FDF DachNews - Ausgabe 1/2020
14 1/20 N EWS D ACH N EWS D ACH 1/20 15 Bei der Dachsanierung eines Büroge- bäudes in Köln musste das vor Ort ansässige Unternehmen Rolf Knops zahlreiche Details umsetzen. Im Zuge der achtwöchigen Maßnahme wurde die 360 qm große Dachfläche mit hoch- wertigen Röben Doppelmulden-Ziegeln ELSASS neu eingedeckt. Zuvor musste unter anderem die Höhendifferenz zwi- schen der Betonkonstruktion im unte- ren Bereich des Daches und der darü- ber liegenden Sparrenkonstruktion mit unterschiedlichen Dämmstärken ausge- glichen werden. Das fünfgeschossige Eckgebäude an der Kreu- zung Kamekestraße/Spichernstraße war 1957 als einfacher Stahlbetonbau im Stil der Nach- kriegsmoderne errichtet worden. Die schmuck- lose Fassadengliederung mit ihren streng gerasterten Fensterzeilen schafft dabei einen deutlichen Kontrast zu dem doppelgeschossi- gen, entsprechend demVerlauf der beiden Stra- ßen in einem Winkel von 40 Grad über Eck verlaufenden Dachaufbau des Gebäudes. In Richtung Südwesten fügt sich die Konstruktion mit einem angesetzten Satteldach in die vor- handene Zeilenbebauung ein, in Richtung Süd- osten schließt das Dach mit einem Walmdach- aufbau ab. Zur Straßenkreuzung laufen beide Flügel in einem gemeinsamen Giebel zusam- men. „Sargdeckel“-Konstruktion Nach rund 60-jähriger Nutzung musste das Dach zuletzt grundlegend modernisiert wer- den. Mit der Umsetzung des Projektes war im Frühjahr 2019 das Kölner Dachdeckerunter- nehmen Rolf Knops beauftragt worden: „Eine Besonderheit des Daches ist die seinerzeit aus Brandschutzgründen im unteren Bereich des Daches umgesetzte ‚Sargdeckel‘-Konstruktion aus Stahlbeton, die oberhalb der Dachflächen- fenster in die Waagerechte übergeht“, berichtet Hans-Gerd Knops, der das Unternehmen in dritter Generation führt. „Der vier Meter hohe Spitzboden oberhalb dieser Büroebene ist dem- gegenüber als Holzsparrenkonstruktion ausge- bildet.“ Vor der Sanierung war der untere, betonierte Dachabschnitt mit einfachen Holzwolle- Leichtbauplatten gedämmt worden. Nach Ent- fernung dieser „Sauerkrautplatten“ wurde jetzt eine kaltselbstklebende Bitumendampfsperre auf den Beton aufgebracht, über den Sparren kam alternativ eine Dampfbremse als wind- dichte Schicht zum Einsatz. „Direkt darüber konnten wir dann eine Aufsparrendämmung verlegen“, berichtet Hans Gerd Knops. „Eine besondere Herausforderung stellte dabei die 60 Millimeter große, zuvor mit den Sauerkraut- platten ausgefüllte Höhendiffe- renz zwischen Betonschräge und Sparrenkonstruktion dar. Um hier einen einheitlichen Abschluss zu erhalten, haben wir auf dem Beton im unteren Dach- bereich eine 140 Millimeter dicke Dämmung nach Statik- Vorgabe verdübelt und im oberen Bereich eine lediglich 80 Milli- meter starke Dämmschicht auf den Sparren verschraubt.“ Eindeckung mit hochwertigen Röben Doppelmuldenziegeln Nach dem Verlegen der Dämmung wurden zunächst eine 4 x 6 Zentimeter starke Konter- lattung und eine 3 x 5 Zentimeter starke Trag- lattung aufgebracht, bevor dann mit dem Ver- legen der Tondachziegel begonnen werden konnte. In Absprache mit dem Bauherrn hatten sich die Dachdecker für den Röben-Tondach- ziegel ELSASS anthrazit entschieden: „Mit ihren beiden parallelen Mulden und den har- monischen Proportionen entsprechen die dunk- len Doppelmulden-Ziegel weitgehend dem Vorbild historischer Dachpfannen“, begründet Hans-Gerd Knops die Materialwahl. „Entspre- chend gut fügen sie sich in die vorhandene Bebauung ein. Hinzu kommt, dass das ausgeprägte Falzsystem eine hohe Regeneintrags-Sicherheit und damit einen dauerhaften Schutz gegen Wind und Wetter ermöglicht. Der große Verschiebespielraum von 80 Millimetern sorgt gleichzeitig für eine maximale Flexibilität.“ Als weitere Maßnahmen vor Ort erfolgten unter anderem die Neuver- kleidung der vorhandenen Gauben mit Elementen aus Titanzink sowie die Vergrößerung der vorhandenen Dachfenster. Um eine optimierte Fensterunter- kante mit schönem Ausblick auf den angren- zenden Stadtgarten zu erhalten und die neuen Klappschwingfenster in gewünschter Größe einbauen zu können, mussten die vorhandenen Öffnungen im „Sargdeckel“ dabei mithilfe von Betonsägetechnik vergrößert werden. Parallel dazu wurden neue Dachausstiegsfenster im Bereich des Sparrendaches eingesetzt. Dachsanierung in Köln Um die Ecke gedeckt Die Komplettsanierung eines Flachdaches ist üblicherweise sehr zeit- und kosteninten- siv, denn die Altabdichtung muss in der Regel komplett demontiert und als Sonder- müll entsorgt werden. Der EPDM-Herstel- ler Carlisle CM Europe hat ein spezielles System entwickelt, mit dem eine Direktsa- nierung sogar auf PVC-Altabdichtungen möglich ist. Das Hertalan RhinoBond Komplettsystem ver- eint eine Reihe von stofflichen und verlege- technischen Vorteilen: Hertalan Easy Cover EPDM-Planen sind dauerelastisch in einem sehr breiten Temperaturbereich und daher äußerst witterungs- bzw. alterungsbeständig. Bei fachgerechtem Einbau sind Nutzungsdau- ern von mehreren Jahrzehnten sichergestellt. Die Planen werden werkseitig im Hot-Bon- ding-Verfahren vorkonfektioniert. Hierbei sind Größen bis zu 1.000 Quadratmeter in einem Stück möglich. Sie werden wie ein Maßanzug auf das individuelle Bauvorhaben zugeschnit- ten. Auf der Baustelle sind nur noch etwa 5 % manuelle Nahtfügungen erforderlich – das bedeutet große Zeitersparnis und zusätzliche Sicherheit. Die einlagige Verlegung kommt ohne Bitumenkocher oder Einsatz einer offe- nen Flamme aus – das bedeutet gleichzeitig mehr Sicherheit für den Verarbeiter. Mechanische Befestigung auf PVC-Altabdichtungen In Kombination mit dem RhinoBond System werden die EPDM-Planen mechanisch per Induktionsverschweißung auf der PVC-Altab- dichtung befestigt und das ohne Durchdrin- gung der Dachhaut. Zunächst werden speziell beschichtete Halteteller nach den Vorgaben der erstellten Windlastberechnung auf der Altab- dichtung befestigt. Durch diese sogenannte Feldbefestigung wird die Windlast gleichmä- ßig auf die Plane verteilt. Die Halteteller wer- den mit korrosionsbeständigen Schrauben aus Edelstahl befestigt, um einen langfristig schäd- lichen Einfluss von eingeschlossener Rest- feuchte zu vermeiden. Bei direkter Befestigung auf harten Untergrün- den ohne zusätzliche Wärmedämmung, wie Beton, Porenbeton oder Holz, besteht das Befestigungssystem aus der passenden Schrau- be und dem speziellen, für das Induktionsver- fahren zugelassenen Halteteller. Enthält der Schichtenaufbau eine Wärmedämmung, wird zusätzlich eine Tülle aus Kunststoff integriert. Dadurch wird die Schraubenlänge reduziert und es wird auch die Durchtrittsicherheit gewährleistet, so dass die Dachbahn nicht zer- stört werden kann. Je nach Dämmschichtdicke besitzen die Tüllen Längen von 30 bis 150 mm. Eine patentrechtlich geschützte Besonderheit bildet eine Schmelzsicherung am unteren Ende der Kunststofftülle. Beim Eindrehen der Schraube wird die Schmelzsicherung plastisch verformt und bildet dadurch eine Unterlags- scheibe. Die auftretende Reibungswärme wird somit absorbiert. Bestimmte Untergründe, wie z.B. Poren- oder Bimsbeton, garantieren keine ausreichende Festigkeit. Hier sind durch Aus- zugsversuche die Bemessungslasten der Befes- tiger gesondert zu bestimmen. Die Verarbei- tung der Schraubensysteme erfolgt mit Setzau- tomaten sowie Handsetzgeräten. Sichere Induktionsverschweißung Danach werden die Plane bzw. Teilplanen auf der Dachfläche ausgebreitet und das Indukti- onsgerät über den Befestigungstellern positio- niert. Die Aktivierungszeit für den Schweiß- vorgang mit den Haltetellern beträgt ca. 5 Sekunden. Abschließend werden die Schweiß- bereiche mit zum System gehörenden magne- tischen Kühlstangen beschwert. Innerhalb von 45 weiteren Sekunden wird die Verbindung der Plane mit den Haltetellern dauerhaft gefestigt. In Kombination mit dem RhinoBond System wird die Hertalan EPDM-Plane per Induktionsverschweißung mit den Haltetellern verbunden. Windsogsicher und ohne Durchdringung der Dachhaut. Die vormontierten Befestigungselemente bestehen aus einer Edelstahlschraube, einer Kunststofftülle mit patentierter, integrierter Schmelzsicherung und einem für die Induktionsverschweißung speziell beschichteten Halteteller. Nachhaltige Flachdachsanierung mit EPDM-Planen Rheinzink verbessert das Clipfix-System Gespräche mit unseren Kunden und ihreAnre- gungen haben wir uns zu Herzen genommen. Daraus entstanden ist der CLIPFIX-Magazin- schrauber 2.0“, so Thomas Fellenberg, Pro- duktmanager bei RHEINZINK. Der Schrauber punktet nun mit einem stärkeren Motor und einer höheren Akku-Kapazität. Änderungen am Gehäuse des Magazinaufsatzes resultieren in einem optimierten Transport der Schrauben. Durch die Führung der magazinierten Schrau- ben durch eine Hülse am Spezialvorsatz ent- stehen perfekte Verschraubungen. Impressum Die in den DACH NEWS veröffentlichten Beiträge, Bilder und Fotos sind urheberrechtlich geschützt. Ein Nachdruck, auch in Auszügen, ist nur mit schriftlicher Zustimmung des Verlages erlaubt. Namentlich oder anderweitig gezeichnete Beiträge sowie Zitate geben nicht in jedem Fall die Meinung der Herausgeber/Redaktion wieder. Alle Warenangaben und Daten (sie basieren auf Herstellerangaben) sind vorbehaltlich und ohne Gewähr. Irrtümer können nicht ausgeschlossen werden. Farbabweichungen zu den Originalfarben sind drucktechnisch bedingt. Zwischen- zeitliche Modelländerungen sind möglich. Ein Modell- anspruch ist ausgeschlossen. Rechtsansprüche - gleich welcher Art - können aus einer Veröffentlichung nicht abgeleitet werden. © Copyright by Verlag SCHENSINA Verlag: Verlag Schensina, Marcus Schensina Kapellenfeld 2, 48308 Senden, • Telefon: 02597/99123-0 • Fa x: -21 • E-mail: mail@schensina.de Chefreda kte ur: Marcus Schensina Herausgeber: FDF-Dienstleistungsgesellschaft mbH, Rathausstraße 5, 57234 Wilnsdorf Tel.: 02739 / 8932-0, Fax: -33 Geschäftsführer: H einz Slink www.fdf-dach.de Neue Oberflächenvariante von Rheinzink Rheinzink präsentierte auf der Dach und Holz 2020 unter anderem seine neue Ober- flächenlinie GRANUM. GRANUM skygrey und GRANUM basalte ergänzen perfekt die drei Produktlinien von RHEINZINK. Die hochwertigen Oberflächen aus dem natür- lichen Werkstoff Titanzink bieten sich für vielfältige Anwendungsgebiete an und ver- binden alle Vorteile einer innovativen Tech- nologie. Die edle, matte Optik wird durch das Phospha- tieren der Materialoberfläche auf Basis modernster und umweltfreundlicher Produkti- onstechnologie erzielt. Dabei bleibt die zink- typische Struktur des Materials erhalten. Genau wie die anderen RHEINZINK-Oberflä- chen sind auch die Produkte der GRANUM- Line langlebig, witterungsbeständig und nach- haltig. Die gradlinigen Grautöne bieten Frei- raum für effiziente Individualität und moderne, transparente Architektur. Mit der neuen Produktlinie umfasst das RHEINZINK-Produktsortiment nun vier Pro- duktlinien, die unzählige Gestaltungsmöglich- keiten schaffen: prePATINA-Line - Vorbewittert ab Werk: Einzig RHEINZINK-prePATINA verfügt gegenüber allen Wettbewerbern auf demMarkt über eine natürliche vorbewitterte Oberfläche, die weder beschichtet noch lackiert ist. Durch einen einzigartigen Beizprozess, das sogenann- te Vorbewitterungsverfahren, existiert die natürliche zinkgraue Optik der Patina bereits ab Werk. Ein weiterer Trumpf ist der Selbst- heilungseffekt, durch den (montagebedingte) Kratzer im Rahmen der natürlichen Patinabil- dung wieder ausgeglichen werden. Der natür- liche Werkstoff ist langlebig, wartungsfrei und zudem 100%ig recycelbar. RHEINZINK-CLASSIC walzblank: Span- nend, naturbelassen und wandelbar. Als ursprünglichste Variante hat sich RHEINZINK- CLASSIC walzblank seit über 50 Jahren bestens bewährt. Abhängig von klimatischen Bedingun- RHEINZINK-GRANUM basalte: Vielfältige Kombi- nationsmöglichkeiten mit natürlichen Materialien gen, entwickelt sich auf der anfangs noch metal- lisch glänzenden Oberfläche nach und nach eine samtige, zinkgraue Patina. RHEINZINK-artCOLOR: Damit werden Dächer und Fassaden in attraktiven Farbkom- positionen bekleidet, die optisch und funktio- nell überzeugen. Ob klassisch, avantgardis- tisch, kontrastreich oder Ton in Ton - die far- bigen Akzente beleben jedes Gebäude und schenken ihm ein einzigartiges Erscheinungs- bild. In der Farbpalette sind die Töne anthrazit, reinweiß, perlgold, moosgrün, nussbraun, blau und ziegelrot enthalten, auf Wunsch wird aber auch jede andere Farbe individuell produziert. Seit 2012 ist das bauaufsichtlich zugelasse- ne Befestigungssystem CLIPFIX für Steh- falzdeckungen am Markt erhältlich. Ab sofort ist eine neue Version des CLIPFIX- Magazinschraubers lieferbar. Ziele der Optimierung waren die Vereinfa- chung der Anwendung und eine noch leichtere Handhabung. Never change a running system? Nicht bei RHEINZINK – denn es gibt nichts, was man nicht noch besser machen kann. So eben auch das CLIPFIX-System, zur passgenauen Befestigung von Stehfalzprofilen. Es besteht aus dem mit dem Partner FEIN entwickelten CLIPFIX-Magazinschrauber mit Spezialvor- satz, den CLIPFIX-Fest- und Schiebehaften aus Edelstahl und passenden CLIPFIX- Schrauben – alles aus einer Hand. Durch eine verbesserte Version des CLIPFIX- Magazinschraubers wird dieAnwendung noch weiter vereinfacht. „In den letzten Jahren haben wir viele Erfahrungen mit unserem CLIPFIX-System gesammelt. Auch die
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