FDF DachNews - Ausgabe 1/2020

Bei der Frage nach der aktuellen Markt- und Geschäftslage gerät Florian Fillbach ein biss- chen ins Stocken: “Hätten Sie mich das vor vier Wochen gefragt, wäre mir die Antwort sicher leichter gefallen.” Dabei spielt er natür- lich auf die aktuell durch Corona kaum ein- schätzbare gesamtwirtschaftliche Lage an. “Dem Dachbau wie der gesamten Baubranche geht es eigentlich sehr gut. Die Auftragslage im Dachdeckerhandwerk ist hervorragend. Die einzige Gefahr, die wir bis zum Corona-Aus- bruch hatten, war, dass es kaum noch ausfüh- rendes Personal mit Fachkräften undAuszubil- denden gab. Das Corona-Problem mal ausge- klammert, sind die Dachdecker nach wie vor in der komfortablen Situation, gar nicht so vie- le Aufträge annehmen zu können, wie es der Markt eigentlich erfordert. Aber auch mit Corona sind wir optimistisch, dass das Dach- geschäft auch weiter laufen wird. Gestützt wird dies auch durch die nach wie vor niedrigen Zinsen.” So die Einschätzung des erst 23-jäh- rigen Bedachungshändlers. Vor drei Jahren hat er bedingt durch den Tod seines Vaters und Großvaters deutlich früher als geplant das Unternehmen übernehmen müssen. “Ich bin im Betrieb groß geworden, da wir auch auf dem Betriebsgelände wohnen. Ich habe schon als Kind mit Schiefer gespielt”, erzählt Fill- bach. Nach dem Abitur hat er sich deshalb entschieden, eine Dachdeckerausbildung im Rah- men eines trialen Studiums anzufangen: Ausbildung, Meis- ter, Betriebswirt des Handwerks und Bachelor-Studiengang parallel. Damit ist er aktuell in der Abschlussphase, gleichzei- tig führt er den Betrieb in dritter Generation. Rund um den Standort in Heis- tenbach in den Ausläufern des Westerwaldes in Rheinland- Pfalz beliefert das Unternehmen Dachbaustellen im Umkreis von rund 80 Kilometern ins Rhein-Main Gebiet, den Westerwald bis nach Limburg und Koblenz. “Wir sind z. B. stark im Steildach- segment und führen hier ein sehr breites Sorti- ment an Tonziegeln”, so Fillbach. Von einer Schwäche oder Rückläufigkeit des steil gedeckten Daches merke das Unternehmen dabei nichts. “Unsere Umsatzzahlen zeigen eher nach oben. Und auch der ebenso breit auf- gestellte Flachdachbereich läuft bei uns stabil mit guter Tendenz”, zeigt sich Bedachungsspe- zialist Fillbach optimistisch. Eine besondere Kompetenz baute der Betrieb zudem mit Metallabkantungen auf. Seit einiger Zeit verfügt man über eine eigene CNC Abkantmaschine und zudem die Möglichkeit, vor Ort entsprechende Schweißarbeiten vorzu- nehmen. So ausgestattet stellt man seit einem halben Jahr Mauerabdeckungen und entspre- chende Halter oder Abkantungen aus Metall in Eigenproduktion her. Das ermögliche vor allem hohe Flexibilität und kurze Lieferzeiten, betont Fillbach. Davon profitierten somit die Kunden durch schnelle Produkt-Lösungen. Auch sonst bietet der Mittelständler seinen Kunden viele Vorteile erklärt Fillbach: “Wir sind vor allem sehr flexibel. Wir haben gut geschultes Personal, das echte Fachberatung leisten kann. Zwei Mitarbeiter im Innendienst sind z. B. gelernte Dachdecker. Hier kann also wirklich praxisorientierte Beratung von jeman- Die Fillbach Dach-Handel GmbH aus Heistenbach im Rhein-Lahn Kreis in Rheinland-Pfalz beliefert seit 1976 Dachhandwerker mit Produkten für Steil- und Flachdach sowie Metallarbeiten. Seit Herbst letzten Jahres ist Fillbach neues Mitglied der FDF-Koopera- tion. Mitten in der Corona-Krise sprach DachNews Anfang April mit Geschäftsführer Florian Fillbach über erste Auswirkungen der Epidemie, und wie das Unternehmen gerade jetzt seine Kunden unterstützen will. dem, der auch selbst schon auf dem Dach gear- beitet hat, erfolgen. Der gut aufgestellte Fuhr- park erlaubt zudem schnelle und pünktliche Anlieferung zur Baustelle.“ Die Auftragsbücher der meisten Kunden seien zudem bis zum Ende des Jahres voll, so dass die Angst wegen eines Konjunktureinbruchs bei den Dachdeckern geringer sei als in vielen anderen Branchen. “Für die fernere Zukunft machen wir uns natürlich alle Gedanken. Soll- ten wir in eine schwere Rezession geraten, wird das sicherlich auch auf die Baubranche Auswirkungen haben, aber das ist derzeit kaum abzuschätzen”, so Florian Fillbach. Da sei es gerade in einem zukünftig vielleicht schwierigen Marktumfeld von Vorteil, dass man seit September letzten Jahres als Mitglied der FDF Kooperation einen starken Dienstleis- tungspartner habe, der das Unternehmen z. B. im Dialog und der Abwicklung zu den Liefe- ranten oder im Marketing mit der Übernahme vielfältiger Aufgaben entlaste. “So können wir uns noch stärker auf die Bedürfnisse unserer Kunden konzentrieren”, beschreibt Fillbach die Vorteile der Fachhan- delskooperation und fügt hinzu: “Vor allem habe ich im Gesellschafterkreis der FDF viele neue Kontakte zu anderen Gesellschaftern auf- gebaut. Mit einigen davon arbeiten wir inzwi- schen geschäftlich gut zusammen. Zudem haben wir durch die FDF auch den Zugang zu neuen Lieferanten bekommen. Insgesamt hat sich ein neues und breites Netzwerk für uns aufgetan.“ Dachbaustoffhändler Florian Fillbach im Gespräch Mit der neuen Produktlinie GRÖMO ALUSTAR stellt der Dachentwässerungs- spezialist GRÖMO einmal mehr sein Gespür für die Anforderungen des Mark- tes unter Beweis. Bisher nur aus blankem Aluminium, präsentieren die Marktober- dorfer nun ein komplettes Dachentwässe- rungssystem aus farbbeschichtetem Alu- minium. Von der Dachrinne über das Regenfallrohr bis zum Zubehör stammt alles aus einem Guss, ohne Materialabweichungen oder Diskrepan- zen in der Produktgeometrie. Zur Kom- plettierung des Systems präsentiert GRÖ- MO darüber hinaus mit den DUOFALZ Band- und Tafelblechen ein Novum: Auf- grund der Beschichtung mit glatter und strukturierter Oberfläche in einem Pro- dukt sind die Bleche beidseitig verwend- bar und sorgen auf diese Weise für maxi- male Flexibilität bei der Verarbeitung. Ob Steildach, Flachdach, klassisch, modern oder puristisch – das GRÖMOALUSTAR Sor- timent bietet vielfältige Möglichkeiten, indivi- duelle Wünsche und Ansprüche bei der Dach- entwässerung zu realisieren. Seine sieben Far- ben – anthrazit, hellgrau, weiß, moosgrün, zie- gelrot, oxydrot und Testa di Moro – sind auf alle gängigen Dach- und Fassadensysteme abgestimmt und schaffen ein harmonisches Erscheinungsbild. Für die passende Farbkom- bination stellt GRÖMO kostenlos einen Farb- fächer zur Verfügung. So kann der gewünschte Farbton optimal auf andere Gewerke der Gebäudehülle angepasst werden. Und für noch mehr Individualität kön- nen Kunden aus 206 weiteren Farben des RAL-Farbraums auswählen. „Unsere Formen und Farben lassen unzählige Kombinationen zu, die sowohl funktional als auch ästhetisch optimale Lösungen bieten“, sagt Manuel Kitzinger, Leitung Marketing und Produktmanagement bei GRÖMO. „Zudem ist Aluminium aufgrund seiner Produkteigen- schaften in der Dachentwässerung äußerst beliebt. Denn es ist korrosionsfrei, leicht form- 6 1/20 N EWS D ACH Roto startet QR-Code-Portal Nah am Kunden zu sein bedeutet auch, sie mit allen für sie wichtigen Informationen auszustatten, ihnen bei Anfragen schnell zur Seite zu stehen und ihnen so das Arbei- ten zu vereinfachen. Pünktlich zur „Dach + Holz 2020“ hat Roto Frank Dachsystem- Technologie daher sein QR-Code-Portal gelauncht. Mit dem digitalen Helfer erhal- ten Profis künftig noch effizienter Unter- stützung bei Service-Anfragen. Auf jedem Typenschild eines Roto Dachfens- ters sowie der Roto Ausstattung findet sich künftig ein QR-Code. Scannt der Handwerker diesen mithilfe seiner Smartphone-Kamera oder mithilfe einer App ab, wird er zum QR- Code-Portal weitergeleitet. Dort kann er das Produkt im ersten Schritt im „MeinRoto“- Bereich registrieren. Online stehen sofort die zum Produkt passenden Montage-, Service- und Wartungsanleitungen sowie Videos bereit, die die Arbeit auf der Baustelle erleich- tern. Service-Anfragen Auch bei Service-Anfragen ist das hilfreich, denn diese werden jetzt in wenigen Schritten anhand vorausgefüllter Service-Formulare direkt aus dem Portal heraus gestellt. Da über den Code bereits alle relevanten Informationen wie Seriennummer, Modell etc. zum Produkt hinterlegt sind, entfallen aufwändige Klärungs- schleifen – die Anfrage kann sofort bearbeitet werden. Für den Profi bedeutet das eine enor- me Zeitersparnis, eine verkürzte Bearbeitungs- zeit und in der Folge eine größere Zufrieden- heit seiner Kunden. Stetige Weiterentwicklung im Sinne des Kun- den ist auch beim Roto QR-Code-Portal hand- lungsleitend: Das Tool für das Handwerk wird anhand der Rückmeldungen der Partner stetig optimiert und ausgebaut, um im Arbeitsalltag eine echte Erleichterung zu schaffen. Weitere Informationen: https://www.roto- dachfenster.de/qr-code-portal.html Eindeckrahmen für das neue Baukasten-Sys- tem geliefert und verbaut. Profis setzen die passgenauen Einzelteile sowie Innenfutter und/oder Massivholzverkleidung nur noch zusammen – schon ist der Einbau abgeschlos- sen. So genießen Kunden in kürzester Zeit den Ausblick durch mehrere Roto Dachfenster. Premiumqualität bei Handhabung und Design Für ein Plus an „german made“ Produktquali- tät, Sicherheit und Langlebigkeit sorgt zudem der neue Blendrahmenabstand. Er misst 120 mm und bietet genug Raum, um Regenwasser zwischen den Dachfenstern abzuleiten. Für noch mehr Schutz vor Feuchtigkeit auf dem Unterdach können außerdem zusätzliche Was- serableitrinnen angebracht werden. Weitere Energieeinsparungen werden zudem durch die Kombination des Systems mit dem Roto Montage-Dämm- und Anschlussrahmen (MDA) erzielt. Roto Koppelsparren Sicherer Dachfenster-Mehrfacheinbau Seit Februar 2020 haben es Profis beimMehrfachein- bau von Roto Dachfenstern noch leichter: Mit dem neuen Koppelsparren können je nach Dachkonstruk- tion beliebig viele Designo R6, Designo R8 oder Desig- no i8 Comfort stabil und sicher nebeneinander ver- baut werden. jekten die einfache Montage beliebig vieler Roto Designo R6, Designo R8 oder Designo i8 Comfort direkt nebeneinander. Aufgrund der hohen Stabilität des Koppelsparrens ist dabei jederzeit höchste Sicherheit gewährleistet. Passgenaue Einzelteile vereinfachen die Montage Wie bei allen Roto Lösungen wurde auch bei der Weiterentwicklung des Mehrfacheinbaus auf besondere Montagefreundlichkeit geachtet. Deswegen wird der neue Koppelsparren ein- fach mit einem Standard-Wohndachfenster und Mehr Tageslicht und mehr Platz im Dachge- schoss sind Kundenanforderungen, denen sich das Handwerk täglich gegenübersieht. Wo frü- her der Roto Zwillings- oder Drillingseinbau half, greift ab 1. Februar 2020 der neu entwi- ckelte und erfolgreich getestete Roto Koppel- sparren mit minimalem Blendrahmenabstand. Er ermöglicht bei Sanierungs- und Neubaupro- PRODUKT-NEWS GROSSHANDEL Mit Alustar macht Grömo die Dachentwässerung farbig “Das Corona-Pro- blem mal ausge- klammert, sind die Dachdecker nach wie vor in der komfortablen Situation, gar nicht so viele Auf- träge annehmen zu können, wie es der Markt eigent- lich erfordert.” Florian Fillbach Bilder links: Die CNC Maschine zur Metallbearbeitung macht Fillbach in diesem Produktseg- mant sehr schn ell und flexibel. Glei- ches gilt für den Fuhrpark des Unternehmens mit Beispiel-LKW (Bild rechts) bar und bei gleicher Festigkeit nicht halb so schwer wie alternative Metalle.“ Ein Großteil der Produkte aus der GRÖMO ALUSTAR Palette wird aus blanken Alumini- umlegierungen gefertigt und anschließend stückweise pulverbeschichtet, während Dach- rinnen und Fallrohre aus bandbeschichteten Aluminiumlegierungen (Coil-Coating) beste- hen. Die Oberflächen der GRÖMOALUSTAR Produkte stehen in zwei Versionen zur Aus- wahl: Seidenglänzend verfügt die glatte SX- Oberfläche über eine große Farbvielfalt mit guter Farbbeständigkeit in allen genannten Far- ben. Dagegen zeigt die struktu- rierte TX-Oberfläche ein mat- tes Erscheinungsbild mit hoher UV-Farb- und Witterungsbe- ständigkeit sowie Kratz- und Abriebfestigkeit, ist vorerst in Anthrazit, Hellgrau und Testa di Moro erhältlich. “Die Auftragsbücher unserer Kunden sind gut gefüllt.”

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