FDF DachNews - Ausgabe 2/2020

HERTALAN® – ABDICHTUNG MIT SYSTEM. • Mechanische Befestigung per Induktion • Ohne Durchdringung der Abdichtung • Auch direkt auf PVC und Bitumen • Keine Entsorgung der Altabdichtung Jetzt beraten lassen: www.ccm-europe.com/ansprechpartner Flachdachsanierung – sicher und effizient Grundsätzlich wird zwischen belüfteten und nicht belüfteten Unterkonstruktionen sowie nicht belüfteten Unterkonstruktionen und nicht belüfteten Unterkonstruktion mit zusätz- licher belüfteter Luftschicht unterschieden. 1. Belüftete Unterkonstruktionen Ein belüfteter Zwischenraum zwischen der Metalldeckung und der tragenden Unterkon- struktion bzw. Dämmebene steht mit der Außenluft in direkter Verbindung und trennt die Deckung von der Konstruktion. Durch Luftströmung wird Feuchtigkeit aus dem Gebäudeinneren abgeführt. Die Querschnitte der Belüftungsöffnungen am tiefsten und am höchsten Punkt der Dach- konstruktion für ungehinderte Querluftströ- mung sind nach DIN 4108-3 vorgegeben. Belüftete Dächer können ohne rechnerischen Tauwasser-Nachweis ausgeführt werden, wenn abhängig von der Dachneigung Vorga- ben an die diffusionshemmenden Schichten sowie der Lüftungsquerschnitte eingehalten werden. 2. Nicht belüftete Unterkonstruktionen mit strukturierter Trennlage Konstruktionen ohne belüftete Luftschicht erfordern eine zuverlässige Luftdichtheits- schicht/ Dampfbremse. Ohne besondere Maß- nahmen können bei Metalldächern erhöhte Baufeuchte oder später eingedrungene Feuch- tigkeit nur schlecht oder gar nicht austrock- nen. Holz oder Holzwerkstoffe sollen deswe- gen nur bis zur jeweiligen zulässigen Materi- alfeuchte eingebaut werden. Damit die Anforderungen an den konstrukti- ven Holzschutz in einem nicht belüfteten Dachaufbau mit Holz oder Holzwerkstoffen bei Metalldeckung eingehalten werden, for- dern die Klempner-Fachregel wie auch DIN 68800-2 verpflichtend den Einsatz einer dif- fusionsoffenen, strukturierten Trennlage wie der Klöber Permo sec SK. Und zwar unab- hängig von der Art des Baumetalls oder der Dachneigung. Diese bietet auch während der Bauphase einen Witterungsschutz. Für beidseitig geschlossene Bauteile der Gebäudehülle ist eine zusätzliche rechneri- sche Trocknungsreserve ≥ 250g/m²a bei Dächern nachzuweisen, um die Funktions- tüchtigkeit des Bauteils nach der Holzschutz- norm DIN 68800-2 auch bei einem zusätzli- chen, unplanmäßigen Feuchteeintrag zu gewährleisten. Dachaufbau von Innen nach Außen Die Dampfbremsschicht wird luftdicht mit statischem sd-Wert oder feuchtevariabel aus- geführt. Dampfbremsen wie die Klöber Wal- lint optiflex mit feuchtevariablen Sperrwerten (sd- Wert 4,5 m im trockenen bis zu 0,2 m im feuchten Umgebungsklima) ermöglichen die Austrocknung der Konstruktion auch nach Innen. Erwärmt sich die Metalldeckung wird über die diffusionsoffene Klöber Permo sec SK und den offenen Falzbereiche der Metallde- ckung Feuchtigkeit an die Außenluft abgege- ben. Durch Umkehrdiffusion kann aber auch Feuchtigkeit aus der Konstruktion von der Oberfläche ins Innere der Dachkonstruktion verlagert werden. Ohne Nachweis in aufwändigen, hygrothermi- schen Berechnungsverfahren können Bauteile einer nichtbelüfteten Konstruktion der Gebrauchsklasse GK 0 zugeordnet werden, wenn sie folgende Bedingungen erfüllen: 1) raumseitige Bekleidung ohne oder mit Lat- tung oder Beplankung sd ≤ 0,5 m, 2) feuchtevariable, diffusionshemmende Schicht (sd ≥ 3 m bei ≤ 45 Prozent relative Luftfeuchte und 1,5 m ≤ sd ≤ 2,5 m bei 70 Pro- zent relative Luftfeuchte), 3) mineralischer Faserdämmstoff nach DIN EN 13162, Holzfaserdämmplatten nach DIN EN 13171 oder zugelassener Dämmstoff, 4) technisch getrocknetes Holzprodukt (u ≤ 15 Prozent) 5) oberseitige Schalung aus trockenem Holz oder Holzwerkstoffen 6) Metalleindeckung auf strukturierter Trenn- lage (Klöber Permo sec SK). 3. Nicht belüftete Unterkonstruktion mit nicht belüfteter Deckung und Luftschicht Nicht belüftete Unterkonstruktionen können auch mit unbelüfteter Deckung und zusätzli- cher belüfteter Luftschicht ausgeführt werden. Hierzu wird der Sparrenraum mit Wärmedäm- mung vollgefüllt und oberseitig mit einer dif- fusionsoffenen Unterdeckbahn der Klöber Per- mo-Familie abgedeckt. Eine Konterlattung bil- det die Luftschicht, die Schalung mit ergänzen- der Trennlage wie der Klöber Permo easy 145 SK2 trägt die nicht belüftete Metalleinde- ckung. Die sd-Werte von Innen und Außen müssen nach Tabelle 3 der DIN 4108-3 aufei- nander abgestimmt sein. Leistung der strukturierten Trennlage Metalldeckungen in Falztechnik sind nur regen- sicher. Die strukturierte Trennlage Permo sec SK leitet unter der Deckung anfallendes Wasser sicher zur Traufe ab. Das Wirrgelege bewirkt einen Abstand von Unterkonstruktion und Metalldeckung und führt Sauerstoff unter die Deckung, damit sich bei Titanzink-Deckungen eine unterseitige Schutzschicht bildet, die Heiß- wasserkorrosion verhindert. Die Klempner- fachregeln fordern den Einsatz strukturierter Trennlagen bei Titanzink-Deckungen im Regel- bereich von 3-15°, um die Heißwasserkorrosion zu verhindern. Auch bei Holzwerkstoffen wer- den strukturierte Trennlagen, wie die Klöber Permo sec SK, grundsätzlich gefordert. Brandschutz: Augen auf Die Landesbauordnungen fordern „gegen Flugfeuer und strahlende Wärme widerstands- fähige“, „harte Bedachungen“. Dies ist bei Metalldachdeckungen nach DIN 4102-7 zu erfüllen oder durch ein "Allgemeines bauauf- sichtliches Prüfzeugnis (abP)" nachzuweisen. Richtiger Einsatz von Trennlagen im Metalldach Metalldachdeckungen in handwerklicher Falztechnik aus Zink können einen Nachweis durch ein allgemeines bauaufsichtliches Prüf- zeugnis (abP) erfordern. Dabei decken die Prüfungen der Materialprüfanstalten bei 15° Dachneigung die Bereiche von 0 bis 20° Dachneigung ab. Für größere Dachneigungen bis 90° wird eine weitere Prüfung bei 45° Dachneigung durchgeführt. Der Fachhand- werker sollte vor Verlegung den Nachweis vom Hersteller des Daches sowie der jewei- ligen Trennlage einfordern. Produkte, die nur Brandprüfungen bei 15° DN vorweisen kön- nen, dürfen bei Stehfalzdeckungen aus Titan- zink in Kombination mit dieser strukturierten Trennlage dann nicht bei 21° oder darüber ausgeführt werden. Stehfalzdeckungen sind aufgrund ihrer Fügetechnik nur regensicher; durch Wind oder aufliegenden Schnee kann Feuchtigkeit und Nässe an Anschlüssen und Durchdringungen ein- dringen. Die sichere bauphysikalische Aus- führung wird in der DIN 4108-3 beschrieben und durch DIN 68800-2:2012-02 (Konstruktiver Holzschutz) ergänzt. So wird eine strukturierte Trennlage mit Wasser abführender Schicht unter jeder Metalldeckung gefordert. Der Kopfstoß wird mit dem pastösen Kleb-Dichtstoff Klö- ber Pasto oder Klöber Butylon dauerhaft regensicher, winddicht und insektensicher geschlossen. So entsteht eine nahtgesicherte Ausführung. Die Lagesicherung der Schare erfolgt mit auf die Unter- konstruktion abgestimmten Haften. Für eine regensichere Verbindung des Kopfstoßes wird das Wirrgelege entfernt. Die Lagesicherung durch Nagelung oder Klammerung erfolgt im überdeckten Bahnenrand, damit die Durchdrin- gungsbereiche der Bahn anschließend überdeckt und durch den Butylstreifen abgedichtet werden. 10 METALL DACH

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