ein dynamisches System macht. Das Speichervo- lumen in den Noppen steht bereits nach kurzer Zeit wieder als Stauraum-Puffer für den nächs- ten Starkregen zur Verfügung. Das Abflussverhalten des Bauder Retentions- elements RE 40 wurde nach FLL im Grün- dachaufbau geprüft. Je nach Schichtdicke Sub- strat liegt der Abflussbeiwert bei hervorragen- den Werten zwischen 0,24 und 0,10. Die abflussverzögernde Wirkung des Gründachauf- baus wird bei der Berechnung der Dachentwäs- serung im (Spitzen-)Abflussbeiwert berück- sichtigt. Der Abflussbeiwert gibt das Verhältnis von Abfluss zu Niederschlag an, als Spitzen- abflussbeiwert bezogen auf einen Bemessungs- regen von 15 min Dauer. N EWS D ACH 3/19 PRODUKT-NEWS 15

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