FDF DachNews - Ausgabe 1/2026

16 17 Diese außergewöhnliche Villa in Kö lnRodenkirchen ist ein echter Hingucker. Kein einfacher Würfel, sondern akzentuierte Teilkuben; keine einfache, weiße Standard-Putzfassade, sondern Kupfer-Schindeln, die auf Teilflächen ihre besondere Wirkung entwickeln. Der perfekt flächige Eindruck wird noch nicht einmal durch ein Fallrohr gestört. Diese liegen deshalb hinter der Fassade, im Dämmsystem. Ebenso unverzichtbar: Die Handwerksarbeit an Metallfassade und Dach-/Dachterrassen-Entwässerung ü bernahm der Fachbetrieb Nebeler aus Daun in der Eifel. Ein Zuhause als Kontrapunkt zum 08/15: Der Neubau in Rodenkirchen zeigt sofort, dass der Bauherr offen und fern von Standards denkt. Optisch steht ein hoher, kupferverkleideter Kubus in einem etwas niedriger gehaltenen, hell verputzten Würfel. Zur Straße und zu den Seiten zeigt sich das Bauwerk weitgehend geschlossen, zum Garten hin kommen große verglaste Flächen hinzu – sowie ein ausgesparter Würfel in der Gebäudeecke, der so Platz für eine geschützte Terrasse schafft. Schon die Putzfassade zeigt hohen Anspruch: hochglatt, flächig und elegant in einem hellweißen Creme-Ton. Doch in erster Linie bildet sie den Rahmen für die Kupfer- Fassade. Die Schindeln (KME Tecu Classic coated) sind präzise verarbeitet – bis in die Laibungen hinein. Mit dieser Spannung der ruhigen Putzfassaden und der glänzenden Kupferflächen entsteht der außergewöhnliche Gesamteindruck, das Gebäude wirkt aus jedem Winkel anders. Durch die Wahl der beschichteten Kupferschindeln bleibt diese Optik dauerhaft erhalten: Bei dieser Architektur war die Verwitterung und Bildung einer Patina nicht gewünscht, daher fiel die Wahl auf die witterungsunempfindlichen Schindeln, die ihren Kupferglanz dauerhaft behalten. Die Fachhandwerker verlegten sie im Halbversatz auf einer Holzunterkonstruktion. Verdeckt verlegt: Haupt- und Notentwässerung Ganz anders als für das Gesamtbauwerk, galt für die Entwässerung von Flachdach und Dachterrassen der Leitspruch: „Wie Sie sehen, sehen Sie nichts“. Die attraktive Fassade sollte so wenig wie möglich in ihrer Homogenität unterbrochen werden, also auch nicht durch Fallrohre. Die Lösung: Die gesamte Entwässerung liegt unter Putz. Für das Gebäude sind nur zwei Entwässerungspunkte auf dem Flachdach notwendig, die über eine Kaskaden-Anordnung auch die Dachterrassen entwässern. Die Fallleitungen liegen in der Fassade, hinter dem Putz. Die einzigen sichtbaren Elemente sind zwei „Wuppertaler Blenden“ und zwei Notausläufe knapp über dem Boden. Die Blenden sind zur Belüftung der Fallleitungen notwendig. Hier sind sie im Farbton der Fassade gehalten und fallen so kaum auf. Die Notausläufe entwässern normkonform auf die Freifläche, stören aber ebenso kaum den Gesamteindruck der Fassade: Dieses Rohr ist besonders schmal (DN 50) und ragt etwa 25 Zentimeter über dem Boden aus der Wand. Selbst die Abläufe auf den Dachterrassen liegen verborgen unter dem Plattenbelag. Nur die Abläufe auf dem Flachdach sind konventionell montiert. Damit die Entwässerung zuverlässig und langlebig funktioniert, fiel die Wahl auf den Werkstoff Stahl mit Systemen von Loro. Es galt zudem, mit relativ schmalen Rohren eine hohen Ablaufleistung zu erreichen. Dafür kam ein System mit drückender Freispiegelentwässerung zum Einsatz. So genügen Rohre mit 100 Millimeter Durchmesser (DN 100) für die Haupt- und Not-Entwässerung. Auf dem Flachdach sind an zwei Punkten an der Attika Abläufe von Loro verbaut, die in einem Bauteil Haupt- und Notentwässerung übernehmen: „Haupt-Not-Kombi Duoflux Flach 50 Attikadirektablauf, Serie 43“. Vom Verdeckte Entwässerung für eine kupferverkleidete Fassade Dach geht es mit einem Rohr-in-Rohr-System (äußere Rohrleitung DN 100 als Hauptentwässerung, innere Rohrleitung DN 50 als Notentwässerung) zu der Dachterrasse. Von dort wird das Wasser mit zwei DN 50 Rohrleitungen vom Dach zum Terrassenablauf unter dem Plattenbelag lang geleitet. Hier nimmt ein Loro-X Quattroflux- Ablauf für die Staffelgeschossentwässerung das Niederschlagwasser der Dachterrasse auf und führt dann das Wasser vom Dach und das Wasser der Dachterrasse in zwei Fallrohre „Rohr in Rohr“ ab (äußere Rohrleitungen DN 100 für die Haupt-, innere Rohrleitungen DN 50 für die Notentwässerung). Der Quattroflux vereint also vier getrennte Fließwege in einem System (Hauptentwässerung von Dach und Dachterrasse sowie Notentwässerung von Dach und Dachterrasse). Da das Entwässerungssystem eine belüftete Fallleitung benötigt, um seine Funktion zu gewährleisten, aber aufgrund der Optik kein konventionelles Entlüftungsstück gewünscht war, fiel die Wahl auf eine „Wuppertaler Blende“. Sie steht nur wenige Zentimeter aus der Fassade hervor und ist von unten geschlossen – das Belüftungsloch zeigt nur nach oben. Mit dieser besonders eleganten Lösung sind auch anspruchsvolle architektonische Ideen realisierbar – wie bei diesem Gebäude. Weiterer positiver Effekt der Belüftung: Die Geräuschentwicklung ist minimal. Damit die Entwässerung das Fassadenbild nicht stört, verlaufen die Fallleitungen hinter der Fassade. Nur für die Entlüftung der Rohre ist ein Durchbruch notwendig. Dies ist elegant mit einer „Wuppertaler Blende“ im Farbton des Fassadenputzes gelöst. Von unten ist die Blende geschlossen und fügt sich so harmonisch in die Fläche ein. Auf dem nicht einsehbaren Flachdach geht es um (Abfluss-)Leistung. Durch die Wahl der Loro-Duofux-Attika- Direktabläufe genügen zwei Ablaufpunkte, um die gesamte Fläche sicher zu entwässern. Minimaler Fassadendurchbruch für die Notentwässerung mit einem schmalen DN-50-Rohr. Mit Ubiflex Finio verabschiedet sich Ubbink vom Werkstoff Blei. Auf der Dach+Holz International 2026 zeigte der Hersteller, wie Dachanschlüsse heute dicht, formbar und ohne gesundheitskritische Stoffe ausgeführt werden können. Der Claim „Bye bye Blei“ bringt den Anspruch auf den Punkt: Ubbink treibt den Ausstieg aus Blei konsequent voran und wird bis 2029 das komplette Produktsortiment bleifrei anbieten. Das neue Anschlussband folgt jedem Detail und hält sofort dicht. Warum Dachhandwerker damit Tempo machen, zeigt sich erst beim Verlegen. Blei zählt zu den Schwermetallen und belastet Mensch und Umwelt. Beim Schneiden, Formen oder Erhitzen können Partikel freigesetzt werden, die über Staub oder Hautkontakt in den Körper gelangen. Gerade bei der täglichen Arbeit am Dach entsteht so ein unnötiges Risiko. Zudem wäscht Regen Bestandteile aus und trägt sie in Boden und Gewässer ein. Ubiflex Finio setzt hier ein klares Zeichen: Der Anschlussstreifen kommt ohne Blei aus und reduziert die Belastung für Verarbeiter, Bauherren und Umwelt spürbar. Am Steildach treffen Bewegung, Witterungseinflüsse und Materialwechsel aufeinander. Genau hier spielt Ubiflex Finio seine Stärken aus. Der patentierte Anschlussstreifen schmiegt sich passgenau an Dachziegel, Kamin oder Gaube an, folgt jeder Kontur und ist unmittelbar nach dem Verlegen dicht. So ersetzt er klassisches Walzblei – ohne Kompromisse bei Praxistauglichkeit oder Haltbarkeit. Materialaufbau mit Mehrfachhaftung Ubbink setzt bei dem patentierten Aufbau auf einen Verbund aus witterungsfestem Polyisobutylen und formbarem Streckmetall. Drei Klebezonen sorgen für sicheren Halt: Die vollflächige Rückseite haftet dauerhaft, zwei Butylstreifen oben und unten fixieren zusätzlich. Bereits ab +5 °C baut sich ein fester Verbund auf. Das Material haftet auf nahezu allen gängigen Dachoberflächen, darunter Stein, Zink, Aluminium, Stahl, Holz, Kunststoff, Beton und keramische Flächen. Hohe Dehnfähigkeit, sichere Übergänge Das eingearbeitete Streckmetall ermöglicht bestmögliche Anformbarkeit. Ubiflex Finio erreicht eine Längsdehnung von mehr als 90 Prozent sowie eine Querdehnung von bis zu 20 Prozent. Dabei bleibt die Oberfläche glatt, nichts drückt durch. Auch an Ecken fügt sich der Streifen sauber an. Überlappungen verbinden sich durch Vulkanisation zu einer dauerhaft dichten Einheit. Zeitgewinn auf der Baustelle In der Praxis spart das System Zeit. Dachhandwerker formen Anschlüsse bis zu dreimal schneller als mit klassischen Materialien. Zum Zuschneiden genügt ein Messer oder eine Schere. Der Streifen liegt sofort an und dichtet unmittelbar ab. Neben neuen Anschlüssen eignet er sich auch für Reparaturen im Bestand. Ubiflex Finio ist in Schwarz, Rot und Grau sowie in den fünf Breiten 25, 30, 40, 50 und 60 Zentimetern erhältlich. Damit deckt der Anschlussstreifen typische Details am Steildach zuverlässig ab. Ubbink ersetzt Bleianschlüsse am Steildach Bye Bye Blei Chloridhaltige Luft, dazu Wind und Sturm, wie es vor allem in den Küstenbereichen anzutreffen ist, beschleunigt die Korrosion von Metallen. Durch Salze in der Luft werden elektrochemische Reaktionen in Gang gesetzt, die einen wesentlich höheren Zinkabtrag verursachen und damit Korrosionsschäden beschleunigen. Für Metall am Dach eine echte Herausforderung. Der Dachzubehörspezialist Lemp aus Moers bietet dafür ein starkes Duo aus Rohrschelle und -halter. Besonders betroffen sind Bauteile, die dauerhaft der salzhaltigen Luft ausgesetzt sind. Eine Studie aus 2019 hat nachgewiesen, dass durch die aggressiven Bedingungen rund 15 % höhere Instandhaltungskosten anfallen, als bei vergleichbaren Gebäuden im Landesinneren. So sind bereits nach kurzer Zeit auf Vorderfedern von Rinnenhaltern Korrosionsspuren erkennbar. Bei Rohrschellen können die M6/M10 Muttern aufgrund ihrer feinen Gewinde nicht durch eine Feuerverzinkung geschützt werden und erhalten daher oft nur galvanische Verzinkungen. Auch offene Schnittkanten stellen ein Problem dar. Diese Teile rosten bereits nach kurzer Zeit. Aus diesen Erkenntnissen hat LEMP mit dem Küstenhalter und der Küstenschelle ein starkes Duo entwickelt, welche sich durch die konsequente Verwendung korrosionsgeschützter und korrosionsbeständiger Teile auszeichnen. Die Vorderfeder des nfk Rinnenhalters ist aus Edelstahl. Die Rohrschellenlängskanten sind rundumverzinkt, das Scharnier besteht aus hochfestem Aluminium und die M6/M10 Muttern als auch die Ringschraube sind aus Edelstahl. Diese Produkte sind LEMP eine besondere Kennzeichnung wert. Achten Sie auf die Möwen-Prägung! Starkes Duo gegen Salzluft

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