FDF DachNews - Ausgabe 1/2026

NEWS DACH 1/26 Eine Herausforderung bei der Dachsanierung der Victoriahöfe im Herzen von Berlin (siehe auch Bericht Vorseite) war auf dem stark gegliederten Dach die Dacheinteilung. Diese musste praktisch für jede Teilfläche zwischen den Giebeln, Dachfenstern und Loggien neu vorgenommen werden. Dadurch gab es keine Standardbreite der Schare, die stattdessen mit jeweils individuellen Maßen überwiegend aus 670 mm breiten Bändern auf der Baustelle zugeschnitten und gefalzt wurden. Trotz dieser Vielfalt wirkt die Deckung jedoch ruhig, weil mit einer sorgfältigen Detailplanung darauf geachtet wurde, dass die Falze in jeder Teilfläche vom Hauptdach zur Mansarde in einer Linie durchlaufen. Auch auf den Hofseiten, wo rund 180 Dachfenster in die Hauptdachflächen der verschiedenen Gebäudeflügel zu integrieren waren, sollte ein harmonisches Linienbild entstehen, weshalb die Dachfenster nicht mit Standard-Eindeckrahmen, sondern in handwerklicher Falztechnik eingefasst wurden. Je nach Position sind die Fenster mit elektrischen Antrieben und Sonnenschutzeinrichtungen ausgestattet. Die Fallrohre der Dachentwässerung verlaufen analog zum historischen Vorbild vor der Fassade. Die Regenrinnen fügen sich durch die konsequente Ausbildung als Gesimsrinne sehr dezent in die Architektur ein und sind praktisch nicht als eigene Bauteile erkennbar. Was ähnlich auch für die Belüftung des Dachs gilt: Sowohl am Fuß des Mansarddachs als auch im Knickbereich zu den Hauptdachflächen sowie an deren oberen Ende befinden sich jeweils Lochbleche für die Be- und Entlüftung, die aus der normalen Betrachtungsposition von unten nicht zu erkennen sind. Gerade bei einem so fein gegliederten Dachaufbau war die Wahl des Materials entscheidend. Mit RHEINZINK-prePATINA blaugrau stand den Verarbeitern ein Werkstoff zur Verfügung, der nicht nur durch seine hochwertige 12 Optik überzeugte, sondern auch durch seine Verlegeeigenschaften. Die Oberfläche sorgt vom ersten Tag an für ein homogenes Gesamtbild. Bei komplexen Anschlüssen und individuell zugeschnittenen Scharen zeigte sich zudem, wie verlässlich sich das vorbewitterte Material bearbeiten lässt: stabil in der Handhabung, gut falzbar und besonders geeignet für saubere Detailausbildungen. Damit wurde es möglich, die anspruchsvolle Geometrie des Dachs nicht nur technisch präzise, sondern auch optisch durchgängig harmonisch umzusetzen – ganz im Sinne des Denkmalschutzes und des architektonischen Gesamteindrucks. 13 Fortsetzung Bericht Vorseite Dachsanierung der Victoriahöfe in Berlin BAUMETALLE Es sind gerade diese Details, die die ästhetische Qualität der Dachdeckung ausmachen. Sie ist geprägt von der ruhigen Materialoptik, der Gleichmäßigkeit in der Anordnung der Loggien und Dachfenster und hebt gleichzeitig die neuen Ziergiebel hervor. Manchmal beginnt eine gute Geschichte mit einem Perspektivwechsel. Im Hochschwarzwald stand im vergangenen Jahr die Sanierung eines Wohnhauses an. Es standen verschiedene Produkte zur Auswahl. Aus wirtschaftlichen und gestalterischen Gründen entschieden sich sowohl der Bauherr als auch der Verarbeiter für die Metrotile Shingle in matt anthrazit. Eine Entscheidung, die sich für alle Beteiligten als Glücksgriff erweisen sollte. Die Metrotile Shingle steht für eine moderne, flächige Dachoptik mit ruhiger Struktur. Gerade im sensiblen Landschaftsbild des Schwarzwalds spielte die Gestaltung eine entscheidende Rolle. Die matte Oberfläche in Anthrazit fügt sich harmonisch in die Umgebung ein und verleiht dem Gebäude zugleich eine zeitgemäße, hochwertige Anmutung. Die klare Schindeloptik wirkt elegant und zurückhaltend – ein Aspekt, der Bauherren zunehmend wichtig wird. Gleichzeitig bietet das System nicht nur gestalterische Qualität auf dem Dach: Durch die Möglichkeit der Anwendung an Fassaden eröffnen sich zusätzliche architektonische Spielräume für eine durchgängige Gestaltung. Wirtschaftlichkeit trifft Flexibilität Neben der Optik überzeugte vor allem die Wirtschaftlichkeit. Die Metrotile Shingle ist eine hochwertige Metalldachplatte, die auf Vollschalung oder Dachlattung verdeckt befestigt verlegt werden kann. Ihr geringes Gewicht macht sie besonders interessant für Sanierungen – statische Reserven bleiben erhalten, zusätzliche Verstärkungen sind häufig nicht erforderlich. Gerade im Bestand, wo jedes Projekt individuelle Herausforderungen mit sich bringt, bietet diese Flexibilität klare Vorteile. Das System eignet sich für Dachsanierungen jeder Größe und ermöglicht eine effiziente Umsetzung – sowohl technisch als auch wirtschaftlich. Für den ausführenden Dachdecker war es das erste Projekt mit der Metrotile Shingle. Entsprechend aufmerksam wurde Verarbeitung und Handling geprüft. Das Fazit nach Fertigstellung fiel eindeutig aus: Die Elemente ließen sich schnell, sauber und effizient verlegen. Die verdeckte Befestigung sorgt für ein harmonisches Deckbild, während das System gleichzeitig eine sichere und sturmfeste Ausführung ermöglicht. Besonders überzeugt hat den Verarbeiter die unkomplizierte Handhabung und der zügige Baufortschritt – Faktoren, die im heutigen Arbeitsalltag entscheidend sind. Neue Leichtigkeit auf dem Dach Metrotile Shingle von IKO Folgeauftrag: Auch die Bauherren zeigten sich vom Ergebnis begeistert. Die Zufriedenheit ging so weit, dass kurzfristig ein weiteres Nebengebäude ebenfalls mit der Metrotile Shingle eingedeckt wurde. Das neue Rathaus in der fränkischen Stadt Alzenau ist mehr als nur ein Verwaltungsgebäude: Es ist dank seiner durchdachten Konstruktion und markanten Optik zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden, realisiert von den renommierten B3 Architekten aus Aschaffenburg unter der Leitung von Thomas Schlett. Das Gebäude dient heute als Bürger:innenbüro, Mehrzweckraum, Infostelle und Büro des Stadtbauamtes und ist ein funktionales, aber auch ästhetisches Wahrzeichen der Stadt. Die Architektur des neuen Rathauses fällt durch den modernen, monolithisch anmutenden Baukörper auf. Das Gebäude wurde mit einem asymmetrisch geformten Satteldach versehen, das die moderne Gestaltung unterstreicht. Statt der für die Region typischen Fachwerk- oder Sandsteinfassaden entschieden sich die Architekt:innen für bronzefarbene PREFABOND Aluminium Verbundplatten. Sie verleihen dem Gebäude einen zeitlosen Charakter und heben es deutlich von der Umgebung ab. Das neue Rathaus fügt sich somit perfekt in das Ensemble der Stadt ein, das aus dem ursprünglichen historischen Rathaus und einem Zubau aus den 1980er-Jahren besteht. Fassade als Haut, durchdacht umgesetzt „Wichtig war mir die Idee der Fassade als Haut. Es sollte sichtbar sein, dass die Schicht um das Gebäudeinnere gefaltet ist“, erklärt Thomas Schlett. Dabei spielte die PREFABOND Aluminium Verbundplatte eine zentrale Rolle. Denn die Längsseiten wurden mit erweiterten fünf Zentimetern um die Gebäudekanten in die Giebelfassaden gekantet, ohne einen erkennbaren optischen Unterschied zwischen Ortgang und Gebäudeecke. „Letztlich darf man ein Gebäude nicht zu Tode dekorieren. Ich habe mit der Zeit gelernt zu reduzieren“, fügt Schlett hinzu und beschreibt den minimalistischen Ansatz, der das Gebäude prägt. Auch die schimmernde Aluminiumfassade ist Teil dieser Reduktion. Sie löst die Idee des roten Backsteins ab und schafft ein homogenes Erscheinungsbild, das die Architektur klar und zurückhaltend wirken lässt. Die Verwendung von Aluminium als Material war nicht nur aus ästhetischen Gründen eine hervorragende Wahl. Überzeugt haben auch seine Langlebigkeit und die geringe Wartungsintensität, was für Bauten der öffentlichen Hand ein schlagendes Argument ist und den Betrieb langfristig kostengünstig hält. „Alles war glatt, scharfkantig und futuristisch.“ Die Spengler und Planer Marcel Schmidt und Siegmar Fried vom Unternehmen ASA Schüßler, die für die technische Umsetzung verantwortlich waren, schilderten die Herausforderung: „Alles war glatt, scharfkantig und futuristisch.“ Während kleinere Projekte bereits mit geklebten Verbundplatten realisiert wurden, betrat man mit dem Alzenauer Rathaus Neuland – sowohl in Bezug auf die Dimensionen als auch die anspruchsvollen Details. „Genau das reizte uns, dass nicht alle Elemente der Fassade standardisiert waren“, so Marcel Schmidt. Das 28-köpfige Spenglerteam von ASA Schüßler meisterte auch die komplexen Dach- und Gebäudekantendetails mit höchster Präzision. Die Fassadenplatten, welche als vorgehängte, hinterlüftete Fassade montiert wurden, sollten an den Gebäudekanten ohne sichtbare Stöße montiert werden, was besonders anspruchsvoll war. Gleichmäßige Farben für ein homogenes Erscheinungsbild Auch für die Dachentwässerung wurde eine spezielle Detaillösung entwickelt, welche praktisch „unsichtbar“, aber voll funktionsfähig ist. Laut Schmidt war das Material, das sich fräsen und abkanten lässt, auf der Baustelle in Alzenau unverzichtbar. „Zudem ist bei PREFA garantiert, dass jede Platte die gleiche Farbe hat, was für das homogene Erscheinungsbild des Neubaus entscheidend war“, erklärt er weiter. „Das Ergebnis ist beeindruckend.“ In Alzenau wurde das neue Rathaus mit einer innovativen Aluminiumfassade realisiert. Die moderne Architektur setzt auf bronzefarbene PREFABOND Aluminium Verbundplatten, die dem Gebäude einen zeitlosen Charakter verleihen. Rathaus wird zu bronzefarbenem Wahrzeichen Ein Rohr – volle Leistung: Zur „Dach+Holz“ stellte Loro vier Funktionsöffnungen für Regenstandrohre vor. Neu ist der Ausgang als Regensammler, weiter gibt es einen Laubfang, den Hochsicherheits-Überlauf und den Standard-Verschluss zur Reinigungsöffnung. Konsequent variabel: Loro bietet mit dem neuen „Regensammler“ nun vier verschiedene Varianten für Öffnungen in Standleitungen. Mit dem neuen Modul lässt sich Niederschlag einfach in eine Tonne ableiten, um so Regenwasser aufzufangen. Auf das Auslassstück lässt sich ein Rohr oder ein Schlauch stecken. Die Montage erfolgt anstelle eines Reinigungsdeckels einfach über die Profilschelle, dafür muss nur die Linsenschraube gelöst und wieder angezogen werden. Um Verstopfung der Abwasserleitung durch Blätter zu vermeiden, lässt sich der Laubfang einsetzen. Gelangen dann Blätter über das Dach in das Standrohr, sind diese einfach zu entfernen. Mit dem Hochleistung-Sicherheitsüberlauf (HSÜ) ist dafür gesorgt, dass Wasser bei Starkregen nicht zu weit in der Leitung steigt, sondern auf die Freifläche entwässert. Ein Reinigungsdeckel als Standardverschluss gehört ebenso zum Sortiment. Loro-Neuheit: Vier Funktionsöffnungen für Standrohre Vier Funktionsöffnungen für Standrohre: Der Regensammler leitet Niederschlag in eine Tonne, Laubfang, Hochleistungs- Sicherheitsüberlauf (HSÜ), und Deckel für die Reinigungsöffnung sind weitere Optionen.

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